Regulationsstörungen der frühen Kindheit

Regulationsstörungen in der frühen Kindheit umfassen die Symptombilder exzessives Schreien, Schlafprobleme und Essstörungen.

Die Diagnose einer Regulationsstörung wird nur bei Kindern bis drei Jahren gestellt. Einfache Regulationsproblematiken werden dabei noch nicht als Störungen bewertet, sondern zunächst zu den „normalen Krisen“ im frühen Kindesalter gezählt, die es mit sich bringen, dass Kinder als Babys viel schreien, noch nicht durchschlafen oder als Kleinkinder „trotzen“. Doch ein Teil der Kinder bildet ernsthafte Störungen in der Regulation aus, die oft zusammen auftreten und mit ungünstigen Entwicklungsprognosen einhergehen können. Typischerweise sind Regulationsstörungen mit einem dysfunktionalen Interaktionsmuster mit den Bezugspersonen gekoppelt: Eltern und Fachkräfte bleiben erfolglos in ihren Bemühungen um Ko-Regulationen. 
Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Störungen: Regulationsstörungen ohne Störung der sensorischen Verarbeitung sowie Regulationsstörungen mit Störung der sensorischen Verarbeitung.