Philosophische Anthropologie

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Der Begriff „Philosophische Anthropologie“ bezeichnet zunächst das Fragen nach dem Wesen des Menschen. Dabei muss unterschieden werden zwischen der Denkrichtung, für die seit den 1920er Jahren Namen wie Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen stehen, und derjenigen philosophischen Disziplin, die sich von unterschiedlichsten Blickwinkeln aus mit den Grundweisen menschlichen Seins befasst.

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Begegnung und Verantwortung. Beiträge zu einer ärztlichen Menschenkunde

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Klaus Gahl

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Wie der Mensch zur Welt kommt. Beiträge zur Geschichte der Selbstwerdung

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Der Leib und seine Zeit. Temporale Prozesse des Körpers und deren Dysregulationen im Burnout und bei anderen Leiberfahrungen

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Das Leben denken. Philosophische Anthropologie und Lebensphilosophie im deutsch-französischen Gespräch

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Der menschliche Mensch. Abschied vom utopischen Denken

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Wohnen und Wandern

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Mensch sein. Grundzüge einer interdisziplinären Anthropologie

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Günter Rager

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Menschenbilder. Eine Grundlegung

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Der Mythos von der Wirklichkeit. Eine Konfrontation des neurowissenschaftlichen Konstruktivismus mit Platons Philosophie

Der Mythos von der Wirklichkeit

Tim Gollasch

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Altern. Biologische, psychologische und ethische Aspekte

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Philosophie des Geborenseins

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Life, Body, Person and Self. A Reconsideration of Core Concepts in Bioethics from an Intercultural Perspective

Life, Body, Person and Self

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Der Einzige und sein Eigentum. Ausführlich kommentierte Studienausgabe

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Bodytime. Leib und Zeit bei Burnout und in anderen Grenzerfahrungen

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Reinhold Esterbauer, Andrea Paletta, Philipp Schmidt, David Duncan

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Der menschliche Tod. Eine philosophische Revision

Der menschliche Tod

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Leid und Schmerz. Konzeptionelle Annäherungen und medizinethische Implikationen

Leid und Schmerz

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Abschied von der Lebenswelt? Zur Reichweite naturwissenschaftlicher Erklärungsansätze

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Tobias Müller, Thomas M. Schmidt

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Über die Erfahrung von Bedeutsamkeit

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Frithjof Rodi

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Anthropologie in Antike und Gegenwart. Biologische und philosophische Entwürfe vom Menschen

Anthropologie in Antike und Gegenwart

Diego De Brasi, Sabine Föllinger

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Interexistentialität und Unverfügbarkeit. Leben in einer menschlichen Welt

Interexistentialität und Unverfügbarkeit

Constanze Demuth, Nele Schneidereit

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Philosophische Anthropologie als philosophische Strömung des 20. Jahrhunderts

Die Moderne mit ihren neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen erschütterte nicht nur das traditionelle Weltbild und damit das Selbstbild des Menschen, sondern brachte so auch eine Krise der Philosophie mit sich. Aus dieser Krise heraus entwickelte sich als neue Tendenz unter anderem die Philosophische Anthropologie. Wegweisende Schriften dieser philosophischen Strömung waren Helmut Plessners "Die Stufen des Organischen und der Mensch" (1928), Max Schelers "Die Stellung des Menschen im Kosmos" (1929) und Arnold Gehlens "Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt" (1931).

Diese und andere Autoren versuchten, den Menschen neu im Kosmos und in Abgrenzung von den anderen Lebensformen der Natur zu verorten, und stellten dabei die Selbstvergewisserung des Geistes und die konkrete Erfahrung des Lebendigen in den Mittelpunkt ihrer Bestimmung des Menschen.

Als Standardwerk, das einen umfassenden Überblick über diese Strömung, ihre Autoren und Inhalte gibt, ist Joachim Fischers "Philosophische Anthropologie. Eine Denkrichtung des 20. Jahrhunderts" zu empfehlen.

Philosophische Anthropologie als Disziplin der Philosophie

Die Philosophische Anthropologie als Disziplin der Philosophie wurde durch Autoren wie Scheler, Plessner und Gehlen zwar maßgeblich beeinflusst. Sie versammelt unter sich jedoch verschiedenste Ansätze und bildet einen Schnittpunkt mit zahllosen anderen Wissenschaftsbereichen wie der Ontologie, Psychologie, Soziologie, Biologie und den Kulturwissenschaften.

Alle Fragestellungen der Philosophischen Anthropologie gehen letztlich zurück auf die Kant'sche Frage: "Was ist der Mensch?" Sie reichen von der Philosophie des Geborenseins über alle Aspekte menschlichen Seins bis hin zum menschlichen Tod. Zentrale anthropologische Fragen sind beispielsweise die nach der Freiheit oder Unfreiheit des Menschen, die etwa Reiner Wiehl im Dialog mit Spinoza, Nietzsche, Whitehead und Jaspers untersucht, oder jene nach der Existenz des Menschen, die Susanne Möbuß vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert verfolgt.

Wichtige Werke auf dem Feld der Philosophischen Anthropologie

Unsere Bücher umfassen ein breites Spektrum philosophisch-anthropologischer Studien aus unterschiedlichen Traditionen und Fachrichtungen. Grundzüge einer interdisziplinären Anthropologie entwirft Günter Rager in dem Band "Mensch sein", in dem er die Notwendigkeit verdeutlicht, dass in der Frage nach dem Menschen Philosophie und Naturwissenschaften zusammenkommen müssen. Geistreich und unterhaltsam zugleich stellt Holger Zaborowski in seinen philosophischen Essays die verschiedenen Facetten des Menschlich-Seins vor.

Gleich eine ganze Reihe der wesentlichen anthropologischen Fragen behandelt der mittlerweile emeritierte Professor für Philosophie Rainer Marten: Von der Denkkunst über die Endlichkeit menschlichen Lebens, die Maßlosigkeit, die Poesie in Philosophie und Religion bis hin zu einem Lob der Zweiheit geht er in gut lesbaren, tiefsinnigen Studien den großen Themen des Menschseins auf den Grund.

Um die Zweiheit geht es auch Ferdinand Fellmann in seinem Buch "Das Paar", in dem er das Leben in Zweisamkeit als Rechtfertigung der Existenz des Menschen erkennt.
Danach, welche Menschenbilder in unserer Welt vorherrschen, welche Rolle sie spielen und was ein Menschenbild überhaupt ist, fragt Michael Zichy und leistet damit zugleich einen Beitrag zum interkulturellen Anthropologie-Diskurs.

Und auch im Bereich der Phänomenologie spielen anthropologische Fragestellungen eine wichtige Rolle: Der Mensch wird als Homo Ridens in den Blick genommen, wenn Lenz Prütting in seinem gleichnamigen philosophischen Standardwerk darlegt, dass erst das Lachen den Menschen zum Menschen macht. Zudem gehört zu der Bestimmung des Menschen seine Leiblichkeit, die Ute Gahlings geschlechtsspezifisch in Bezug auf die weibliche Leiberfahrung analysiert. Aus der medizinischen Anthropologie kommt Hartwig Wiedebachs Studie über die Pathische Urteilskraft des Menschen.
 
Die Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Anthropologie, Psychiatrie und Psychotherapie (DGAP) befasst sich mit Themen wie menschlichem Denken, Leid oder der Angst und stellt Autoren wie Karl Jaspers, Wolfgang Blankenburg, Ludwig Binswanger und Erwin Straus in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen.

Auch in der Reihe "dia-logik" finden sich einige wichtige Beiträge zur Philosophischen Anthropologie, so Karl Löwiths "Das Individuum in der Rolle des Mitmenschen", Eugen Rosenstock-Huessys "Die Kopernikanische Wende in der Sprachphilosophie" und Franz Rosenzweigs "Mein Ich entsteht im Du".

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