Autonomiephase U3

Ungefähr im zweiten Lebensjahr fängt ein Kind an, sein „Ich“ zu entdecken, einen eigenen Willen zu entwickeln und sich Handlungsziele vorzustellen. Ein Meilenstein in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, weil es sich erstmals als eigenständige Person wahrnimmt. Der nun einsetzende Entwicklungsabschnitt wird deshalb als Autonomiephase bezeichnet. 

Das Kind versucht zunehmend, seine Anliegen durchzusetzen, und benutzt dafür bewusst die Worte „nein“ und „ich will“. Je mehr es sich als eigene, von anderen getrennte Person erlebt, mit eigenen Gefühlen und eigenem Willen, desto stärker möchte es selbst über sich bestimmen und eigenständig handeln. Anfangs ist das Kind bei diesen ersten Schritten auf dem Weg in die Autonomie noch stark auf sich selbst bezogen. Häufig fehlen ihm Handlungsalternativen, wenn es ein Ziel nicht erreichen kann: Es „scheitert“. Die Reaktionen darauf fallen sehr unterschiedlich aus.