Das Kreuz schreckt ab. Die Auferstehung ist ein Rätsel

Der du müde bist ...
Der du keinem wehtun wolltest und doch so viele gekränkt hast ...
Der du „ich" sagst und bei diesem Wort erschrickst ...
Christus steht für dich auf!

Sein Kreuz schreckt ab. Selten habe ich das so deutlich gespürt wie in den Wochen, in denen ich am März- und April-Heft 2007 der PASTORALBLÄTTER arbeite. Wir wollen nicht, dass einer sich für uns gibt. Wir wollen keinen Tropfen Blut auf unserer Bilanz.
Sein Kreuz schreckt ab. Und seine Auferstehung ist auch uns ein Rätsel. Und dennoch setzen wir Christen „Soll" und „Haben" auf diesen „looser". Sein Verlust ist unser Gewinn.
Ähnlich wie das März-Heft durchzieht auch diese Ausgabe die manchmal ausgesprochene, manchmal unausgesprochene Frage, wie wir uns zu diesem Schrecken und diesem Rätsel stellen. Aus diesem Grund habe ich entgegen ursprünglicher Planung fünf Passionsandachten für die ganz bewusste, unsere Nähe suchende Gestaltung der Passionswoche aufgenommen. So haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, damit vielleicht eine Zumutung, vielleicht eine Hilfe - einmal von einem Autor, in diesem Fall dem Schriftleiter -, eine inkl. Karfreitagspredigt durchgestaltete Passionswoche in Händen. (Ich hoffe, Sie verstehen diesen starken redaktionellen Eingriff. Normalerweise setze ich mich nur dann ein, wenn eine Autorin oder ein Autor einen Auftrag nicht übernehmen kann. So war das übrigens auch an Karfreitag - und damit begann das ganze Projekt.)
Bleibt am Ende doch nur das eine, was sie damals gegen jede schlechte Erfahrung an Kirchentüren schrieben und zu Papier brachten: „Mein einziger Trost im Leben und Sterben? Dass ich meines getreuen Heilands Jesu Christi eigen bin!" Gut, dass dieses Heft mit einem Beitrag über „Leben" endet.
Ich wünsche Ihnen eine spirituell erfüllte Passionswoche und die - auch leibliche - Erfahrung der Osterfreude.

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