"Guter Baum – gute Früchte" – ist es prädestinatorisch?

Zusammenfassung / Summary

Unsere Untersuchung führte uns zum Ergebnis, dass das Bild über „Baum und Früchte“ ursprünglich ein Teil der Predigt von Johannes gewesen ist. Denn Jesus selbst hat das Bild benutzt. Der Baum und die Früchte in ihrem neuen Zusammenhang haben einen mehr ethischen Akzent erhalten: man hat die Aufgabe, gute Früchte hervorzubringen. Matthäus hat das traditionelle Material mit Redaktion im eschatologischen Teil der Bergpredigt aufgenommen. Und weil er über die letzten Tage in diesem Textteil geredet hat, hat er den guten Baum von dem schlechten scharf getrennt. Mit dieser Interpretation eröffnete er aber die Möglichkeit einer prädestinatorischen Deutung, die sehr gut in die Lehre der Gnosis passte.

In the present article I have demonstrated that the image of “tree and fruit” was originally part of the preaching of John the Baptist and later employed by Jesus in his teaching, where the terminology’s ethical aspect has been emphasized: you have to bear fruit. Matthew has used the traditional material with redactional additions in the eschatological part of the Sermon on the Mount. The sharp distinction between the good and bad tree needs to be understood in the context of the teaching about the last days. Such eschatological understanding of the image of “tree and fruit” as found in Matthew has opened the possibility of interpreting it on the basis of predestination which fitted in well with Gnostic thought. 

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