Über diese Ausgabe

Editorial

Lebenskunst

  • Plus S. 2

    Schlafen und LiegenAlltagsspiritualität

    Zum Schlafen legen wir uns nieder. Meistens denken wir nicht darüber nach, wie wir uns hinlegen: auf die Seite, auf den Rücken, auf den Bauch. Die Art und Weise, wie wir liegen, hat aber eine spirituelle Dimension. Und auch, wenn wir dabei nicht schlafen, kann uns das Liegen eine Quelle der Kraft sein.

  • Plus S. 3

    LebensfragenForum

    "Ich komme einfach nicht zur Ruhe. Ich kann nicht abschalten."
    "Die Arbeit macht mir in der letzten Zeit keinen Spaß mehr. Auch daheim fühle ich mich müde und abgespannt, ohne Lust, etwas anzupacken."

  • Plus S. 4-5

    Zur Ruhe kommenLebensthema

    Wir freuen uns, wenn wir Menschen treffen, die innere Ruhe ausstrahlen. Von anderen hingegen haben wir das Gefühl, dass sie voller Unruhe sind. Sie können nicht ruhig bleiben, sind immer auf dem Sprung. Wenn wir neben ihnen sitzen, spüren wir die innere Unruhe, die sie ausstrahlen. Wir fühlen uns in ihrer Nähe nicht wohl. Manche sagen: Mich macht es ganz zappelig, wenn ich neben dem oder der sitze. Die strahlt so viel Unruhe und Zerrissenheit aus.

Spiritualität

  • Plus S. 6-7

    Das Gebet des GehetztenGeschichten aus den Weltreligionen

    Der Baalschem sprach: „Seht euch einen Mann an, der tagsüber von seinen Geschäften durch Markt und Gassen gehetzt wird – fast vergisst er, dass es einen Schöpfer der Welt gibt. Nur wenn’s Zeit ist, Mincha zu beten, geht’s ihm auf: Ich muss beten! – und da seufzt er vom Grund seines Herzens, dass er den Tag mit Eitlem verbracht hat, und läuft in eine Seitengasse und stellt sich hin und betet: teuer, sehr teuer ist er vor Gott geachtet, und sein Gebet durchbohrt die Firmamente.“ (Martin Buber, Baal-schem-tow, 185)

  • Plus S. 10

    Woran kann man sich halten?Bibel tiefer verstehen

    Ich, Kohelet, war in Jerusalem König über Israel. Ich hatte mir vorgenommen, das Wissen daraufhin zu untersuchen und zu erforschen, ob nicht alles, was unter dem Himmel getan wurde, ein schlechtes Geschäft war, für das die einzelnen Menschen durch Gottes Auftrag sich abgemüht haben. Ich beobachtete alle Taten, die unter der Sonne getan wurden. Das Ergebnis: Das ist alles Windhauch und Luftgespinst. Was krumm ist, kann man nicht gerade biegen; was nicht da ist, kann man nicht zählen. Ich überlegte mir folgendes: Ich habe mein Wissen immerzu vergrößert, so dass ich jetzt darin jeden übertreffe, der vor mir über Jerusalem geherrscht hat. Oft konnte ich Wissen und Können beobachten. So habe ich mir vorgenommen zu erkennen, was Wissen wirklich ist, und zu erkennen, was Verblendung und Unwissen wirklich sind. Ich erkannte, dass auch dies ein Luftgespinst ist. Denn: Viel Wissen, viel Ärger, wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge. (Koh 1,12-18)

  • Plus S. 11

    StoßgebeteKleine Gebetsschule

    Sie sind eine spontane und kraftvolle Reaktion auf bestimmte Situationen: Kurze Stoßgebete gehören zu den alltäglichen Formen des Betens.

Interview

  • Plus S. 8-9

    Lärm und StilleBegegnungen. Bernhard Uhde im Gespräch

    Lärm macht krank, Stille heilt. Stimmt das? Und worin besteht die Kraft der Stille? Welche Wege führen zu ihr? Darüber hat einfach-leben-Herausgeber Rudolf Walter mit dem bekannten Religionswissenschaftler Bernhard Uhde gesprochen.

Autoren/-innen