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Anzeige: Papst Franziskus: Fratelli tutti

Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

  • Gratis S. 5-7

    Vergebung und Versöhnung im Neuen TestamentWer kann Sünden vergeben?

    Es ist eine eigenartige Geschichte, die das Markusevangelium ziemlich zu Beginn des Auftretens Jesu erzählt (Mk 2,1–12): In einem Haus in Kafarnaum verkündet Jesus „das Wort“. Das Haus ist brechend voll mit Zuhörern, so dass vier Leute, die einen Gelähmten herbeitragen, nicht zu Jesus vordringen können. Da reißen sie in einer spektakulären Aktion das Dach des Hauses auf und lassen den Gelähmten zu Jesus hinunter. Jesus interpretiert diese Tat als Ausdruck großen Vertrauens (meist übersetzt mit „Glauben“). Doch statt den Gelähmten zu heilen, wie man es erwarten würde, spricht er ihn an: „Kind, deine Sünden werden erlassen“ – Vergebung der Sünden statt Heilung?

  • Plus S. 11-14

    Buße und Versöhnung im Kontext der GemeindeGemeinschaft des Glaubens

    Viele Christen tun sich heute mit dem Thema Buße und Versöhnung schwer. Entweder ist noch die negativ-drohende Sicht der Buße aus früheren Zeiten präsent, oder es ist überhaupt kein Thema mehr, weil man meint, alles mit sich selbst ausmachen zu können. Bei näherem Hinsehen ist aber das Bedürfnis nach Versöhnung weiterhin vorhanden, und es gibt neue Wege, sie in der Gemeinde zu verwirklichen.

  • Plus S. 15-18

    Das Durcheinander von Verantwortung und Hilflosigkeit überwindenDie Krise der Schuld und Gottes erfinderische Liebe

    In der Schulderfahrung ist der schuldige Mensch immer auch selbst der Betrogene, der Enttäuschte, der Verzweifelte. Darin liegt die Tiefe der Sinnbedrohung und der möglichen Verzweiflung, die der erfährt, der schuldig wird: häufig als Folge eines Gemisches von gesellschaftlichen, psychischen oder körperlichen Zwängen, persönlichem Versagen und Hilflosigkeit. Deshalb ist die Schulderfahrung eine Krise, die anderen Krisenerfahrungen menschlichen Lebens ähnlich ist. Aber die erfinderische Liebe Gottes gibt auch in dieser Situation Hilfe und Schutz.

  • Gratis S. 19-21

    Die Bedeutung von Buße und Versöhnung im Kontext der GemeindeVersöhnen kann man sich nicht allein

    Gleich vorweg: Alle Analysen zeigen, dass das Bußsakrament immer mehr aus dem gemeindlichen Kontext verschwindet. Es gibt immer noch Orte und Gelegenheiten, an denen gebeichtet wird. Diese sind jedoch zumeist nicht gemeindlich verortet: Wahlfahrtsorte, Weltjugendgebetstage, Ordenskirchen vor allem im städtischen Raum, in denen durch eine größere Präsenz und Auswahl von Priestern eine zeitunabhängige Möglichkeit (und auch die von den meisten Pönitenten gewünschte Anonymität) gewährt ist. Und es gibt neue Formen von Buße und Versöhnung, die ebenfalls zumeist nicht gemeindlich angebunden sind.

Impulse

Im Blick

  • Gratis S. 28-33

    Ist Sünde erblich?Peccatum originale

    Peccatum originale wird im Deutschen traditionell als Erbsünde, in den letzten Jahrzehnten eher als Ursünde oder Ursprungssünde bezeichnet. Mit jedem dieser Ausdrücke ist dasselbe gemeint. Was hat es mit der Erbsünde auf sich? Wie können wir sie verstehen?

  • Gratis S. 34-36

    Antworten auf eine ProvokationDie Sprache der Kirche

    Um es vorwegzunehmen: Ich habe das Buch von Erik Flügge „Der Jargon der Betroffenheit. Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt“ mit Genuss und an vielen Stellen mit Kopfnicken gelesen und mir an einigen Stellen einige Kollegen und Kolleginnen im pastoralen Dienst vorgestelIt, die beim Lesen des Buchs sicherlich keinen Genuss empfinden.

Inspirierte Seelsorge

Autoren/-innen

Buße & Vergebung

Buße und Vergebung erlauben es denn Menschen, den Blick frei nach vorne zu richten. Auf diesem Weg können Seelsorger unterstützend tätig sein.