Aktuell

Juli 2026

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    Neue eisenzeitliche Hofstellen bei Minden entdeckt

    Neue eisenzeitliche Hofstellen bei Minden entdeckt

    In Minden-Päpinghausen haben Archäologen einen umfangreichen Siedlungsplatz der vorrömischen Eisenzeit untersucht und mindestens zwei, vermutlich sogar drei Hofstellen freigelegt. Die rund 2.500 Jahre alten Befunde liefern wichtige Erkenntnisse zur Besiedlung des Mindener Raums und deuten auf eine zeitgleiche Nutzung mit der nahe gelegenen Wittekindsburg hin.

  • Esparto-Sandalen aus Riotinto: Seltene Funde belegen jahrhundertelange Tradition im antiken Bergbau Spaniens
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    Esparto-Sandalen aus Riotinto: Seltene Funde belegen jahrhundertelange Tradition im antiken Bergbau Spaniens

    Archäologen der Universität Granada haben acht zwischen 2.000 und 2.400 Jahre alte Sandalensohlen aus Esparto-Gras untersucht, die in der antiken Bergbaustätte Urium im heutigen Riotinto entdeckt wurden. Die Funde belegen, dass dieser Schuhtyp vom Zeitraum der Eisenzeit bis in die Römerzeit genutzt wurde. Dank außergewöhnlicher Erhaltungsbedingungen liefern die seltenen Pflanzenfaserartefakte neue Erkenntnisse über Handwerk, Arbeitsalltag und materielle Kultur in den Bergwerken des antiken Hispania.

  • Archäologische Grabung beleuchtet Entwicklung des eindrucksvollen Loburger Burghügels
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    Archäologische Grabung beleuchtet Entwicklung des eindrucksvollen Loburger Burghügels

    Neue archäologische Untersuchungen am Loburger Burghügel liefern Hinweise auf eine kontinuierliche Nutzung seit dem 9./10. Jahrhundert sowie auf tiefgreifende Umbauten der Befestigungsanlage im Hochmittelalter. Die Befunde verdeutlichen die Entwicklung von einer frühen Siedlung zu einer komplexen Burgstruktur in einer slawisch geprägten Grenzregion.

  • 82 Grubenhäuser und Textilhandwerk: Großes Produktionszentrum der Wikingerzeit nahe Aarhus entdeckt
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    82 Grubenhäuser und Textilhandwerk: Großes Produktionszentrum der Wikingerzeit nahe Aarhus entdeckt

    Neue Ausgrabungen in Søften nördlich von Aarhus offenbaren eine außergewöhnlich große Siedlung der Wikingerzeit mit deutlichen Hinweisen auf spezialisierte Produktion. Zahlreiche Grubenhäuser, Spuren der Flachsverarbeitung sowie Funde aus Handwerk und Handel deuten auf ein zentral organisiertes Wirtschaftsareal hin, das eng mit dem Aufstieg der Handelsstadt Aros verbunden gewesen sein könnte.

  • Marina Al-Alamein: Archäologen entdecken 18 bislang unbekannte Gräber in antiker ägyptischer Küstenstadt
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    Marina Al-Alamein: Archäologen entdecken 18 bislang unbekannte Gräber in antiker ägyptischer Küstenstadt

    In der antiken Stadt Marina Al-Alamein an Ägyptens Mittelmeerküste haben Archäologen 18 bislang unbekannte Gräber sowie zahlreiche außergewöhnliche Fundstücke freigelegt. Die Entdeckungen liefern neue Erkenntnisse über die Bestattungssitten, die soziale Struktur und die kulturellen Einflüsse in der Siedlung während der hellenistischen und römischen Zeit. Mit inzwischen 44 dokumentierten Gräbern zählt die Stätte zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen antiken Küstensiedlungen des östlichen Mittelmeerraums.

  • Hannibals Alpenüberquerung: Studie liefert neue Hinweise auf die Route über den Col de la Traversette
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    Hannibals Alpenüberquerung: Studie liefert neue Hinweise auf die Route über den Col de la Traversette

    Eine neue Studie legt nahe, dass Hannibal seine Armee im Jahr 218 v. Chr. über den Col de la Traversette durch die Alpen führte. Mithilfe bioenergetischer Modelle berechneten Forscher den Energieaufwand verschiedener Alpenrouten und kommen zu dem Ergebnis, dass die Traversette-Route für Soldaten, Pferde und Kriegselefanten die effizienteste Option gewesen wäre. Die Untersuchung liefert damit neue Argumente in einer seit Jahrhunderten geführten Debatte der historischen und archäologischen Forschung.

  • Neandertaler in Norddeutschland: Funde von Ochtmissen belegen Besiedlung während der Eiszeit
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    Neandertaler in Norddeutschland: Funde von Ochtmissen belegen Besiedlung während der Eiszeit

    Neue Analysen einer neandertalerzeitlichen Fundstelle bei Ochtmissen nahe Lüneburg liefern wichtige Erkenntnisse zur Besiedlung Norddeutschlands während der letzten Eiszeit. Mehr als 500 Feuersteinartefakte, darunter 44 Faustkeile und Keilmesser, belegen die Anwesenheit von Neandertalern vor rund 70.000 Jahren. Die Funde zeigen, dass die Region auch in einer Phase großer Kälte genutzt wurde und werfen neues Licht auf die Anpassungsfähigkeit dieser Menschenform.

  • Genomanalysen entschlüsseln die familiären Netzwerke skythischer Eliten
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    Genomanalysen entschlüsseln die familiären Netzwerke skythischer Eliten

    Eine umfassende Analyse alter DNA aus der eurasischen Steppe liefert neue Hinweise auf die sozialen Strukturen der Skythen und Saken. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass politischer Einfluss und hoher gesellschaftlicher Status innerhalb weit verzweigter Familiennetzwerke weitergegeben wurden.

  • Erste Grabungsergebnisse bestätigen die frühe Bleigewinnung an einem römisch-kaiserzeitlichen Verhüttungsplatz bei Brilon
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    Erste Grabungsergebnisse bestätigen die frühe Bleigewinnung an einem römisch-kaiserzeitlichen Verhüttungsplatz bei Brilon

    Archäologie-Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben bei einer knapp zweiwöchigen Grabungskampagne im Juni neue Erkenntnisse gewonnen: Auf einem Höhenzug des Rothaargebirges nahe Brilon (Hochsauerlandkreis) legten sie eine bislang in Südwestfalen einzigartige, 2.000 Jahre alte Verarbeitungsstelle für Blei frei. Damit gelingt der archäologische Nachweis für eine frühe metallurgische Kette, die für das Sauerland bislang noch weitgehend unerforscht ist.

  • Bronzezeitliche Felszeichnungen belegen weitreichende maritime Netzwerke in Europa
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    Bronzezeitliche Felszeichnungen belegen weitreichende maritime Netzwerke in Europa

    Neue Analysen bronzezeitlicher Felszeichnungen von der Iberischen Halbinsel und aus Skandinavien weisen auf weitreichende maritime Verbindungen in Europa hin. Gemeinsamkeiten in der Darstellung von Booten und religiösen Symbolen sprechen dafür, dass Ideen, Technologien und kulturelle Vorstellungen über große Entfernungen hinweg ausgetauscht wurden. Die Ergebnisse zeichnen das Bild eng vernetzter Küstengemeinschaften, die durch die Seefahrt miteinander verbunden waren.

Juni 2026

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    7000 Jahre Umweltgeschichte: Sedimentkerne zeigen den Einfluss des Menschen auf die Pflanzenvielfalt

    7000 Jahre Umweltgeschichte: Sedimentkerne zeigen den Einfluss des Menschen auf die Pflanzenvielfalt

    Eine neue Studie rekonstruiert anhand von Sedimentbohrkernen aus drei Schweizer Seen die Entwicklung der Pflanzenvielfalt im Schweizer Mittelland über einen Zeitraum von 7000 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass die traditionelle Landwirtschaft die Artenvielfalt über Jahrtausende hinweg förderte. Erst mit der Intensivierung der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert setzte ein deutlicher Rückgang ein. Darüber hinaus belegen die Daten, dass historische Krisenzeiten wie das Ende des Römischen Reichs und die Pestwellen des Mittelalters auch ökologische Folgen hatten und zu einer vorübergehenden Abnahme der Pflanzenvielfalt führten.

  • Neue Erkenntnisse zur Frühgeschichte Süditaliens: SIRIS-Project entdeckt archaische Befestigungen und außergewöhnliche Votivfunde
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    Neue Erkenntnisse zur Frühgeschichte Süditaliens: SIRIS-Project entdeckt archaische Befestigungen und außergewöhnliche Votivfunde

    Neue Ausgrabungen des internationalen SIRIS-Project in Policoro liefern wichtige Erkenntnisse zur Frühgeschichte Süditaliens. Erstmals konnte ein bislang unbekanntes Verteidigungssystem aus ungebrannten Lehmziegeln nachgewiesen werden, das noch vor der Gründung von Herakleia entstand. Zudem brachten die Forschungen im archaischen Demeter-Heiligtum neue Votivdepots mit eisernen Obeloi ans Licht und erweitern damit das Wissen über Siedlungsentwicklung, Kultpraxis und soziale Strukturen der griechischen Kolonien im westlichen Mittelmeerraum.