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April 2024

  • Gratis

    2,5 Millionen Euro für Kieler Archäologin Annette Haug

    Prof. Annette Haug

    Wie wirken Bilder? Warum schauen wir sie an? Welche Haltung haben wir gegenüber einem Bild? Professorin Annette Haug wird diesen Fragen nachgehen. Als erste Wissenschaftlerin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat sie einen ERC Advanced Grant eingeworben. Damit fördert der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) erfahrene Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher mit außergewöhnlichen Projekten, die bahnbrechende Erkenntnisse versprechen. „Das ist ein großer Meilenstein für die CAU und meine Forschung“, sagt die Archäologin. Für ihr Projekt „Fragile Bilder“ erhält sie insgesamt 2,5 Millionen Euro für fünf Jahre. Start ist voraussichtlich Anfang 2025.  

  • Milchstraße
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    Die verborgene Rolle der Milchstraße in der altägyptischen Mythologie

    Die alten Ägypter waren für ihren religiösen Glauben und ihr astronomisches Wissen über Sonne, Mond und Planeten bekannt, aber bisher war unklar, welche Rolle die Milchstraße in der ägyptischen Religion und Kultur spielte. Eine neue Studie des Astrophysikers Graur der University of Portsmouth beleuchtet die Beziehung zwischen der Milchstraße und der ägyptischen Himmelsgöttin Nut.

  • Schwarzer Bankettsaal in Pompeji mit Szenen aus dem Trojanischen Krieg
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    Prächtiger Bankettsaal mit Motiven des Trojanischen Kriegs in Pompeji freigelegt

    Neue Ausgrabungen in Pompeji enthüllen einen Bankettsaal mit vom Trojanischen Krieg inspirierten Motiven. Der »schwarze Raum« ist mit einem Mosaikboden versehen und befindet sich in einem ehemaligen Privathaus in der Via di Nola, der längsten Straße des antiken Pompeji. Der Saal ist etwa 15 Meter lang und 6 Meter breit und öffnet sich zu einem Innenhof, der wie ein Serviceflur unter freiem Himmel aussieht, mit einer langen Treppe, die in den ersten Stock führt.

  • Die Ausgrabungen der Altertumskommission für Westfalen in den römischen Anlagen "Am Wiegel" in Haltern am Se
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    125 Jahre archäologische Ausgrabungen in Haltern

    1899 begann die Altertumskommission für Westfalen mit den Ausgrabungen an den römischen Anlagen von Haltern. Nach 125 Jahren kehrt die Kommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) an den Ort ihrer früheren Aktivitäten zurück, um im Rahmen ihrer Jahrestagung am Freitag (19.4.) im LWL-Römermuseum die langjährige Forschungsgeschichte zu würdigen und neue Erkenntnisse zu diskutieren.

  • Die Trypillia-Megasiedlungen Maidanetske in der Zentral-Ukraine
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    Ideal von Freiheit und Gleichheit stimulierte die Entstehung der ältesten Megasiedlungen Europas

    Die Entstehung und der Niedergang von Trypillia-Megasiedlungen in der Waldsteppe nordwestlich des Schwarzen Meeres auf dem Gebiet des heutigen Moldawiens und der Ukraine geben Forschenden Rätsel auf. Wie war es möglich, dass bereits vor 6.000 Jahren auf einer Fläche von etwa 320 Hektar rund 15.000 Einwohnerinnen und Einwohner zusammenlebten? Was führte zum Untergang dieser frühesten Städte Europas? Antworten auf diese Frage gibt die kürzlich veröffentlichte Studie des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1266 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

  • Schatz von Vindelev
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    VIP der Eisenzeit aus Vindelev

    Ein Bauernhof in der kleinen jütländischen Stadt Vindelev beherbergte wahrscheinlich eine sehr wichtige und internationale Persönlichkeit der Eisenzeit. Dies geht aus einer neuen Untersuchung des Vindelev-Schatzes hervor.

  • Biodiversität
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    Menschen können Biodiversität erhöhen

    Die Anwesenheit von Menschen erhöht die Heterogenität und Komplexität von Ökosystemen und wirkt sich oft positiv auf deren Biodiversität aus. Dies zeigt eine archäologische Studie, die verschiedene Fallstudien aus dem Spätpleistozän zusammen trägt.

  • © Jan Bosch, Geowelt Fortuna e. V
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    Neue Kooperation zwischen Geowelt Fortuna e. V. und hessenARCHÄOLOGIE

    Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung zwischen der Geowelt Fortuna e. V., vertreten durch die Vorstandsmitglieder Dr. Tim Schönwetter und Michael Volkwein, und der Abteilung hessenARCHÄOLOGIE am Landesamt für Denkmalpflege Hessen, vertreten durch den Landesarchäologen Prof. Dr. Udo Recker, beginnt für die Betreiber des Besucherbergwerks Grube Fortuna und die hessische Bodendenkmalpflege eine noch engere Kooperation.

  • Henge von Crowland Luftaufnahme
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    Prähistorisches Henge enthüllt jahrhundertealte heilige Stätte in Lincolnshire

    Archäologen der Newcastle University haben in Crowland, Lincolnshire, Beweise für eine sich über Jahrhunderte hinweg entwickelnde heilige Landschaft ausgegraben. Crowland wird heute von den Ruinen seiner mittelalterlichen Abtei dominiert. Die örtliche Überlieferung besagt jedoch, dass sich in der Gegend eine angelsächsische Einsiedelei befand, die dem Heiligen Guthlac gehörte, der im Jahr 714 starb und für sein Leben in Einsamkeit berühmt war, nachdem er als Sohn eines Adligen ein Leben in Reichtum aufgegeben hatte .

  • Hazor
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    Die Besiedlungsgeschichte der eisenzeitlichen Metropole Hazor in Israel

    Die Besiedlungsgeschichte der eisenzeitlichen Metropole Hazor in Israel steht im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Oldenburg. Die Forschenden, unter Leitung des Alttestamentlers und Archäologen Prof. Dr. Benedikt Hensel, wollen ein Gesamtbild der kulturellen und ethnischen Veränderungen entwerfen, die sich am Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit in der Levante abspielten. Sie untersuchen zudem, wie sich im Verlauf dieses Umbruchs die Identität des Volkes Israel herausbildete.

  • Containerlabor
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    Einzigartiges Containerlabor zur Untersuchung historischer Schriftartefakte

    Um wertvolle Manuskripte auf der ganzen Welt zu erforschen, hat das Exzellenzcluster „Understanding Written Artefacts“ an der Universität Hamburg ein mobiles Containerlabor entwickelt. Die insgesamt sieben Container wurden am 7. April 2024 erstmals ins Ausland geschickt. In Indien sollen in den kommenden anderthalb Jahren mit ihrer Hilfe Palmblattmanuskripte untersucht werden, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehören.

  • Wurfholz aus Schöningen unter dem Mikroskop
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    Hölzer aus Schöningen vor 300.000 Jahren raffiniert bearbeitet

    Bei archäologischen Ausgrabungen im Braunkohletagebau Schöningen sorgte ab 1994 die Entdeckung der ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit für internationales Aufsehen. Speere und ein Wurfholz lagen zwischen Tierknochen in ehemaligen Seeuferablagerung etwa zehn Meter unter der Geländeoberfläche. In den Folgejahren lieferten umfangreiche Ausgrabungen nach und nach zahlreiche Hölzer aus der Schicht einer ausgehenden Warmzeit vor 300.000 Jahren. Der Befund sprach für einen Jagdplatz am Seeufer. Nun hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universitäten Göttingen und Reading (Großbritannien) und des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD) erstmals alle Hölzer untersucht. Dabei brachten modernste bildgebende Verfahren wie 3D-Mikroskopie und Mikro-CT-Scanner überraschende Ergebnisse hervor. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

  • Pfahlbauten im Thunersee
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    Bronzezeitliche Pfahlbauten aus dem Thunersee

    Erst seit 2015 sind im Thunersee Reste von Pfahlbauten aus der Bronzezeit bekannt. Die Siedlungsreste sind stark von Erosion bedroht, weshalb die Tauchequipe des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern 2020 und 2024 Rettungsgrabungen durchführt. Eine Auswahl der schönsten Funde ist ab dem 28. März 2024 in der neuen Ausgabe der Ausstellungsreihe «Archäologie aktuell. Berner Funde frisch aus dem Boden» im Bernischen Historischen Museum zu sehen.

  • Archäologischer Tauchgang vor Fourni
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    Byzantinisches Schiffswrack vor Fourni – Ergebnisse der Untersuchungen

    Im September 2023 wurde der achte Forschungsabschnitt der archäologischen Untersuchung des Fourni-Archipels abgeschlossen. Mitglieder der Universität Thessalien und dem Ephorat für maritime Altertümer des Kulturministeriums haben die Forschung durchgeführt. Die Arbeiten konzentrierten sich auf die Ausgrabung eines Schiffswracks aus frühbyzantinischer Zeit (5.-6. Jh. n. Chr.), das in einer der unzugänglichsten Gegenden vor Fourni auf einem steil abfallenden, sandigen Meeresgrund und in einer Tiefe von 43-49 Metern gefunden wurde.

  • Chinesischer Kaiser Wu
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    Dies war das Gesicht von Kaiser Wu aus der Zhou-Dynastie

    Forscher haben die Gesichtszüge des Herrschers anhand der aus seinen Überresten gewonnenen DNA rekonstruiert. Die Studie deutet darauf hin, dass der Tod des Kaisers im Alter von 36 Jahren möglicherweise auf einen Schlaganfall zurückzuführen ist und nicht auf eine Vergiftung, wie einige Archäologen behauptet hatten.

  • Oase Khaybar
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    Riesige, bronzezeitliche Befestigungsanlage um Oase Khaybar in Nordwestarabien entdeckt

    Die Oasen in den Wüsten Nordarabiens wurden bereits im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. von sesshaften Völkern bewohnt. Ein Team von Wissenschaftlern des CNRS und der Royal Commission for AlUla (RCU) hat nun eine Befestigungsanlage um die Oase Khaybar entdeckt. Sie gehört zu den längsten bekannten Anlagen aus dieser Zeit. Diese neue befestigte Oase ist neben der Oase Tayma eine der beiden größten in Saudi-Arabien. Während man zuvor bereits mehrere befestigte Oasen aus der Bronzezeit dokumentiert hatte, wirft diese bedeutende Entdeckung ein völlig neues Licht auf die menschliche Besiedlung Nordwestarabiens und trägt zu einem besseren Verständnis der lokalen sozialen Komplexität in der vorislamischen Zeit bei.

  • Ergebnisse der Ausgrabungen in Bruchköbel vorgestellt
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    Ergebnisse der Ausgrabungen in Bruchköbel vorgestellt

    Bereits 2003 erfolgten erste Ausgrabungen auf dem Gelände „Im Peller“ in Bruchköbel, welche sich durch die Erkenntnisse der jüngeren Untersuchungen 2016/17 ergänzten. Die gesammelten Ergebnisse der durch die hessenARCHÄOLOGIE und die Kreisarchäologie des Main-Kinzig-Kreises begleiteten und durch die SPAU GmbH durchgeführten Grabungen werden bald nicht nur in der wissenschaftlichen Auswertung von Laura Hasenstein zu lesen, sondern auch direkt in Bruchköbel zu betrachten sein. Besonders überraschte die Archäologinnen und Archäologen die Vielzahl der gefundenen Brunnen, deren Menge bis heute Rätsel aufgibt.

März 2024

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    Die Bronzezeit in Alicante

    Ci Ausstellung in Alicante

    Die Bronzezeit ist die erste internationale Epoche der europäischen Vorgeschichte. Während Kupfer vielerorts zu finden war, ist Zinn als weiterer Bestandteil von Bronze nur in wenigen Regionen Europas vorhanden. Der Bedarf an Rohstoffen führte ab der Frühbronzezeit zur Etablierung überregionaler Handelsnetzwerke. Die Kontrolle über Erzlagerstätten, über andere begehrte Materialien und die Transportwege waren wichtige Faktoren bei der Herausbildung von gesellschaftlicher Ungleichheit, Herrschaft und Krieg. Nicht zuletzt wird in dieser Epoche das Schwert erfunden, eine Waffe, die ausschließlich dem Töten von Menschen dient.

  • Grabungsareal Werne
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    Frühmittelalterliche Gehöfte und eisenzeitliche Gräber in Werne

    Archäologen haben im Bellingholz in Werne (Kreis Unna) mehrere mittelalterliche Hofstellen sowie Gräber aus der Eisenzeit gefunden. Eine Voruntersuchung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hatte im Januar 2023 bereits Siedlungsspuren aus dem Frühmittelalter erbracht. Wie sich nun zeigt, befanden sich auf dem Gelände im Mittelalter mehrere Hofstellen, deren Parzellen durch Gräben voneinander getrennt waren. Üblicherweise bildete ein Wohnhaus den Mittelpunkt des Hofs, hinzu kamen mehrere Nebengebäude wie Scheunen, eingetiefte Wirtschaftsgebäude, sogenannte Grubenhäuser) und oft auch noch ein Brunnen.

  • Bestattung  entdeckt bei Full Sutton
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    4500 Jahre alte Bestattung in East Yorkshire entdeckt

    Bei Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Abwasserkanals in der Nähe von Full Sutton wurden eine Bestattung, ein Brandhügel (Burnt mound) und Teile einer römischen Straße entdeckt. Archäologen, die vor der Verlegung des neuen Abwasserkanals auf dem Gelände arbeiteten, entdeckten die drei archäologischen Befunde. Obwohl im Rahmen des Projekts mehrere andere archäologische Bereiche erwartet und erfasst wurden, wird die Analyse der neuen Fundstellen wichtige neue Daten liefern.

  • Wandmalerei in der Mastaba von Daschur
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    Mastaba des Alten Reiches in Dahschur entdeckt

    Der ägyptisch-deutschen archäologischen Mission des DAI ist es gelungen, bei ihren Arbeiten im archäologischen Gebiet Dahschur eine Mastaba aus der Zeit des Alten Reiches freizulegen. Das altägyptische Pyramiden- und Gräberfeld des Alten und Mittleren Reiches liegt etwa 26 km südlich von Gizeh am Westufer des Nils. Es dehnt sich über 3 Kilometer aus und ist bekannt für die Pyramidenanlagen der 4. und 12. bis 13. Dynastie.

  • Reste der römischen Stadtmauer von Narbonne
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    Neue Entdeckungen aus dem Römischen Narbonne

    Seit August 2023 führt das Inrap eine präventive Ausgrabung auf einer Fläche von 3000 m2 am Rande des historischen Zentrums von Narbonne durch und legt ein antikes Viertel frei, das zwischen dem 1. Jh. v. Chr. und dem 4. Jh. n. Chr. der Lagerung und dem Handel mit Waren diente. Neben Lagerhäusern wurde vor allem ein Abschnitt der Stadtmauer aus der Römischen Kaiserzeit ausgegraben. Narbonne war die erste römische Kolonie außerhalb Italiens und wurde um 118 v. Chr. im damaligen Gallien als Colonia Narbo Martius errichtet.

  • Tlatelolco Kinderbegräbnis
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    Tlatelolco – Vorspanische Kanalnetze und Anlegestelle belegen maritime Umgebung

    Die antike Stadt Mexiko-Tlatelolco bestand aus 19 Vierteln und verfügte über ein komplexes Wasserversorgungssystem, wie die jüngste Entdeckung von Kanalnetzen und einer Anlegestelle zeigt. Seit Ende September 2023 arbeitet das INAH im Viertel San Simón Tolnáhuac. Hier soll ein Wohnkomplex entstehen. Tlatelolco, heute ein Stadtteil von Mexiko-Stadt, war ursprünglich ein eigenständiger Stadtstaat im präkolumbischen Mesoamerika, der auf einer Insel im Texcoco-See lag. Im Jahre 1473 wurde er jedoch von Axayacatl, dem Herrscher des benachbarten Tenochtitlán, erobert und von der Aztekenmetropole vereinnahmt

  • Vulkanausbruch auf Santorini schuf die typischen Caldera-Wände
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    Wissenschaftler belegen Vulkanausbruch im Jahr 726 n. Chr. auf Santorini

    Santorini zählt zu den am besten erforschten Vulkanarchipelen weltweit. Ein internationales Team von Wissenschaftler unter der Co-Leitung von Dr. Steffen Kutterolf vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel hat erstmals Beweise für einen historischen submarinen Vulkanausbruch des Kameni-Vulkans auf Santorini gefunden. In ihrem in der Zeitschrift Nature Geoscience erscheinenden Aufsatz beschreiben die Forschenden neu entdeckte Bims- und Ascheablagerungen, die historische Aufzeichnungen über einen Unterwasserausbruch im Jahr 726 n. Chr. verifizieren.

  • Antike Baustelle in Pompeji
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    Eine antike Baustelle in Pompeji

    Die laufenden Ausgrabungen im Archäologischen Park von Pompeji bringen neue Erkenntnisse über das römische Bauwesen ans Licht. In den Räumen der antiken Domus, die die archäologischen Ausgrabungen in Regio IX, Insula 10, ans Tageslicht bringen, sind wichtige Zeugnisse einer in voller Aktivität befindlichen Baustelle wieder aufgetaucht. Es handelt sich um Arbeitswerkzeuge, aufgeschichtete Tuffsteinfliesen und -ziegel sowie Kalkhaufen.

  • Archäologie mit Spektroskopie
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    Die Zukunft der Erforschung der Vergangenheit in der Archäologie

    Neue Technologien und Digitalisierung verändern die Archäologie. Neben den klassischen Methoden ihrer Disziplin verwenden Archäologen heute zunehmend Technologie, um die Spuren der Vergangenheit zu entdecken und lesbar zu machen. Die HTW Dresden unterstützt diese Entwicklung mit der Einrichtung des internationalen Masterstudiengangs „Computer and Geoscience in Archaeology“.

  • Weser-Ems-Region, Übergabe Fundstücke
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    Seltene Funde der Weser-Ems-Region aus der Zeit des Neandertalers

    Obwohl die Weser-Ems-Region während der letzten Eiszeit eisfrei war, fehlten lange die Nachweise, dass Neandertaler hier lebten. Bisher befanden sich erst drei Steingeräte der mittleren Altsteinzeit in der Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg. Mit der Schenkung einer Privatsammlung erhält das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg nun zusätzlich rund 300 bedeutende paläontologische und archäologische Funde aus dieser Zeit. Die betreffenden Objekte wurden in einem Zeitraum von 10 Jahren in einer Sandgrube bei Gildehaus in der Grafschaft Bad Bentheim aufgesammelt. Neben den Steinwerkzeugen des Neandertalers sind Knochen von Höhlenlöwe und Wassermaulwurf die Highlights der Sammlung.

  • Ausgrabung der Kanus vor La Marmotte
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    Die ersten neolithischen Kanus im Mittelmeer

    Nach einer aktuellen einer Studie befuhren Menschen vor mehr als 7.000 Jahren das Mittelmeer mit technologisch hochentwickelten Booten. Viele der wichtigsten Zivilisationen Europas entstanden an den Küsten des Mittelmeers. Während des Neolithikums reisten und handelten Gemeinschaften eindeutig über das Wasser, was durch Wasserfahrzeuge in den archäologischen Aufzeichnungen und das Vorhandensein von Siedlungen an Küsten und Inseln belegt wird. In dieser Studie liefern Juan F. Gibaja und seine Kollegen neue Einblicke in die Technikgeschichte der Seefahrt durch die Analyse von Kanus im neolithischen Seeuferdorf La Marmotta in der Nähe von Rom.

  • Fragmente Gehirne
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    Oxford-Forscher legen bemerkenswertes Archiv alter menschlicher Gehirne frei

    Eine neue Studie stellt die bisherige Meinung in Frage, dass die Erhaltung von Gehirnen in archäologischen Aufzeichnungen extrem selten ist. Das Team führte die bisher umfangreichste Untersuchung der weltweiten archäologischen Literatur über erhaltene menschliche Gehirne durch. Und es hat ein Archiv zusammengestellt, das die Zahl der bisher erfassten Gehirne um das 20-fache übersteigt.

  • Beil aus Kupfer von Ötzi
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    Kupfer zwischen Toskana und den Alpen

    Einem Forschungsteam der Universität Padua gelang es in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Archäologiemuseum, die verschiedenen Phasen der Kupferproduktion und -verbreitung in Italien im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. zu definieren. Die Studie bedeutet einen wichtigen Puzzlestein in der europäischen Geschichte der Archäometallurgie, weil die die Herkunft des Kupferbeils von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, und die prähistorische Gewinnung von Kupfer im Alpenraum nun in einem internationalen Kontext verstanden werden kann.

  • Ausgrabung Eulenberg bei Magdeburg
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    Totenhütten und Wagengrab. Archäologen entdecken jungsteinzeitliche Begräbnislandschaft auf dem Eulenberg bei Magdeburg

    Seit dem Jahr 2023 untersuchen Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt auf dem Eulenberg bei Magdeburg große Flächen im Vorfeld der Ansiedlung des US-Chipherstellers Intel. Aufgedeckt wurde nun eine komplexe jungsteinzeitliche Begräbnislandschaft. Zwei etwa 6000 Jahre alte monumentale und ehemals überhügelte Totenhütten, die jeweils mehrere Bestattungen enthielten, lagen in 200 m Entfernung zueinander. Die Landschaft blieb für die vorgeschichtlichen Menschen offenbar wichtig. Rund 1000 Jahre später wurde der dazwischen liegende Korridor als Prozessionsweg genutzt, an dem Rinder niedergelegt und auch Menschen bestattet wurden.

  • Nachweis von Mobilität durch DNA aus Nekropolen wie auf der Isola Sacra
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    3.000 Jahre alte DNA zeigt gewaltige Mobilität im Römischen Reich

    Um Mobilität und Interaktion vor tausenden von Jahren zu verstehen, waren Wissenschaftler bis dato vor allem auf archäologische und historische Daten angewiesen. Nun erlaubt die Analyse der DNA tausender Individuen aus der Antike spektakuläre neue Einblicke in diese Epoche. Die Daten zeigen etwa, wie vielfältig die Bevölkerung vieler Gebiete des Römischen Reichs waren: Mindestens 8 % der in die Studie einbezogenen Personen stammten ursprünglich nicht aus dem Gebiet Europas, Afrikas oder Asiens, in dem sie begraben wurden. Ron Pinhasi von der Universität Wien war als Co-Leiter an der Studie beteiligt, die im Fachmagazin elife publiziert wurde.

  • Villa Floridiana
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    Neue Entdeckungen in der Villa Floridiana, Neapel

    Wichtige archäologische Entdeckungen haben Forscher kürzlich bei der Reinigung der „Grotte a finte rovine“ der Villa Floridiana im Stadtteil Vomero in Neapel gemacht. Die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Höhlen waren Gegenstand des Forschungsprojekts NesIS (Neapolis Information System), das darauf abzielt, eine archäologische Karte der Bezirke im Westen Neapels zu erstellen und das Vorhandensein bereits vorhandener römischer Überreste in diesem Gebiet zu überprüfen.

  • Evolution der Fettleber
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    Hatte schon der Neandertaler eine Fettleber?

    Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universitätskliniken Würzburg (UKW) und Homburg (UKS) und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA) in Leipzig ermöglicht wichtige neue Einblicke in die evolutionären Grundlagen menschlicher Stoffwechselerkrankungen. Die relevanteste Genvariante, die für Fettlebererkrankungen verantwortlich ist, stammt aus der Zeit vor der Abspaltung vom Neandertaler. In alten Genomen dieser archaischen Menschen lag die Häufigkeit der Variante des PNPLA3-Gens bei 100 Prozent, möglicherweise aufgrund von Vorteilen bei der Kälteanpassung.

  • Scheibenfibel der Merowingerzeit
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    Prachtvolles Schmuckstück der Merowingerzeit

    Aus Thüringen liegen bislang nur wenige prunkvolle silbertauschierte Schmuckstücke der Merowingerzeit vor. Sie stammen in der Regel aus reich ausgestatteten Gräbern. Umso spannender war die Fundmeldung eines ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegers an das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) über eine Scheibenfibel, die oberflächennah in der Flur Hardisleben. Lkr. Sömmerda geborgen wurde. Das Zierscheibe hat einen Durchmesser von 6 cm, das Stück wiegt rund 115 g. Die stark korrodierte Oberfläche ließ keine Verzierung erkennen, das Röntgenbild dagegen zeigte ein filigranes Tierstilornament, das in den Restaurierungswerkstätten des Landesamtes akribisch freigelegt wurde.

  • Luftbild nach der Freilegung des Turmfundaments mit Ansatz der Stadtmauer von Römhild
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    Rundturm der Stadtbefestigung Römhild aufgedeckt

    Straßen- und Kanalbauarbeiten in der Stephans-Kloster-Gasse in Römhild, Lkr. Hildburghausen, erforderten 2023 eine archäologische Begleitung durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA). Die Gasse befindet sich am südwestlichen Rand der Altstadt und verläuft über eine längere Strecke parallel zur obertägig erhaltenen Stadtmauer. Ein kurzer Abschnitt der Stadtmauer nahe der aktuellen Untersuchungsfläche war 2022 eingestürzt, im Hinblick auf die Standfestigkeit des Baugrundes befundet und anschließend erneuert worden. Die Arbeiten waren archäologisch begleitet worden und erbrachten den Nachweis eines deutlich verbreiterten Fundaments der obertägig kaum einen Meter breiten Stadtmauer. Bereits 2015 hat man an der südwestlichen Ecke der Stephans-Kloster-Gasse die Fundamente eines in einer Karte aus dem 18. Jh. verzeichneten Baukörpers aufgedeckt. Dessen Größe und Funktion konnte man seinerzeit nicht klären.

  • Taufbecken der Ottonen in Quedlingburg
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    Taufe der Ottonen

    Mit ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte sind die Bauten auf dem Stiftsberg zu Quedlinburg weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus von erheblicher Bedeutung, wie nicht zuletzt ihr Status als Weltkulturerbe der UNESCO belegt. Bei aktuellen archäologischen Untersuchungen in der Krypta der Stiftskirche konnten Forscher den Standort eines Taufbeckens identifizieren. Bei diesem handelt es sich nicht nur um den ältesten Nachweis eines vierpassförmigen Taufbeckens nördlich der Alpen, sondern auch sehr wahrscheinlich um den Ort, an dem verschiedene namhafte Mitglieder des Herrschergeschlechtes der Ottonen das Sakrament der Taufe empfingen.

  • Grabbeigaben Panama
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    Antikes Grab mit prächtigen Beigaben aus Gold in Panama entdeckt

    Im archäologischen Park El Caño, Panama, haben Wissenschaftler eine Grabstätte mit reichen Beigaben aus Gold gefunden. Sie datiert in die vorspanische Zeit der Coclé-Kultur, die zwischen 500 und 1000n Chr. ihre Blütezeit hatte. Der Fundort, Sitio El Caño, war eine Begräbnisstätte, die um 700 n. Chr. errichtet und um 1000 n. Chr. aufgegeben wurde. Neben den bekannten Monolithen enthielt die Stätte einen Friedhof und einen Zeremonialbereich mit Holzgebäuden.

  • Höhle des Homo Sapiens in Südafrika
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    Archäologen erforschen Einfallsreichtum des Homo Sapiens

    Archäologen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) untersuchen gemeinsam mit einem internationalen Expertenteam eine entscheidende Phase in der kulturellen Evolution des Menschen in Südafrika. Erstmalig unter österreichisch-südafrikanischer Leitung findet dazu eine archäologische Grabung in der Rose Cottage Cave statt. Die bisherigen Funde deuten auf einen Homo sapiens mit komplexen kognitiven Fähigkeiten, entsprechend denen des modernen Menschen. Im Vergleich mit zwei anderen Fundstellen soll nun geklärt werden, welche frühen technologischen Errungenschaften auftreten und welche Veränderungen diese Innovationen in den Verhaltensweisen steinzeitlicher Menschen bewirkten.

  • Steinwerkzeuge aus Korolevo Ukraine
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    Der Weg nach Europa führte die ersten Menschen vor 1,4 Millionen Jahren in die heutige Ukraine

    Die älteste menschliche Besiedlung Europas liegt in der Nähe der Stadt Korolevo im Westen der Ukraine. Neue Erkenntnisse eines internationalen Teams unter Leitung der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und mit maßgeblicher Beteiligung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) bestätigen, dass Steinwerkzeuge, die in der untersten und damit ältesten Ausgrabungsschicht in Korolevo gefunden wurden, 1,4 Millionen Jahre alt sind. Bisher ging man davon aus, dass Atapuerca in Spanien der früheste bewohnte Ort in Europa sei, doch die Korolevo-Funde sind etwa zwei- bis dreihunderttausend Jahre älter. Die jüngst in der Fachzeitschrift Nature (DOI: 10.1038/s41586-024-07151-3) veröffentlichten Ergebnisse zeigen auch, dass die frühen Hominiden die warmen Zwischeneiszeiten nutzten, um Europa von Osten oder Südosten her zu besiedeln.

  • Rabana-Merquly
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    Rabana-Merquly: War die Bergbefestigung auch ein Heiligtum der Partherzeit?

    Die antike Bergsiedlung von Rabana-Merquly im heutigen Irakisch-Kurdistan könnte neben einer Festung mit militärischer Nutzung auch ein „Heiligtum“ gewesen sein, gewidmet der altpersischen Wassergöttin Anahita. Architektonische Strukturen in direkter Umgebung eines natürlichen Wasserfalls in Verbindung mit Überresten eines möglichen Feueraltars lassen auf die Existenz einer Kultstätte schließen, so Dr. Michael Brown. Der Wissenschaftler vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Universität Heidelberg hat dort mehrjährige Grabungen geleitet.

  • Astrolabium von Verona
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    Das Astrolabium von Verona

    Die Entdeckung eines äußerst seltenen Astrolabiums offenbart eine komplexe Geschichte des islamisch-jüdischen wissenschaftlichen Austauschs.

  • Zypern hellenistischer Grabkomplex
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    Verschollene Gräber und Steinbrüche auf britischem Militärstützpunkt auf Zypern wiederentdeckt

    Mehr als vierzig archäologische Stätten in Dhekelia auf Zypern, die möglicherweise bis in die Bronzezeit zurückreichen und als verschollen galten, wurden von Wissenschaftlern der Universität Leicester im Auftrag des Verteidigungsministeriums wiederentdeckt. Dhekelia liegt etwa 30 km südöstlich von Nikosia und 80 km nordöstlich der Western Sovereign Base Area (WSBA) in Akrotiri, wo die Universität von Leicester seit 2015 arbeitet.