Kleinstkinder beobachten KleinsttiereEin Heim für Kellerasseln

Sie hausen an dunklen Orten, in Ritzen und unter Steinen – Kellerasseln. Ans Licht geholt, können Kleinstkinder die Krebstiere in einem temporären Asselheim gut beobachten.

Ein Heim für Kellerasseln
© MCCAIG – iStock

Tiere begegnen vielen Kindern hauptsächlich im Bilderbuch, der hautnahe Kontakt zu Bauernhof-, Haus- oder Kleintieren ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Dabei finden sich in ihrem direktem Umfeld einige Gelegenheiten, Tieren zu begegnen. Nicht zuletzt Krabbeltiere und Würmer aller Art bevölkern Land und Stadt. Bei der Suche im Garten werden die Kinder besonders auf grau gepanzerte, vielbeinige Kellerasseln treffen, die sich bevorzugt unter Steinen und Töpfen, in Laub und Erde verstecken. Um sie eine Weile zu beobachten, bauen die Kinder ihnen ein vorübergehendes Heim.

Asselheim

Benötigte Materialien:

  • große Speiseeis-Box mit Deckel
  • Dosenlocher
  • Erde
  • Blumenspritze
  • Steine und Holzstücke
  • rohe Kartoffel und Blätter
  • 20 Asseln

So wird’s gemacht:

Geben Sie eine Schicht Erde auf den Boden einer großen Speiseeis-Box. Legen Sie darauf flache Steine und Holzstücke, um den Tieren Verstecke zu bieten – am besten eignen sich die Materialien, unter denen die Kinder die Asseln entdeckt haben. Etwa 20 Bewohner passen in das Asselheim. Zeigen Sie den Kindern, wie man die Tiere umsiedelt, ohne sie zu verletzen, bspw. indem man sie auf ein Blatt Papier krabbeln lässt.
Sorgen Sie durch maßvollen Einsatz der Blumenspritze für einen leicht angefeuchteten Boden im Asselheim. Als Futter mögen die neuen Bewohner ungekochte Kartoffelstückchen und Blätter. Stechen Sie mit einem Dosenlocher viele Luftlöcher in den Deckel – so können die Kinder die Box schließen, ohne um das Überleben der Krabbeltiere fürchten zu müssen. Trotz guter Lebensbedingungen sollten Sie die Asseln nach ein paar Tagen, spätestens vor dem Wochenende, wieder freilassen.

Raupe, Käfer & Co.

Neben Kellerasseln bewohnen auch viele andere Kleintiere den Garten, z. B. Ameisen, Käfer und Tausendfüßler. Auch diese lassen sich im Asselheim vorübergehend beherbergen und inspizieren. Verwenden Sie für Raupen anstelle der Box ein großes Einmachglas und befördern Sie die Tiere mitsamt dem Blatt und Zweig, auf dem sie sitzen, in dieses hinein.
Ermuntern Sie die Kinder, sich eine Assel oder eine Raupe auf die Hand zu setzen – wie seltsam, das Krabbeln und Kitzeln, das Ringeln und Kringeln zu spüren und zu betrachten! Wie bewegen sich die Tiere fort? Wie flink sind die Beine, wie krümmt sich der Körper, wie tasten die Fühler? Lassen Sie die Kinder zum Ausdruck bringen, was sie beobachten und empfinden. Indem sich die Kinder im Freien auf die Suche nach den kleinen Naturbewohnern begeben, diese hautnah erleben und eine Zeitlang umsorgen, schulen sie ihr Wissen über die Tiere und ihren Platz in der Natur. Außerdem lernen sie, den Tieren mit Neugier statt mit Scheu zu begegnen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.
Vermitteln Sie den Kindern insbesondere einen behutsamen Umgang mit Tieren: Sie können diese auflesen, auf der Haut spüren und beobachten, sie mit Nahrung und einer naturgetreuen Umgebung versorgen – um am Ende festzustellen, dass es das Beste ist, sie wieder in ihren natürlichen Lebensraum zu entlassen.  

Kleinstkinder-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen Kleinstkinder-Newsletter abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.