Wir sind elefantastisch – Gottesdienst zum Schuljahresende

Vorbereitung

  • Liedblätter
  • Bibeltext: Ps 104 »Lob an die Schöpfung«
  • Liste mit den Namen der Kinder Klasse Vier
  • Lieder: »Absoluto guto«, »Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht«, »Durch dick und dünn«, »Trommle mein Herz«, »Laudato si«
  • Musikinstrumente: Trommeln, Triangel, Klanghölzer, Cajon, Kastagnetten
  • Für den Tanz: »Tanz der Elefanten«; CD: »Weihnachten ist Elefantastisch«, CDPlayer
  • Für das Theaterstück / Material, Spieler& Verkleidung: junge Elefanten, Leitelefant, Mutter, Erzähler*in, Kai-to, Elefantenherde, Elefantenmasken, Stopp- und OK-Schild
  • Abschiedsgeschenk Klasse Vier: Elefanten aus Kochlöffeln in einem großen Blumentopf
  • Mitgebsel: kleine Holz-Elefanten
  • Die Bastelanleitung finden Sie im Downloadarchiv.

Eröffnung – Herzlich Willkommen

Instrumentalstück: Trommel Intro Schüler*in

Begrüßung und liturgischer Gruß Lehrer*in

Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir begrüßen euch und Sie ganz herzlich zu unserem Schulgottesdienst am letzten Schultag, kurz vor den Sommerferien. Schön, dass wir hier beisammen sind!

Wir haben uns heute hier in der Kirche zum Gottesdienst versammelt, um miteinander zu singen, zu beten und Gott für alles zu danken, was uns im vergangenen Schuljahr geschenkt worden ist. Heute machen wir eine Reise in die Savannen Afrikas, um die herrschaftlichen und sanftmütigen Riesen zu besuchen. Es sind Dickhäuter mit großen Ohren, mit langem Rüssel, sie haben ein sehr gutes Gedächtnis, sind sehr stark und wir finden sie meist mit ihrer Familie zusammen. Habt ihr schon eine Idee, um welches Tier es sich handelt?

In der heutigen Geschichte wird von einem jungen Elefanten erzählt, der etwas ganz Besonderes kann. Das konnte vorher noch keiner von ihnen, vielleicht auch weil es vorher noch keiner von ihnen gewagt hatte, etwas Neues in die Familie zu bringen. Die gesamte Herdenfamilie war in dem Moment gefordert, denn sie musste sich mit ihrem Leitelefanten zusammensetzen, um ihr Zusammenleben neu zu überdenken, wenn sie so zusammenbleiben wollten.

Ihr seid neugierig geworden? Dann lasst uns beginnen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Eingangslied: »Absoluto guto« Musiker*innen

Tagesgebet Schüler*in

Guter Gott, in mir schlummern Talente, von denen ich vielleicht noch nicht viel weiß. In mir aber schlummern auch Talente, von denen ich schon sehr viel weiß. Manchmal traue ich mich nicht, mich ganz zu zeigen, ich fühle mich unsicher. Doch manchmal spüre ich in mir den Mut, mich zu zeigen. Manchmal muss ich noch üben, dass ich sicherer werde. Schenke mir hierzu Kraft, dass ich nicht gleich aufgeben werde, wenn es nicht so klappt wie ich es gerne hätte. Was ich aber ganz genau weiß, darauf kann ich mich verlassen, dass du, lieber Gott, mich genauso liebst wie ich bin. Und du freust dich, wenn ich meine Talente lebe, denn dafür bin ich auf diese Erde gekommen. Ich danke dir dafür! Amen.

Lied: »Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht« Musiker*innen

Lob der Schöpfung nach Psalm 104 

Mit Bewegungen Schüler*innen

Bewegungen zum Kehrvers »Ein Glück, mein Gott, dass ich bei dir geborgen bin«:

Ein Glück – beide Hände mit dem Gegenüber klatschen

Mein Gott – nach oben sehen, Arme nach oben öffnen

Dass ich bei dir geborgen bin – sich selbst umarmen

(Quelle: https://www.kigo-pfalz.de/wp-content/uploads/downloads/05_MD_Beten_Kirche_mit_Kindern.pdf, Seite 68)

Lehrer*in

Mein Gott, wie unendlich groß bist du. Wie wunderschön ist deine Erde. Alles ist fröhlich und bunt in deinen Farben.

Du hüllst dich in ein helles Kleid aus Licht. Wir dürfen dich in der Schöpfung entdecken:

Alle: Ein Glück – mein Gott – dass ich bei dir geborgen bin.

Den Himmel hast du weit gespannt wie ein großes blaues Zelt. Darunter dürfen wir leben.

Du schenkst uns klares, reines Wasser, von dem dürfen wir trinken.

Alle: Ein Glück – mein Gott – dass ich bei dir geborgen bin.

Du lässt das saftige Gras, die gut duftenden Blumen und die Bäume wachsen. Von deinen Früchten dürfen wir essen.

Mit uns auf der Erde leben unzählige Tiere, die wir als unsere Freunde nennen und lieben dürfen.

Alle: Ein Glück – mein Gott – dass ich bei dir geborgen bin.

Für uns scheinen hell die Sonne, der Mond und die Sterne. Nur mit ihrem Licht können wir leben und uns orientieren.

Gelobt seist du, Gott, in allen deinen Werken, in all deiner Größe, in all deiner Liebe.

Ich will für dich singen, springen und spielen und deinen Namen ewiglich loben und preisen.

Alle: Ein Glück – mein Gott – dass ich bei dir geborgen bin.

Wortgottesdienst – Wir feiern miteinander Gott und das Leben

Lied: »Durch dick und dünn« Musiker*innen

Geschichte: Kai-to, der Elefant, der sang (I)

Lehrer*innen / Schüler*innen mit Elefantenmasken / Schüler*in als Kai-to

Erzähler*in: Kai-to war ein junger Elefant. Er war anders als die anderen Elefanten. Er freute sich, dass er lebte und sang. (Kai-to hüpft und pfeift.) Und seine Freunde tanzten mit ihm.

Lied: »Die Welt ist elefantastisch« (einspielen)

CD: »Weihnachten ist Elefantastisch«, Nr.3

Mutter: (zischt) Psst! Sei still! Elefanten singen nicht!

Erzähler*in: Da sperrte Kai-to das Lied in sich ein und schwieg. Doch eingesperrte Lieder wollen frei sein. Als Kai-to größer wurde und den Urwald sah mit seinen schönen Pflanzen und Tieren, da konnte er nicht weiter still sein. Er hob den Rüssel und sang.

Elefantenherde: (brüllt) Ruhe! Noch nie hat ein Elefant gesungen. Wir dulden nicht, dass du singst.

Erzähler*in: Kai-to verstand nicht, warum er nicht singen durfte. Der Leitelefant hatte zum Glück nichts gehört, denn er war schon alt, konnte nicht mehr gut sehen und hören. Tag für Tag zogen die Elefanten dahin. Der Leitelefant ging voraus und alle trotteten hinterher. Kai-to freute sich seines Lebens und zog singend mit. Er sang sogar mit vollem Mund. Einmal sang er nachts im Traum. Da wurden alle Elefanten böse. Nur die jungen Elefanten mochten Kai-to und sein Lied.

Junge Elefanten: (flüsternd, ermutigend) Sing!

Lied: »Trommle mein Herz« Musiker*innen

Geschichte: Kai-to, der Elefant, der sang (II) 

Erzähler*in: Eines Tages hörte der Leitelefant Kai-tos Lied.

Leitelefant: (Stoppschild in der Hand) Noch nie hat ein Elefant gesungen. Also ist es verboten!

Erzähler*in: Er jagte Kai-to fort. Die Elefanten zogen weiter. Kai-to folgte ihnen in großer Entfernung. Er konnte nicht verstehen, warum die anderen sich nicht mit ihm freuten. Er sang weiter sein Lied, manchmal traurig, manchmal zornig.

Junge Elefanten: Kai-to sing!! Kai-to soll wiederkommen!

Erzähler*in: Die jungen Elefanten vermissten Kai-to und sein Lied. Und sie stellten sich drohend dem Leitelefanten in den Weg.

Junge Elefanten: Wenn Kai-to nicht zurück darf, dann gehen wir auch!

Leitelefant: Das hat es noch nie gegeben!

Junge Elefanten: Hol Kai-to und sein Lied zurück!

Leitelefant: Das geht nicht. Ich würde gegen ein altes Elefantengesetz verstoßen und mit den Traditionen brechen.

Junge Elefanten: Ja und? Wenn ein Gesetz alt ist, dann muss es für heute nicht mehr gut sein. Hol Kai-to zurück!

Erzähler*in: Da fügte sich der Leitelefant (ok-Schild in der Hand) und ging zu Kai-to.

Junge Elefanten: (jubelnd) Wir holen dich und dein Lied zurück!

Erzähler*in: Alle freuten sich, dass Kai-to wieder da war. So zogen sie zusammen los. Seit damals geschieht es æfter, dass Elefanten singen.

»Kai-to, der Elefant, der sang« nach: Gina Ruck-Pauqu t /
Monika Laimgruber (Hg.), ° Annette Betz Verlag, München 1989.
gekürzt und zum Theaterstück umgeschrieben: Martina Pfattner

Tanz und Lied: »Die Welt ist elefantastisch« Musiker*innen

Lied einspielen: »Die Welt ist elefantastisch«. Alle halten sich an den Händen und tanzen im Kreis zu dem Lied.

CD: »Weihnachten ist Elefantastisch«, Nr.3

Tanz der Elefanten: Schüler*innen haben einen Tanz frei erfunden.

Alternative Geschichte: Der Elefant im Porzellanladen 

»Du, Papa, das Warzenschwein hat grad zu mir gesagt, ich benehme mich wie ein Elefant im Porzellanladen! Was heißt das denn?«, wollte der kleine Tembo neugierig wissen. »Wieso, was hast du denn gemacht?«, fragte sein Papa Loxo, der gerade dabei war, saftige Zweige vom Baum zu holen. »Eigentlich bin ich nur mit Anlauf in eine Pfütze gesprungen…« Loxo verschluckte sich fast an einem Zweig. »Du hast was? Das kannst du doch nicht machen!«, erwiderte sein Papa. »Das kann ich mir vorstellen, dass die Warzenschweine verärgert waren … Weißt du, auch wenn wir Elefanten die größten und stärksten Tiere sind, sind wir doch auch dafür bekannt, dass wir vorsichtig und behutsam sind. Wir werden zwar Dickhäuter genannt, haben aber ein ganz feines Gespür und sind sensibel. Im Vergleich zu anderen Tieren sind wir riesig und trotzdem übersehen wir andere nicht. Im Gegenteil: Wir trösten andere Elefanten, wenn sie traurig sind oder sich nicht beruhigen können. Wir sind alles andere als »Elefanten im Porzellanladen« und brauchen unsere Talente und Fähigkeiten nicht zu verstecken.« »Das ist ja fantastisch!«, freute sich Tembo. »Nein – ele – fantastisch!«, zwinkerte Loxo. »Hab Spaß und spring beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder in eine Pfütze – aber bitte schau, dass dann keiner eine Dreckdusche abbekommt«, lachte Loxo.

Uschi Wochner

Vaterunser 

Einladung an alle (auch Lehrer*innen, Eltern und Angehörige), sich die Hände zu reichen und damit ein Zeichen der Gemeinschaft zu setzen – auch über den Mittelgang hinweg. Nach dem Gebet werden sachte die Hände gedrückt, um Frieden einander und in die Welt hinaus zu schicken.

Entlassung – Auf Wiedersehen

Instrumentalstück Musiker*innen

Schlussgebet Schüler*in

Guter Gott, auch wenn wir vielleicht nicht immer von allen verstanden werden, wie und was wir tun, so weiß ich, dass du mich einzigartig geschaffen hast. Ich darf vertrauen, dass ich so, wie ich bin, zur rechten Zeit, hier an dem Platz, wo ich lebe und spiele, genau richtig bin. Danke, dass du jeden von uns gleich liebst, auch wenn wir anders sind. Das macht unser Leben, unsere Gemeinschaft und unsere Familien bunt, reich und vielfältig. Lass uns in den Ferien viel Zeit haben für unsere Hobbys und Talente. Sei bei uns in allem, was wir tun! Amen.

Schlusslied: »Laudato si« Musiker*innen

Danksagung Lehrer*in

Dank an Schüler*innen und Lehrer*innen sowie Musiker*innen für die Mitfeier und Mitgestaltung des Schulgottesdienstes.

Abschiedsgeschenk an Klasse Vier Lehrer*innen

Für die Kinder der vierten Klasse ist es der letzte Gottesdienst, den wir mit euch hier an der Grundschule gefeiert haben – nach den Sommerferien werdet ihr an einer anderen Schule sein. Damit euch unsere guten Wçnsche begleiten, dürfen wir euch nun nach vorn bitten.

Schüler*innen Klasse 3/4

Schüler*innen der Klasse Vier werden namentlich aufgerufen, kommen nach vorn und stellen sich im Halbkreis auf, erhalten von Klasse Drei einen Elefanten-Kochlöffel mit guten Wünschen.

Klasse Drei setzt sich wieder in die Bank, Klasse Vier bleibt oben, singt:

Lied: »Probier's mal mit Gemütlichkeit« 

CD: Nr.25

Klasse Vier wird mit einem Applaus verabschiedet und setzt sich zurück in die Kirchenbank.

Grußwort der Schulleitung Schulleiter*in

Segen und Entlassung Lehrer*innen

Sei klug und weise wie ein Elefant, sensibel und doch stark,

hab' das ausgezeichnete Gedächtnis eines Elefanten,

aber auch die Gesundheit.

Bringe dein Wissen und deine Fröhlichkeit ein.

Gedulde dich und hab Geduld mit anderen.

Mögest du begleitet sein von Glück und Erfolg.

So beschütze, begleite und segne uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Mitgebsel: Kleiner Holz-Elefant mit Segensblatt 

Wir wünschen uns allen einen schönen letzten Schultag, erholsame Sommerferien und alles Liebe, bis wir uns wiedersehen werden.

Alle Schüler*innen und Gottesdienstteilnehmenden erhalten ihren Holz-Elefanten an der Kirchentüre durch die beiden Lehrer*innen.

Instrumentalstück Musiker*innen 

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