Der Monatsspruch im Juni 2024

Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der Herr euch heute rettet.

2. Mose 14,13

Ja, das ist so eine Sache mit dem nicht fürchten.
Natürlich stehen wir nicht als Volk Israel mit Mose am Schilfmeer und warten darauf, dass wir weiterkommen. Und hinter uns sehen wir auch nicht das Heer des Pharaos, das immer schneller nahekommt. Und wir haben auch nicht unser Haus und unseren Lebensort verlassen und alles aufgegeben.

Ich sehe uns trotzdem da stehen. Und wir wissen: Es muss einen Weg in die Zukunft geben. Wir sehen ihn nur nicht. Und die Klimakatastrophe jagt hinter uns her. Und das Sicherheitsempfinden in unserer Welt ist durch Kriege in unserer Nähe empfindlich gestört. Und wir als Kirche sind in den Grundfesten erschüttert und wie gelähmt angesichts des Missbrauchsskandals, der endlich ans Licht kam und über den nicht hinter vorgehaltener Hand befürchtet wurde. Und wir spüren: Die Gesellschaft verändert sich. Sehr dunkelbraune Gedanken bahnen sich einen Weg. Letztlich haben wir doch unsere eigenen Ägypter hinter uns. Und ein Meer von Aufgaben für die Zukunft vor uns.
Aber wir Christen sind es nicht mehr gewohnt, uns einzumischen. Zu lange haben wir uns versteckt, hinter unseren attraktiven Kirchenmauern. Mit großem Geld im Hintergrund. Und der Scheinsicherheit von deutlich mehr als der Hälfte der Bevölkerung als Mitglieder.

Und nun stehen wir da. Hinter uns drängende Probleme, die auch uns bald überrollen werden. Und vor uns? Eine Fülle von Aufgaben, die wir nicht mehr stemmen können. Vielleicht, weil wir es uns eben zu bequem gemacht haben in den letzten, den fetten Jahrzehnten. Und es hilft alles nichts. Wir müssen einen Weg in die Zukunft finden. Und wir können nur darauf hoffen, dass wir wenigstens die Zuversicht haben, auf Gott zu vertrauen. Damit wir den Mut und die Kraft finden um weiter zu machen. Und dann endlich wieder ins eigene Handeln kommen. Denn diese Welt braucht uns, um so zu werden, wie Gott sie sich vorgestellt hat.

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