Kennenlernspiele für Kinder unter 3

Diese Spiele fördern die Interaktion zwischen den Kindern und helfen ihnen so, miteinander vertraut zu werden.

Kennenlernspiele mit Kleinstkindern
© Oksana Kuzmina - Fotolia.com

Allerlei hin und her: Werfen, rollen, pusten

Benötigte Materialien:

  • z.B. Ball, Chiffontuch, Luftballon

So wird’s gemacht:

Gemeinsam mit dem Kind wird ausprobiert, wie man die verschiedenen Materialien in Bewegung bringen kann. Ein Ball lässt sich zurollen, werfen oder tragen; ein Chiffontuch fliegt durch die Luft, wenn man es hochwirft oder mit dem Atem über den Boden pustet. Wie fliegt der Luftballon, wie schwebt das Tuch? Zusammen kann überlegt werden, wie die Dinge „hin und her“ transportiert werden sollen. Welche Körperteile dürfen eingesetzt werden, welche nicht?

Variation: Das Experimentieren mit den Materialien kann natürlich auch in der Gruppe stattfinden oder die Kinder bilden Paare, um die verschiedenen Gegenstände zu erkunden und einander weiterzugeben.

Didaktischer Kommentar: Diese Spielidee dient der Kontakt- und Beziehungsaufnahme. Im gemeinsamen Experimentieren mit unterschiedlichen Dingen entsteht Zweisamkeit, die Kinder teilen die Aufmerksamkeit für dieselbe Situation und sammeln neue Erfahrungen.

aus: Renate Zimmer (Hrsg.): Psychomotorik für Kinder unter 3 Jahren

Komm unter die Decke: Kooperatives Bewegungsspiel ab 2 Jahren

Benötigte Materialien:

  • Decke oder Laken, Handtrommel

So wird’s gemacht:

Die Kinder sitzen im Kreis auf der Erde. In der Kreismitte liegt eine Decke. Die Spielleitung fordert die Kinder auf, auf allen vieren im Kreis herum zu krabbeln. Dazu schlägt sie eine Trommel. Wenn sie einmal ganz fest und laut schlägt, sollen sich alle Kinder ganz schnell auf die Decke setzen (oder gemeinsam unter die Decke krabbeln, sodass niemand mehr zu sehen ist).

Variation: Die Spielleitung kann das Spiel auch mit folgendem Vers begleiten:

Zehn kleine Krabbelkäfer krabbeln hin und her.
Zehn kleinen Krabbelkäfern fällt das gar nicht schwer.
Zehn kleine Krabbelkäfer suchen ein Versteck.
Zehn kleine Krabbelkäfer sind auf einmal weg!

Die Kinder krabbeln um die Decke herum. Bei dem Wort „Versteck“ klatscht die Spielleitung in die Hände (oder schlägt 1x fest die Handtrommel), daraufhin krabbeln die Kinder unter die Decke und verstecken sich.

aus: Brigitte WIlmes-Mielenhausen, Die Katze tanzt im Kreis herum... Alte und neue Kreisspiele für Kinder von 2 bis 7

Hände und Füße erkennen: Ratespiel

Benötigte Materialien:

  • große Decke oder großes Tuch

So wird’s gemacht:

Ein Kind oder mehrere Kinder gehen kurz vor die Tür. Inzwischen verstecken sich 6 bis 8 Kinder unter einer Decke. Sie setzen oder legen sich so, dass nur ihre Füße (mit oder ohne Schuhe / Strümpfe) bzw. ihre Hände herausgucken. Der Rest ist verdeckt. Dann wird das Kind von draußen wieder hereingerufen.
Es soll raten, welche Hände / Füße zu welchem Kind gehören. Wird der Name richtig gesagt, soll das Kind unter der Decke einen Laut von sich geben. Wurde falsch geraten, so schweigt es. Erst wenn alle Namen richtig genannt wurden, wird die Decke hochgenommen. Wer möchte sich jetzt verstecken?

aus: Brigitte Wilmes-Mielenhausen: Die Katze tanzt im Kreis herum … Alte und neue Kreisspiele für Kinder von 2 bis 7

Wer wird leise begrüßt?

Benötigte Materialien:

  • Kalenderblatt, auf dem z.B. eine aufgehende Sonne abgebildet ist
  • für die Variation: Bild, das einen Sonnenuntergang zeigt

So wird’s gemacht:

Die Erzieherin legt einem beliebigen Kind im Kreis das Bild direkt vor die Füße. Während sie nun gemeinsam mit den Kindern Hand in Hand seitwärts im Uhrzeigersinn herumgeht, sagen alle laut:

Wir gehen jetzt im Morgenkreis.
Und wen begrüßen wir ganz leis?

Kaum ist der letzte Satz beendet, bleiben alle stehen. Das Kind, das direkt vor dem Bild stehen geblieben ist, wird von der Erzieherin und der Gruppe begrüßt.

Variation für den Abschlusskreis: Im Unterschied zu dem eben beschriebenen Spiel wird ein Bild verwendet, auf dem z. B. ein Sonnenuntergang zu sehen ist.
Die Kinder sagen nun laut:

Wir gehen jetzt im Abschlusskreis.
Und wen verabschieden wir leis?

aus: Andrea Erkert, Trari die Kinder die sind da. Die schönsten Rituale für die Krippe

Ich höre was, was du auch hören kannst: Impuls zur akustischen Wahrnehmung

Benötigte Materialien:

  • Zwerg, Brief mit dem Vers, Gegenstände aus der bekannten Umgebung, die Geräusche erzeugen oder mit denen man Geräusche erzeugen kann (z.B. Wecker, Glocke, Fön, Schere, Hammer und Nagel, Fahrradklingel, Wasserhahn usw.)

So wird’s gemacht:

Kleinkinder tasten sich langsam an die für sie fremde Welt heran. Die Sinne helfen ihnen dabei.

Ein ruhiger Raum (z. B. Schlafraum) wird zu einem Lauschzimmer. Die Erzieherin holt den Zwerg, der auch Lauschzwerg genannt wird, und liest aus dem Brief den Vers vor.

Spitz die Ohren, hör gut zu,
was ich höre, hörst auch du.
Spitz die Ohren, sei ganz still,
weil jeder etwas hören will.

Jedes Kind kann nun selbst ein Geräusch imitieren und die anderen Kinder dürfen es erraten.

Anschließend machen alle gemeinsam eine Hauswanderung. Sie gehen in verschiedene Räume wie Bad, Küche, Musikzimmer oder nach draußen auf die Wiese. Dort schließen die Kinder ihre Augen und die Erzieherin macht ein Geräusch, das die Kinder erraten müssen.

aus: Ingrid Biermann: Spielen mit Krippenkindern

Kleinstkinder-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen Kleinstkinder-Newsletter abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.