Der Schlaf der Propheten in den Bibelkommentaren der Kirchenväter

Zusammenfassung / Abstract

Im biblischen Kontext können Träume und Nachtvisionen als eine Quelle der Offenbarung betrachtet werden. Die exegetischen Werke der Kirchenväter weisen jedoch keine einheitliche Hermeneutik des Phänomens auf, sondern eine Vielzahl von Interpretationen. Der Beitrag versucht, die Bandbreite der möglichen Hermeneutik in ausgewählten Exegesen zweier griechischer und lateinischer Väter zu zwei Episoden des Alten Testaments aufzuzeigen: Jonas Schlaf (Jona 1,5) und Daniels Traum (Dan 7). Interpretationen reichen von bloßem Schlafverlust und körperlicher Notwendigkeit des Schlafs bis hin zur Betrachtung der schlafenden Propheten als Vorausbildung des auf stürmischer See schlafenden Christus (Mt 8).

„The prophets’ sleep in the Scripture commentaries of the Early Church Fathers“ – In the biblical context, dreams and night visions can be considered a source of Revelation. The Church Fathers’ exegetical works, however, do not display one unified hermeneutic of the phenomenon, but a variety of interpretations. The following article attempts to outline the range of possible hermeneutics in selected Greek and Latin Fathers’ exegeses of two Old Testament episodes: Jonah’s sleep (Jon 1:5) and Daniel’s dream (Dan 7). Interpretations range from mere loss of sleep to bodily need to consideration of the sleeping prophets as a prefiguration of Christ sleeping during the Storm on the Sea (Mt 8).

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