Nr. 3/2021Palmsonntag bis 5. Sonntag der Osterzeit

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

das vorliegende Heft der Ideenwerkstatt Gottesdienste im Lesejahr B begleitet Sie vom Einzug Jesu in Jerusalem bis zu den nachösterlichen Auferstehungsgeschichten. Eine Zeit, in der wir den innersten Kern des Christentums betrachten und in der Liturgie in einer Intensität nachvollziehen, wie es an kaum einer anderen Stelle geschieht. Der Weg vom Karfreitag in die nachösterliche Zeit zeigt das Christentum von seiner einzigartigen Seite. Ein Gott, der nicht nur leidet, ein Gott, der sich selbst töten lässt– das gibt es in keiner anderen Religion. Der Tod Gottes– das ist gegen alle Vorstellung, die wir von Allmacht haben. Und dabei zeigt genau dieser Augenblick am Kreuz, was Macht tatsächlich bedeutet: Die größte Macht besteht darin, auf die eigene Allmacht zu verzichten. Wenn es einen Gottesbeweis gibt, dann diesen. Und wenn wir uns fragen, mit welchem menschlichen Mittel wir dieses Mysterium je begreifen können, dann gibt Jesus selbst die Antwort: Allein die Liebe vermag eine solche Macht zu entfalten.

Die Liturgie dieser Tage ist so umfassend, dass daneben nur wenig Raum für eigene liturgische Elemente bleibt. Auch sollten gerade in diesen Tagen die offiziellen Gottesdienste auf keinen Fall durch Wort-Gottes-Feiern ersetzt werden. Doch die Realität sieht an vielen Orten anders aus. Auf vielfachen Wunsch bieten wir in diesem Heft daher auch Vorschläge für die Liturgie am Karfreitag und in der Osternacht an, die von beauftragten Laien durchgeführt werden können, und auch Andachtsangebote für den Gründonnerstag, die für Personen angeboten werden können, denen ein Besuch der Heiligen Messe an diesem Tag unmöglich ist.

Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Ihre Martina Jung

Über diese Ausgabe

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