Gutes Miteinander – Katechese – Für Kinder

Anspiel

Erzähler*in: Steffi und Frank sind Geschwister. Heute spielen sie einträchtig zusammen mit Legosteinen.

Man sieht, wie Steffi und Frank gemeinsam spielen, sich Steine anreichen und eine Feuerwache bauen. Nach einer Weile meckert Frank Steffi an:

Frank: Pass doch mal auf, wenn du mir einen Stein gibst. Der passt doch gar nicht. Siehst du das nicht, Steffi?

Steffi: Du kannst mich mal! Immer meckerst du rum. Ich habe keine Lust mehr, mit dir zu spielen.

Frank: Dann lass es doch. Hab sowieso keine Lust, mit meiner blöden kleinen Schwester zusammen zu spielen.

Steffi: Ich auch nicht mit meinem doofen Bruder.

Wütend schmeißt Steffi die Legosteine durch die Gegend. Dabei trifft sie Frank am Kopf. Frank schreit auf und wird dann richtig wütend und knallt Steffi eine. Jetzt schreit Steffi und tritt ihren Bruder. Schon ist eine wilde Rangelei zugange. Es wird immer wilder. Steffi tut sich weh und fängt an zu weinen. Die Mutter bekommt das ganze Geschehen mit.

Mutter: Könnt ihr nicht einmal friedlich zusammen spielen? Ab in eure Zimmer. Beruhigt euch erst einmal. Und anschließend entschuldigt euch gegenseitig.

Steffi: Nie! Doch nicht bei meinem doofen Bruder.

Frank: Mit der Zicke spiele ich nicht wieder.

Erzähler*in: Beide Kinder werden mit Nachdruck in die jeweiligen Zimmer geschickt. Irgendwann beruhigt sich alles wieder.

Mutter: Ich wünsch mir so sehr, dass es einmal einen ruhigen Tag ohne Streit gibt.

Erzähler*in: Ein paar Tage später fährt Steffi für ein paar Tage mit ihrer Klasse an die Nordsee. Erst freut sich Frank, dass er mit allen Dingen alleine spielen kann und seine Ruhe hat. Aber nach kurzer Zeit vermisst er seine Schwester.

Frank: Wann kommt Steffi wieder? Es ist so langweilig zu Hause ohne sie.

Mutter: In zwei Tagen. Vermisst du sie etwa? Wenn sie da ist, streitet ihr doch dauernd!

Frank: Ich vermisse sie. Und wenn sie wieder da ist, dann streiten wir nie wieder.

Katechese/Impuls

Liebe Kinder, liebe Erwachsene, ehrlich gesagt, ich habe da so meine Zweifel.

Ich denke schon, dass Frank sich auf seine kleine Schwester Steffi freut und dass sie am Anfang lieb zu einander sind und gut miteinander spielen. Allerdings, ich bin mir ziemlich sicher, das wird nicht allzu lange anhalten.

Für mich erklärt diese Geschichte von Frank und Steffi ein wenig das heutige Evangelium: Zum einen wird mir klar, wie sehr wir uns nach Einheit und einem guten Miteinander sehnen.

Zum anderen merke ich auch, dass es gar nicht so einfach ist, längere Zeit gut miteinander auszukommen und Kompromisse so zu schließen, dass es ein friedliches Zusammensein wird. Und das gilt nicht nur für Kinder, das gilt auch für Erwachsene.

Im Evangelium drückte Jesus seinen Wunsch aus, dass alle Menschen eins sein sollten, gut miteinander auskommen sollten.

Jesus wusste zum einen, wie gut es uns Menschen tut, wenn wir Zusammenhalt und ein gutes Miteinander erleben. Zum anderen war für Jesus auch klar, dass ein gutes und harmonisches Miteinander hier auf der Erde nie allzu lange dauert, dass viele Menschen viel mehr dazu neigen, auf die eine oder andere Weise in Streit oder sonst wie aneinander zu geraten.

Aber letztlich spüren wir alle, dass ein gutes Miteinander, eine gute Stimmung uns guttut. Und wir sehnen uns danach. Diese Sehnsucht ist tief in unserem Herzen.

Und für mich ist das auch die Sehnsucht, dass es diese Harmonie, dieses Miteinander einmal für immer geben wird. In der Herrlichkeit Gottes, wenn wir alle bei ihm im Himmel sind.

Damit wir die Sehnsucht nach dem Himmel nie vergessen, schenkt Gott uns immer wieder Momente, wo wir hier auf der Erde Einheit und gutes Miteinander erfahren können.

Und wir dürfen die Hoffnung haben, dass es dieses gute Miteinander irgendwann für immer gibt. Denn Ostern feiern wir, dass Jesus auferstanden ist und damit unsere Hoffnung, dass auch wir auferweckt werden.

Und damit wir das wirklich glauben können, feiern wir am nächsten Sonntag Pfingsten, wir feiern, dass Jesus uns seinen Beistand schenkt, den Heiligen Geist.

Ich wünsche euch allen, dass ihr heute einen schönen Tag habt, an dem ihr erfahrt, wie wunderbar ein gutes Miteinander ist. Und dass ihr so auch eine Ahnung vom Himmel bekommt. Amen.

Carsten Roeger

Newsletter Ideenwerkstatt Gottesdienste

Ja, ich möchte den kostenlosen Newsletter der Ideenwerkstatt Gottesdienste abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.