P/H and D in Joshua 22,9-34

Zusammenfassung / Summary

Dieser Beitrag untersucht Josh 22,9-34, eine Passage, in der die Transjordanier möglicherweise das Gesetz über die Zentralisierung des Gottesdienstes verletzen. Er baut auf die bisherige Arbeit des Autors, die sich auf diese Passage bezieht, auf (vgl Central; Reading). In Josh 22,9-34 wurden allgemein anerkannte, priesterliche Merkmale bestätigt und die klassische These Noths war, dass Josh 22,9-34 ein isolierter priesterlicher Zusatz im Buch Josuas war. Man kann jedoch argumentieren, dass die Textstelle auch deuteronomische Merkmale zeigt und am übrigen deuteronomischen Buch Josuas festhält, zusätzlich zu den Verbindungen mit dem Buch Numeri, insbesondere mit Num 32, wo diese Verbindungen am besten sichtbar sind. Der Beitrag versucht ebenfalls zu demonstrieren, dass Josh 22,9-34 auch in Hinsicht auf die Gesetzesinterpretierung als eine priesterliche Textpassage, die sorgfältig in das deuteronomistische Buch Josua integriert wurde, gelesen werden kann. Insbesondere wird in diesem Beitrag vorgeschlagen, dass diese Textpassage sowohl im Kontext des Josua-Buches, als auch im größeren Kontext der Bücher Genesis bis Josua gelesen werden kann, als eine Interpretation der Gesetzestexte aus dem Pentateuch, wobei die Idee, dass es eine Zentralisierung in der Wüste gab – eine Idee die man insbesondere in den priesterlichen Texten wie Lev 17 findet – weiterentwickelt wurde in die Idee der Kultuszentralisierung im versprochene Land, die man im Buch Deuteronomium, insbesondere in Deut 12, findet.

This paper examines Josh 22,9-34, a passage where the Transjordanians are potentially violating the law on centralization of worship. It builds on the author’s previous work that relates to the passage (cf. Central; Reading). Josh 22,9-34 has generally been recognised to attest priestly features, and Noth’s classic assertion was that Josh 22,9-34 is an isolated priestly addition in the book of Joshua. However, one may argue that the passage also exhibits Deuteronomic features and ties back to the rest of the Deuteronomic book of Joshua, in addition to having links with the book of Numbers, including Num 32 as a prime case. The paper will then suggest that, from the perspective of legal interpretation, Josh 22,9-34 can be plausibly read as a priestly passage that has been carefully integrated in the Deuteronomic book of Joshua. More specifically, the paper will suggest that the passage in the context of the book of Joshua and Genesis-Joshua as a whole can be very plausibly seen as interpreting Pentateuchal legal materials based on the idea that centralization of worship in Deuteronomy (esp. Deut 12) is a continuation in the land of the concept of centralization in the wilderness in priestly material (Lev 17).

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