Philippinen

Die Philippinen gelten als das „lateinamerikanische Land“ in Asien, weil sie die Erfahrung der spanischen Kolonialherrschaft und der katholischen Mission mit Lateinamerikateilen. Bis heute bezeichnen sich etwa 80 Prozent der Bevölkerung in den Philippinen als katholisch, etwa 15 Prozent gehören protestantischen Kirchen an, die muslimische Minderheit wird auf etwa vier Prozent geschätzt. In Umfragen liegt der Anteil der Muslime meist nur bei ein bis zwei Prozent, aber Umfragen erfassen aus Sicherheitsgründen meist gerade die Gebiete nicht, in denen mehrheitlich Muslime leben, weil hier die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Separatisten und philippinischer Armee stattfinden. Diese augenfällige Stabilität der religiösen Verhältnisse verdeckt, dass sich in den Philippinen innerhalb der katholischen Kirche eine charismatisch-pfingstliche Bewegung ausgebreitet hat. Charismatische Christen sind nicht nur in den Philippinen eine ernstzunehmende Gruppierung innerhalb der katholischen Kirche. Laut der Internetseite der„International Catholic Charismatic Renewal Services“ gehören 14 Prozent aller Katholiken in Nordamerika der charismatischen Bewegung an, 16 Prozent der Katholiken in Lateinamerika und 15 Prozent der Katholiken in Asien.

(Stand: Juli 2005)