Durch den Kita-Alltag mit einer TageszeitenuhrWer hat an der Uhr gedreht?

Im zweiten Teil unserer Serie zu den Mikrotransitionen stellen wir Ihnen die Tageszeitenuhr vor.

Wer hat an der Uhr gedreht?
© Harald Neumann, Freiburg

Die Tageszeitenuhr ist eine praxiserprobte Möglichkeit, die kleinen Übergänge im Kita-Alltag zu begleiten. Grundlage ist eine große Uhr aus Pappe, die anstelle von Ziffern Fotos der täglich wiederkehrenden Tätigkeiten in Kita oder Tagespflege aufweist. Die Fotos sind einfach und anschaulich gestaltet; entweder sie zeigen symbolhafte Motive oder plakative Situationen: Das Mittagessen wird bspw. durch Teller, Löffel und Glas, das Schlafen durch ein schlafendes Kind im Bett dargestellt. Mithilfe solcher Bilder können schon die Jüngsten erkennen, welche Aktivität gemeint ist. Der Zeiger dieser Uhr kann flexibel auf die Bilder ausgerichtet werden.

Die Einführung der Uhr

Wenn Sie die Tageszeitenuhr in Ihrer Gruppe verwenden wollen, besprechen Sie im Team, welche Tätigkeiten Sie auf der Uhr abbilden möchten. Diese Aktivitäten können Sie den Kindern vorstellen und die Mädchen und Jungen in die Zusammenstellung der Motive einbeziehen: Sie können z. B. gemeinsam auswählen, welchen Zahnbecher bzw. welche Zahnbürste Sie für die Darstellung des Zähneputzens fotografieren. Oder ob für den Übergang nach draußen ein Paar Gummistiefel oder eine Jacke abgebildet werden soll. Sind die Fotos fertig, wählen Sie gemeinsam die Bilder aus, die aufgeklebt werden sollen. Sobald die Kinder mit der Uhr und ihrer Funktion vertraut sind, kann es losgehen: Leiten Sie den Übergang durch das Schlagen einer Klangschale ein. Schon bald wissen die Kinder, dass sich bei diesem Signal alle an der Tageszeitenuhr versammeln. Gemeinsam können Sie nun überlegen, auf welcher Aktion der Zeiger gerade steht und was als Nächstes kommt. Eines der Kinder kann nun den Zeiger weiterdrehen: Das entscheiden entweder die Kinder spontan oder Sie legen fest, dass jeden Tag ein anderes Kind den Uhrwächter spielen darf.

Die Tageszeitenuhr basteln

Benötigte Materialien:

  • große Pappe
  • Schere
  • eventuell Laminiergerät
  • Musterklammer
  • Klebstoff
  • Farben und Pinsel
  • Fotos der verschiedenen Aktivitäten

So wird’s gemacht:

Schneiden Sie zuerst aus Pappe einen großen Kreis und einen Zeiger aus. Bemalen Sie beides gemeinsam mit den Kindern und lassen Sie es trocknen. Wenn Sie Kreis und Ziffer laminieren, ist die Uhr stabiler. Jetzt wird der Zeiger mit der Musterklammer in der Mitte befestigt und die laminierten Fotos von den unterschiedlichen Aktivitäten werden aufgeklebt. Der Tagesablauf bestimmt die Reihenfolge der Fotos. Bekleben Sie die Uhr zunächst mit wenigen Fotos, damit die Kinder die Uhr als Ganzes gut erfassen können. Später können Sie die Tageszeitenuhr um weitere Aktivitäten erweitern. Dies sollten Sie jedoch vorab mit den Kindern thematisieren und gemeinsam das neue Foto an der Uhr befestigen.

Tipp:

Grundlegendes zur Bedeutung und der Gestaltung von „kleinen Übergängen“ im Kita-Alltag erfahren Sie auf S. 18f. in Ausgabe 1/2015.  

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