Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

  • Plus S. 5-9

    Gaudium et spes: Impuls für eine dynamische KircheKirche: ein kreatives Tätigkeitswort

    Der Prozess des Zweiten Vatikanischen Konzils war davon gekennzeichnet, dass die Kirche zu einem dynamischen Kirchenverständnis aufgebrochen ist. Sie lernte, nicht einfach das schon immer Gewusste („Tradition“) zu repetieren, sondern über sich selber nachzudenken und dies unter den Bedingungen der gesellschaftlichen Herausforderungen und der geschichtlichen Entwicklungsprozesse.

  • Plus S. 11-14

    Die Bedeutung der Konstitution Gaudium et spes für die Zeitgenossenschaft von PastoralChristsein gut und attraktiv organisieren

    Jeder Veränderungsprozess in einer Organisation, und darum auch jeder kirchliche, benötigt konstitutiv eine klar gefasste Selbstwahrnehmung in der gesellschaftlichen Umwelt sowie ein hierauf bezogenes Wissens- und Ressourcenmanagement. Gaudium et spes hat vor 50 Jahren eine neue Selbstwahrnehmung von Kirche eröffnet, die sie gerade unter den Herausforderungen von Veränderungsprozessen handlungs- und planungsfähig macht. Gaudium et spes gibt der Dogmatik die Sprache, um eine Veränderung von Kirche nicht als Verlust, sondern als Artikulation ihrer Identität zu erkennen. Hierin liegt eine wesentliche Bedeutung der Pastoralkonstitution bis heute.

  • Gratis S. 15-18

    Eine Geschichte der katholischen SelbstrelativierungDie Texterstellung von Gaudium et spes

    Die Pastoralkonstitution öffnet eine neue Epoche der Geschichte der katholischen Kirche und ein neues Niveau ihrer Lehrfähigkeit. Eine Weltkirche wird eröffnet, deren Glauben strikt geistesgegenwärtig ist. Nach fünfzig Jahren ist dieses Lehrformat, ‚Pastoral‘ genannt, für das Papsttum leitend geworden, das diese Form von Kirche ja global sichtbar macht. Sie wird von Papst Franziskus nach außen, aber auch nach innen auf die Kirche selbst hin vertreten, was bei Johannes Paul II. noch fehlte.

  • Plus S. 20-23

    Zentrale Aussagen von Gaudium et spesFür eine zukunftsorientierte pastorale Praxis

    Wohl kaum ein Satz des II. Vatikanums wurde und wird so häufig zitiert wie der Beginn der Pastoralkonstitution. Der Blick auf „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute“ (GS 1) markiert einen Paradigmenwechsel. Ein lehramtliches Dokument beginnt nicht mit einer christologischen Formel, mit einer dogmatischen Definition, sondern mit einer fast banalen Feststellung: Kirche und Christentum sind keine Gegenwelt, sondern stehen mitten drin im Leben der Menschen. Diesem programmatischen Einstieg folgen zentrale Weichenstellungen für das Handeln der Kirche in der Welt. Einige sollen im Folgenden kurz benannt werden.

Impulse

Im Blick

  • Plus S. 29-32

    Abschied von der glücklichen FamilieDie „Lindenstraße“

    Die ARD-Kultserie „Lindenstraße“ bezieht ihre Beliebtheit nicht zuletzt daraus, dass sie nah an der Lebenswelt des Zuschauers ist. Dabei werden Happy-End-Erwartungen des Zuschauers jedoch enttäuscht. Die Serie spiegelt gesellschaftliche Umbrüche und Krisen der postmodernen Familie wider und destruiert den Traum von einer „heilen“ (Familien-)Welt.

  • Plus S. 33-35

    Solidarität mit bedrängten Christen im Bistum MainzAktion Lebenszeichen

    „Warum wir als Kinder nicht aus dem Wasserhahn unserer Schule trinken durften? – Ganz einfach, weil wir Christen sind!“ So antwortete ein Religionslehrer in Vallendar einem erstaunten Zuhörer seines Vortrags vor der katholischen Studentenverbindung CV zur Situation der Christen in Pakistan.

Seelsorge in Fülle

Nach-Gedacht

Autoren/-innen