Vorlesen ist ein kindliches Grundbedürfnis

Kleinstkinder in Kita und Tagespflege, Editorial
© Harald Neumann, Freiburg

Den Januar assoziieren wir mit geborgenen Momenten, in denen in kuschliger Runde Bücher gelesen und betrachtet werden. Und vielleicht lagen auch bei den jüngsten Kindern einige Bilderbücher unterm Weihnachtsbaum, die es nun zu entdecken gilt und die ihnen im besten Falle vorgelesen werden. Denn ein zentrales Ergebnis der Vorlesestudie 2021 (s. S. 5) ist: Kinder haben Spaß am Vorlesen, aber auch ein Bedürfnis nach Nähe und Wissen.

Für die Studie wurden erstmals bundesweit 507 pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen befragt, denn Kitas sind neben dem Elternhaus der zweite zentrale Vorleseort für Kinder. Das Ergebnis: In neun von zehn Kitas bekommen die Mädchen und Jungen mindestens einmal am Tag etwas vorgelesen und bei vielen ist das Vorlesen ein festes Ritual im Tagesablauf. Ernüchternd hingegen ist die Tatsache, dass 41 Prozent der Befragten davon berichten, dass bei überdurchschnittlich vielen Kindern im Elternhaus wenig bis gar nicht vorgelesen wird. Hierbei vermuten 95 Prozent der Fachkräfte, dass „zu Hause vor allem digitale Medien oder Fernsehen genutzt werden“. Zudem geben mehr als zwei Drittel an, dass die Eltern zu wenig Zeit oder keine Lust zum Vorlesen haben.

Wie gut, dass sich die Jüngsten auch in diesem so wichtigen Bildungsbereich auf Sie verlassen können! Um Sie bei vielen Leserunden zu unterstützen, beginnen wir das neue Jahr mit einem Fachthema zum Dialogischen Lesen und ergänzen dieses durch direkt umsetzbare Praxisimpulse.

Herzliche Grüße & bleiben Sie bitte gesund!

Ihre Ulrike Fetzer

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