Mikrotransitionen U3

Der Begriff bezieht sich auf die sich mehrfach täglich wiederholenden Wechsel in den Alltagsroutinen der Einrichtung, die das Kleinkind durchlebt. Beispielsweise der Wechsel vom Gruppenraum zum Waschraum, von drinnen nach draußen, vom Essen zum Schlafen oder vom Spielen zum Aufräumen/Wickeln.

Bis die kleinen Übergänge im Tagesablauf einer Einrichtung für Kleinkinder vertraut geworden sind, vergeht oft eine längere Zeit. Fachkräfte benötigen hier feine Antennen für die Herausforderungen, die die kleinen Veränderungen im Alltag für ein junges Kind bedeuten können. Veränderungen und Unerwartetes können heftige Gefühle von Verunsicherung auslösen, die teilweise mit einem Verlust der emotionalen Regulation einhergehen. Die pädagogische Fachkraft sollte daher darauf vorbereitet sein, dass Kinder mit äußerst starken Emotionen auf Veränderungen in der Tagesrhythmik reagieren können.

Um einen Übergang problemlos zu bewältigen, müssen die Kleinkinder oft eine ganze Reihe von Teilschritten überblicken. Die pädagogischen Fachkräfte brauchen daher einen sehr guten Überblick darüber, welche und auch wie viele Teilschritte dies insgesamt sind.