Gewaltfreie Kommunikation

Die Gewaltfreie Kommunikation bezeichnet ein Gesprächsmodell, das von Marshall Bertram Rosenberg, einem amerikanischen Psychologen, entwickelt wurde. Ein Grundprinzip ist dabei das empathische Zuhören. Der Fokus wird auf das Wahrnehmen der Emotionen und Bedürfnisse gelegt. Die Haltung dem/der Gesprächspartner*in gegenüber sollte von Verständnis, Aufmerksamkeit und Wertschätzung geprägt sein. „Was andere sagen und tun, mag ein Auslöser unserer Gefühle sein, ist aber nie die Ursache.“1

Die Gewaltfreie Kommunikation kann auf zwei Ausgangssituationen in der Zusammenarbeit mit Eltern in der Kita angewandt werden:

  • Wenn die Fachkraft selbst ein Anliegen hat und sich verständlich machen will, ohne andere zu beschuldigen oder zu kritisieren.
  • Wenn die Fachkraft das Anliegen von Eltern empathisch aufnehmen möchte, ohne die Beschuldigung oder Kritik zu hören, um so ein gelingendes Gespräch zu fördern.2

Um die Bedürfnisse und Gefühle in einem Gespräch in den Vordergrund zu rücken, hat Marshall Rosenberg folgende vier Schritte definiert:

  • 1.Schritt: Beobachten, ohne zu bewerten
  • 2.Schritt: Gefühle verbalisieren
  • 3.Schritt: Bedürfnisse des Gegenübers erkennen
  • 4.Schritt: Bitte formulieren

Die Fachkraft formuliert, wie ihr Gegenüber sie unterstützen könnte oder stellt eine Vermutung an, welche Bitte ihr*e Gesprächspartner*in an sie hat. Hierzu ein Beispiel aus dem Kita-Alltag: „Wenn ich Sie richtig verstehe, bitten Sie mich darum, Ihnen eine Einschränkung der Betreuungszeiten möglichst frühzeitig mitzuteilen.“

Anzeige
Anzeige: Kitalino