Franz Jung

geb. 1966 in Mannheim, war ab 2008 Generalvikar des Bistums Speyer und ist seit 2018 Bischof von Würzburg.

Was empfinden Sie als Ihre Stärke?
Zu wissen, was ich will.

Was stört Sie an sich selbst?
Meine Ungeduld

Welche Eigenschaft schätzen Sie bei anderen Menschen?
Aufrichtigkeit

Welche Eigenschaft stört Sie bei anderen Menschen?
Unaufrichtigkeit

Wer hat Sie stark beeinflusst?
Meine Eltern

Welcher Theologe fasziniert Sie?
Der Heilige Bernhard von Clairvaux

Welche Bibelstelle gibt Ihnen (heute) Kraft für den Alltag?
Hebr 6,18–19: Die Hoffnung ist der Anker der Seele.

Was ärgert Sie an der Kirche?
Dass durch den Tunnelblick der letzten Jahre der große Reichtum an Lebensweisheit, Theologie, Kultur, Kunst und Schönheit aus dem Blick zu geraten droht.

Was wünschen Sie der Kirche?
Für die Kirche in Deutschland, dass sie wieder zur Ruhe kommt und sich nach Jahren der Binnenperspektive wieder auf ihre Sendung in der Welt von heute besinnt, Menschen für Christus zu gewinnen und ihnen den Glauben als Ressource für ein gutes Leben zu erschließen.

Was wünschen Sie sich von der Kirche?
Dass sie den Mut hat, die richtigen Fragen zu stellen, und zugleich einen Diskussionsraum eröffnet, in dem man ohne Polarisierungen, Verdächtigungen, Beschimpfungen und Diffamierung miteinander ins Gespräch kommt und einander wirklich zuhört, so dass der Geist wirken kann.

In welchen Momenten empfinden Sie tiefes Glück?
In den Momenten, in denen ich nichts leisten muss, sondern im Gebet ganz in der Gegenwart sein kann bei mir, bei der Welt und bei Gott.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Nur du kannst es tun, aber du kannst es nicht allein tun.

Für welche Hobbys nehmen Sie sich Zeit?
Vor allem für das Lesen von Belletristik und Lyrik, fürs Zeichnen und Wandern.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?
Viele: Homer über Origenes, Augustinus, Gregor von Tours, Guerric von Igny, Rabelais, Michel de Montaigne, Shakespeare, Schnitzler, Joseph Roth bis zu Anni Ernaux …

Welche Musik bevorzugen Sie?
Das hängt von der Muse und der Stimmungslage ab: von Gregorianik, über Bach und Mahler bis hin zu Coldplay …

Von welchem Leben träumen Sie heimlich?
Heimlich träume ich nichts, sondern suche immer wieder Ruhezeiten im monastischen Umfeld, um im Sinne Gregors des Großen das „habitare secum“ einzuüben.

Was möchten Sie im Leben erreichen?
Ein guter Bischof für die Menschen in Unterfranken sein, der sein Bistum in Heiligkeit und Gerechtigkeit leitet.

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