Georg Bätzing

Was empfinden Sie als Ihre Stärke?
Ich kann klar denken, wach wahrnehmen und fest glauben. Und das alles empfinde ich als eine wirkliche Gnade.

Was stört Sie an sich selbst?
Meine Ungeduld

Welche Eigenschaft schätzen Sie bei anderen Menschen?
Zuverlässigkeit im Zusammenspiel und breite Interessen.

Welche Eigenschaft stört Sie bei anderen Menschen?
Aufdringlichkeit, Pessimismus und: Wenn jemand zu allem und jedem gleich etwas kommentieren kann.

Wer hat Sie stark beeinflusst?
Meine Familie; Lehrerinnen und Lehrer in der Schulzeit und im Studium; mein langjähriger Heimatpfarrer; Musiker, Dichter und Theologen

Welcher Theologe fasziniert Sie?
Hans Urs von Balthasar und Adrienne von Speyr seit meiner Studienzeit. Heute lese ich gerne Thomas Söding, Jan-Heiner Tück und Tomás Halík.

Welche Bibelstelle gibt Ihnen (heute) Kraft für den Alltag?
1 Joh 1,2 seit meiner Priesterweihe: „das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns erschienen ist“.

Was ärgert Sie an der Kirche?
Die vielen Stunden und Energien, die wir auf „innerkirchliche“ Debatten verwenden, wo uns gleichzeitig Jahr für Jahr viel zu viele Menschen den Rücken kehren und aus der Kirche austreten. Das tut mir weh, und es kränkt mich auch, weil die katholische Kirche für mich so ein wunderbarer Raum für persönliches, menschliches, gemeinschaftliches Wachsen und Reifen ist.

Was wünschen Sie der Kirche?
Den klaren, miteinander vereinbarten Willen, Menschen von heute für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen; und dafür unsere unterschiedlichen Gaben und Ressourcen einzusetzen.

Was wünschen Sie sich von der Kirche?
Weniger Abgrenzung als vielmehr kritische Zeitgenossenschaft. Die Stichworte, die Papst Franziskus in Kapitel 8 von Amoris Laetitia nennt: begleiten – unterscheiden – eingliedern, sind doch beispielhaft. Sie lassen sich auf viele unserer theologischen und seelsorglichen Fragen anwenden.

In welchen Momenten empfinden Sie tiefes Glück?
Da kommt mir viel in den Sinn: als der Trierer Kathedraljugendchor vor einigen Jahren Bachs Johannespassion dargestellt hat; der ein oder andere Gipfelsturm im Sommerurlaub; Aha-Erlebnisse beim Lesen; und immer wieder die Stille nach der heiligen Kommunion.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Nimm dich nicht zu wichtig. Lachen ist gesund.

Für welche Hobbys nehmen Sie sich Zeit?
… viel zu wenig zum Klavier- und Orgelüben, zum Wandern und zum Lesen.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?
Ulla Hahn und Robert Seethaler

Welche Musik bevorzugen Sie?
Mendelssohn, die moderne englische und skandinavische geistliche Chormusik, Herbert Grönemeyer (allerdings mehr die Songtexte, wenn man sie verstehen kann)

Von welchem Leben träumen Sie heimlich?
Vom ewigen Leben, und ich tu das sogar öffentlich beim Singen und Beten.

 

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