Innere Ruhe finden

Will ich mich weiter im Kreis drehen? Kämpfen? Fliehen? Oder mich versöhnen und inneren Frieden und damit auch endlich innere Ruhe finden?

Innere Ruhe
Das Leben ist wie ein Kreisverkehr, der uns in Konfliktsituationen drei Ausfahrten anbietet: Kampf, Flucht oder Versöhnung. Wir müssen uns entscheiden.© pixabay

Konflikte gehören zum Leben dazu, sie sind ein Preis menschlicher Nähe und manifestieren sich als Steine in unserem biografischen Rucksack. Wir schleppen sie mit uns herum, bis sie immer schwerer werden und uns die Luft zum Atmen nehmen. Doch es gibt einen Weg, diese Steine loszulassen.

Walter Kohl ist diesen Weg gegangen. Aus eigener Erfahrung weiß er: Lebensfreude kann nur entstehen, wenn wir Frieden mit unserer Vergangenheit geschlossen haben und einen Lebenssinn sowie Lebensziele für die Zukunft sehen.

In seinem Buch Leben, was du fühlst: Von der Freiheit glücklich zu sein. Der Weg der Versöhnung macht Walter Kohl seinen eigenen Weg der Versöhnung mit seiner Vergangenheit nutzbar für jeden, der ebenfalls innere Ruhe finden möchte.

Wenn wir nicht in Frieden mit unserer Vergangenheit leben, hindert uns dies zum einen, unsere Gegenwart freudvoll zu gestalten und zum anderen beeinträchtigt es unsere Möglichkeiten für die Zukunft. Das Resultat: leidende Lebensfreude, keine Erfolge (da wir uns immer wieder mit der ungelösten Vergangenheit blockieren) und wenig Kraft im Hier und Jetzt. Unsere persönlichen Sackgassen weisen auf solchen Unfrieden hin. Es ist wichtig, seine Sackgassen zu erkennen und zu benennen, nur so kann ein Weg aus ihnen herausgefunden werden, um innerem Frieden und mehr Ausgeglichenheit zu finden.

Psychischer Haushalt unausgeglichen

„Oftmals versuchen wir uns einzureden, dass seelischer Schmerz quasi verstoffwechselt werden kann“, so Walter Kohl. „Doch unser psychischer Haushalt funktioniert nach anderen Gesetzmäßigkeiten. Zeit heilt eben nicht alle Wunden.“ Ganz im Gegenteil: Durch Aussitzen und Aushalten verschlimmern wir das ganze eher noch.

Mit dem Ausweichen ist es wie bei einem prall mit Luft gefüllten Ball, der unter Wasser gedrückt wird: Sobald man in der Anstrengung nachlässt, gelangt er wieder an die Oberfläche. Und je mehr Kraft angesetzt wurde, um ihn herunterzudrücken, desto wuchtiger springt er danach wieder in die Höhe. Die Hoffnung, dass seelische Probleme sich mit der Zeit wie durch einen persönlichen Zersetzungsprozess auflösen könnten ist trügerisch. Denn: Unser Herz verlangt nach Klärung und innerem Frieden, um glücklich zu sein.

Kraftquellen erschließen

Walter Kohl weiß, wie man die persönlichen Kraftfresser in seinem Leben erkennt, bearbeitet und so weit klärt, dass neue Tatkraft entsteht. Er zeigt, wie aus alten Kraftfressern neue Kraftquellen werden können.

Walter Kohl empfiehlt die letzte Ausfahrt: den Weg der Versöhnung mit seinen fünf konkreten Schritten. Dies sind:

  • Eigenes Anliegen klären
  • Fakten und Gefühle einbeziehen
  • Energiewandel wahrnehmen
  • Neue Kraft schöpfen
  • Gewonnene Kraft in den Alltag integrieren

In fünf Schritten innere Ruhe durch Versöhnung

„Lebensfreude kann nur entstehen, wenn wir Frieden mit unserer Vergangenheit geschlossen haben.“ Diese Erkenntnis hat Walter Kohl aus eigenen Erfahrungen gezogen: Durch einen übermächtigen Vater, seine persönliche Gefährdungssituation im Zeichen des RAF-Terrorismus und den Freitod seiner Mutter weiß er: Um zu sich selbst zu finden und neue Lebenswege zu gehen, ist Versöhnung eine Quelle innerer Kraft.

Erster Schritt: Was ist mein Anliegen?

Um den ersten Schritt zu machen, muss man wissen, wohin dieser Schritt gehen soll. Als nützliches Mittel dazu empfiehlt Walter Kohl „gedankliche Reduktion“, was so viel heißt wie: Konzentration auf das Wesentliche. Die Frage dazu lautet: Worum geht es mir genau? Welchen Kraftfresser will ich bearbeiten? In seinen Seminaren leitet Walter Kohl die Teilnehmer an, einen knappen und präzisen Satz zu formulieren. Ein solcher Satz beginnt am besten mit einem einfachen „Ich will…“ und endet mit einem konkreten Ziel. Denn erst wenn das schmerzhafte Thema exakt und konkret benannt ist, kann die Arbeit an der Wurzel des Problems beginnen. So startete Walter Kohl seinen Versöhnungsweg mit dem Anliegen: „Ich will Frieden mit meinen Gewalt- und Terrorismuserfahrungen haben.“

Zweiter Schritt: Alles auf den Tisch

Im zweiten Schritt auf dem Weg zur Versöhnung geht es darum, „alles auf den Tisch zu legen“: Das bedeutet, alle Gedanken, Fakten, Erinnerungen und Gefühle aufmerksam anzusehen – und zwar ohne Scham und Peinlichkeitsgefühle. Dass dieser Schritt nicht immer ganz leicht ist, weiß Kohl aus eigener Erfahrung: „Manchmal schämen wir uns für unsere Gefühle und wollen sie nicht wahrhaben“, sagt er. Gerade weil wir Meister im Verdrängen sind, sei dieser Schritt aber besonders wichtig. Um wirklich alle Gefühle „auszupacken“, empfiehlt Walter Kohl in seinem Seminar, einen Brief an sich selbst zu schreiben: Hier kann man alles rausschreiben, was man mit seinem schmerzhaften Erlebnis verbindet – in Walter Kohls Fall ging es um seine Terrorismuserfahrungen und damit verbundene Isolation. „Solche Briefe sind heilsam, weil sie uns eine Plattform bieten, in Ruhe und Abgeschiedenheit zu uns selbst zu finden und uns nicht länger vor uns selbst zu verstecken“, so Kohl.

Aus diesem Brief können dann die Kernaussagen – die Kraftfresser - herausgefiltert werden. Bei Walter Kohl etwa waren das: Einsamkeit, innere Sprachlosigkeit, Ohnmacht.

Dritter Schritt: Den Energiewandel erleben

„Zu jedem Gefühl gibt es ein Gegengefühl und die Energie kann verblüffend schnell von einem Pol zum anderen laufen“, so Walter Kohl in seinem Seminar. Deswegen geht es im dritten Schritt auf dem Weg der Versöhnung darum, zu den Kraftfressern aus dem zweiten Schritt ein positives Gegengefühl zu finden. Dazu müssen wir dieses zunächst identifizieren, und zwar klar und unmissverständlich. Schritt für Schritt, finden wir das stimmige Gegenstück. So wurde bei Walter Kohl aus Einsamkeit Verbundenheit, aus Ohnmacht Selbstverantwortlichkeit und aus innerer Sprachlosigkeit „Es sagen können“. Und aus der alten Energie „Ungerechtigkeit“ fand er das für sich stimmige Gegenstück "Akzeptanz und Vertrauen“.

Vierter Schritt: Mein Friedensvertrag mit mir selbst

Im vierten Schritt wird der Entschluss gefestigt, ein für allemal aus dem alten inneren Konflikt auszusteigen. Und dies geschieht durch einen „Friedensvertrag an sich selbst“: In diesem Vertrag erklärt man seine Unabhängigkeit gegenüber der alten Situation, die Schmerzen bereitet hat. Dabei ist wichtig, dass der Text keine Schuldzuweisungen oder Beschimpfungen enthält. „Wir brauchen und sollten nicht auf die anderen Beteiligten warten, denn wir schaffen unseren neuen inneren Frieden aus unserer eigenen Hoheit heraus“; betont Walter Kohl. Versöhnung und innerer Frieden kennen keine weiteren Ansprüche an andere.

Aus dem Konflikt aussteigen

Walter Kohls Friedensvertrag lautet in Ausschnitten: „Heute akzeptiere ich die Jahre des Terrorismus als einen Teil meines Lebens. Es ist kein schöner Teil, aber ein Teil, der da ist, so wie andere Teile auch. (…) Meine alten Gefühle habe ich anerkannt. Sie sind wahr. Doch ich habe gelernt, mit diesen Gefühlen umzugehen, sie zu wandeln. Ich bin ihnen nicht länger ausgeliefert. Heute kann ich sagen, dass die Terrorzeit mich nicht gebrochen hat, wohl aber verletzt. (…) Dieser Verletzungen waren tief, doch sie sind durch den Weg der Versöhnung verheilt und vernarbt. Manche Narben verheilen, aber das ist okay. Auch alte Hunde haben oft Narben, aber sie sind dennoch schön und liebenswert.“

Fünfter Schritt: Die neue Kraft im Fluss des Alltags nutzen

Jeder, der den Weg der Versöhnung aufgenommen hat, weiß: Versöhnung befreit. Sie erneuert den Menschen. Sie setzt ungeahnte Kräfte frei. Den inneren Frieden im Alltag zu leben, sei der eigentliche Prüfstein. „Und Prüfungen werden kommen, so viel ist sicher“, weiß Walter Kohl. Der fünfte Schritt führt aus der Vergangenheit in die Zukunft. Er ist Symbol einer Lebensphilosophie, in der die Suche nach innerem und äußerem Frieden im Mittelpunkt steht.

Probieren Sie es aus und erleben Sie Gelassenheit, Innere Ruhe und Ausgeglichenheit finden.

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