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Anzeige: Ein Jahr zum Vergessen

Über diese Ausgabe

Editorial

Artikel

  • Plus S. 403-412

    Vielfältige LiebespaareEin Verbot von Segnungen rettet nicht das Ehesakrament

    Anstatt kirchliche Segensfeiern für Liebespaare zu verbieten, sollte sich die Kirche bemühen, wieder verstehbar zu machen, worum es ihr beim Ehesakrament geht – und was es von einer Segnungsfeier als Lebenswendenritual unterscheidet. Paul Zulehner findet, dass einer kirchlichen Segnungsfeier „für die vielfältigen Liebespaare“ nichts im Weg steht. Der Autor ist emeritierter Professor für Pastoraltheologie in Wien.

  • Plus S. 413-422

    Veranderte IdentitätZwischen Selbstvergewisserung und Bezogenheit

    Die Begriffe „Identität“ und „identitär“ sind im Trend. Immer wieder kochen Debatten rund um Nationalität, Geschlecht, Hautfarbe und anderen Merkmalen von Menschen auf, mit denen man sich vielleicht identifiziert oder von denen man sich abgrenzt. Eckhard Frick SJ klärt die Begrifflichkeiten aus sprachhistorischer und vor allem aus psychologischer Sicht. Der Autor ist Psychiater und Psychoanalytiker und lehrt anthropologische Psychologie an der Hochschule für Philosophie in München.

  • Plus S. 425-433

    "Europa, finde zu dir selbst!"(Re-)Visionen europäischer Theologie

    Um neu zu erstarken, muss Europa im Blick auf seine Wurzeln und Ideale die eigene Identität wiederfinden, sie aber auch selbstkritisch weiterentwickeln. Alexander Merkl greift den Appell Papst Franziskus‘ auf: „Es braucht Gedächtnis, Mut und eine gesunde menschliche Zukunftsvision.“ Merkl ist Juniorprofessor für Theologische Ethik an der Universität Hildesheim.

  • Gratis S. 435-441

    ProphetHans Küng (19.3.1928 - 6.4.2021)

    Mit Hans Küng verlor die moderne Theologie Anfang April einen ihrer wichtigsten Denker. Bekannt ist der Schweizer Priester und Theologe für seinen Konflikt um die Unfehlbarkeit des Papstes, der zum Entzug der Lehrerlaubnis führte. Küng war aber kein Gegner der römisch-katholischen Kirche, sondern ein unangenehmer „Prophet“, wie Wolfgang Beinert schreibt. Der Autor skizziert Küngs theologische Entwicklung anhand von dessen Biografie. Er ist emeritierter Professor der Universität Regensburg, wo er Joseph Ratzinger auf den Lehrstuhl für Dogmatik gefolgt war.

  • Plus S. 447-460

    Wie funktioniert Naturwissenschaft?

    Folgt unsere Welt einem geregelten „Tanz der Materie“? Lässt sich Magie in die Leer-stellen persönlicher und wissenschaftlicher Erkenntnis hineindeuten? Die Autoren gehen grundlegenden Fragen naturwissenschaftlichen Denkens nach und verdeutlichen anhand anschaulicher Beispiele, was unklare Begriffe wie „Plausibilität“ in der Naturwissenschaft bedeuten, was „Empirie“ ist und was die naturwissenschaftliche Methode für unsere Sicht der Welt bewirkt. Auf diese Weise entzaubern sie die Argumente von Pseudo- und Anti-Wissenschaftlern und verteidigen die Naturwissenschaften gegen Missbrauch. Hemminger ist Biologe und Psychologe – vor seinem Ruhestand beriet er zuletzt die Evangelische Kirche in Fragen um Religionspsychologie und Sekten. Beyer ist Professor für Molekulare Biologie an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen.

  • Plus S. 461-471

    Lothar König SJDer unbekannte Widerstandskämpfer

    Lothar König SJ begriff den Widerstand gegen das NS-Regime schon frühzeitig nicht nur als Selbstschutz, sondern vielmehr als Kampf für die allgemeinen Menschenrechte. Obwohl er politisch und kirchlich bestens vernetzt war, gelang es ihm über lange Zeit, nicht von der Gestapo enttarnt zu werden. Hans Wiedmeyer, Lehrer und Kirchengeschichtler in Pullach, zeichnet die bewegte Geschichte des Widerstandskämpfers nach, der noch immer im Schatten seiner Mitbrüder Alfred Delp SJ und Augustin Rösch SJ steht. Das Berchmanskolleg der Jesuiten – seit den Siebzigerjahren in München und zuvor in Pullach – spielt dabei eine Schlüsselrolle.

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Autoren/-innen