Kinderspiele für drinnen

Die verflixte Eins

Man braucht einen Würfelbecher und drei Würfel. Reihum wird gewürfelt. Wenn eine Eins gewürfelt wird, scheidet ein Würfel aus und es wird mit nur zweien weitergespielt. Bei der nächsten Eins wird der zweite Würfel aus dem Spiel genommen. Wer mit dem letzten Würfel die dritte Eins würfelt, hat verloren.

Abstrakte Kunst

Material:

  • Schuhkarton
  • Wasser- oder Fingerfarben
  • kleine und mittelgroße Gummibälle
  • Papier

Zunächst werden verschiedene Farbtöne mit Wasserfarben dick angerührt. Dann wird auf den Boden des Schuhkartons ein Blatt Papier gelegt. Ein Kind beginnt und dippt einen Gummiball an verschiedenen Stellen in die Farbe, legt ihn in den Karton und bewegt ihn hin und her, sodass der Ball über das Papier rollt und ein buntes Muster hinterlässt. Mit anderen Farben können so bunte Muster gezeichnet und Fantasiebilder erstellt werden, ganz nach Geschmack des Künstlers. Genauso gut können aber auch zwei oder drei Bälle mit unterschiedlichen Farben gleichzeitig im Karton hin- und hergeschüttelt werden. Gemeinsam wird betrachtet, wie sich die Farben vermischt haben und welche neuen Farbtöne entstanden sind. Jedes Kind interpretiert am Schluss, was auf seinem bunten Blatt zu sehen ist.

Bunte Hände

Material:

  • Tapetenbahn
  • Zeitungen
  • Fingerfarben

Alte Zeitungen werden ausgelegt, damit beim Farbenspiel der Boden oder Tisch keine Farbe abbekommt. Ihr Kind zieht sich alte Männerhemden oder Malkittel an. Dann wird die Tapetenbahn ausgebreitet und das Kind komponiert ein farbenfrohes Bild aus Handabdrücken. Zunächst werden die Handflächen mit einer Farbe eingefärbt und aufs Papier gedrückt. Dann werden Handflächen und Finger mit zwei unterschiedlichen Farben verziert, und schließlich wird die Hand mit verschiedenen Farben bemalt und hinterlässt einen kunterbunten Abdruck.

Von der Einfarbigkeit bis hin zur vielfarbigen Gestaltung findet so eine Steigerung statt. Auf der Tapetenbahn erscheinen die Abdrücke zum Teil nebeneinander, sie können aber auch übereinander gedruckt und zu Figuren und Formen arrangiert werden.

Geräuschdetektive

Material:

  • Pappröhren, etwa Toiletten- oder Haushaltstücherröhren

Das Konzentrieren auf eine Sinneswahrnehmung wie das Hören führt Kinder zu Entspannung und Stille. Eltern geben Ihren Kindern Pappröhren und erklären, wie sie mit diesem Hörrohr auch ganz leise Geräusche wahrnehmen können. Das Hörrohr wird an das eine Ohr gehalten, das andere wird mit der flachen Hand verschlossen. Alle müssen dann ganz still sein.

Nun horchen die Kinder an verschiedenen Gegenständen, auf dem Boden, an den Wänden, am Schrank usw. Zum Schluss können sich Ihre Kinder auch gegenseitig abhorchen. Anschließend berichten sie, was sie wahrgenommen haben.

Kuckucksei

Für dieses Spiel braucht man einen Becher und einen Zahlenwürfel. Dann wird ausgemacht, wie viele Runden gespielt werden sollen. Das erste Kind würfelt und stülpt seinen Becher vor dem linken Nachbarn um. Die geworfene Augenzahl gilt für den und wird aufgeschrieben. Hat das Kind aber eine l gewürfelt, muss es sich selbst einen Minuspunkt aufschreiben. Dann würfelt das nächste Kind nach dem gleichen Muster, und so fort...

Zuletzt zählt jeder seine Punkte zusammen und zieht davon die Minuspunkte ab. Wem bleiben die meisten Punkte?

Leben oder Tod

Benötigt werden 32 Spielkarten (mit den Werten As, König, Dame, Bube, Zehn, Neun, Acht, Sieben), die nach Farben Rot = Leben (Herz und Karo) und Schwarz = Tod (Kreuz und Pik) sortiert werden. Jeder Spieler erhält einen Stapel, den er gut mischt und verdeckt vor sich auf den Tisch legt. Der Tod, Schwarz, fängt an und deckt die oberste Karte seines Stapels auf. Das Leben - Rot - legt seine oberste Karte dazu. Wer die höherwertige Karte aufgedeckt hat, darf die beiden Karten einziehen und unter seinen Stapel schieben. Wenn zwei gleichwertige Karten aufgedeckt werden, darf sie sich derjenige nehmen, der als nächstes dran ist. Sieger ist, wer am Schluss sämtliche Karten besitzt.

Traumreise auf einer Wolke

Nach einem Tag voller Erlebnisse und Aktionen tut eine gemeinsame Ruhe- und Entspannungsübung gut.

Die Kinder legen sich auf den Rücken und schließen die Augen, während Vater oder Mutter langsam, mit ruhiger Stimme und vielen Pausen erzählt:

Stell dir vor, du liegst an einem warmen, sonnigen Tag auf einer schönen Wiese unter einem Baum. Du spürst die warme Sonne auf den Beinen, auf dem Bauch und auf den Armen. Über dir wiegen sich die Zweige und Blätter des Baums, unter den du dich gelegt hast, im sanften Wind. Und zwischen den Blättern siehst du den Himmel. Am Himmel ziehen bauschige, weiße Wolken vorüber.

Stell dir vor, dass du plötzlich auf einer dieser Wolken sitzt. Ein frischer Wind weht, und alles ist ganz still. Du siehst die Welt von weit oben, alles ist ganz klein dort unten. Die Bäume sehen von oben aus, als hätten sie nur einen ganz kurzen Stamm. Von manchen Bäumen sieht man nur das grüne Blätterdach.

Die Häuser scheinen vor allem aus großen, roten Dachflächen zu bestehen. Langsam zieht die Wolke weiter, auf der du sitzt. Du hättest nie gedacht, so weit oben sitzen zu können ohne Angst zu haben. Ein leichter Wind weht, und die Wolke treibt langsam weiter. Du siehst Flüsse und Dörfer, Wiesen und Wälder.

Du drehst dich auf deiner Wolke um und bemerkst, dass sie viel größer geworden ist. Weiter hinten sitzen andere Kinder auf der Wolke. Du gehst zu ihnen, und langsam erkennst du sie. Es sind Freunde und Freundinnen von dir, alle Kinder aus dem Kindergarten. Schau genau hin, erkennst du, wer sie sind? Du gehst zu ihnen und freust dich, sie zu sehen. Ihr setzt euch gemeinsam hin und spielt und alles ist schön und ruhig. Ihr schaut gemeinsam auf die Erde, die weit unter euch liegt. Alles dort unten sieht so klein und unwichtig aus.

Dann geht ihr auf der Wolke spazieren. Du fühlst dich wohl. Nachdem ihr eine Weile lang gegangen seid, setzt ihr euch hin. Ihr seid müde vom Spazierengehen. Du legst dich auf den Rücken. Die Wolke ist weich. Ihr redet miteinander, du atmest tief und gleichmäßig und schläfst ein.

Nach einer Weile wachst du wieder auf. Du liegst wieder in dem schönen Garten auf der Wiese unter dem Baum. Langsam öffnest du die Augen und blinzelst durch die Blätter zum blauen Himmel hoch. Eine große, weiße Wolke zieht vorüber. Du reckst und streckst dich und fühlst dich voller Energie.

Traumreise per Flugzeug

Die Verknüpfung von Aktivität und Ruhe sorgt für einen Ausgleich und lässt Aktion und Entspannung in abwechselndem Nacheinander zu. Bei diesem Aktionsspiel bewegen sich Ihre Kinder nach Ihren Anweisungen. An den Bewegungsteil, der sich je nach Bewegungsbedürfnis gestaltet, schließt sich eine Ruhephase an.

"Stellt euch vor, ihr seid Motorflugzeuge. Lange habt ihr nur herumgestanden und durftet nicht fliegen, aber endlich ist es wieder soweit, und ihr dürft abheben. Streckt langsam eure Arme hoch, bis sie waagrecht stehen. Das sind die Flügel. Ohne Flügel kann ein Flugzeug nicht fliegen. Das Flugzeug startet, ihr geht also langsam los.

In kleinen Schritten geht´s vorwärts, ihr werdet immer schneller und plötzlich hebt ihr ab. Sanft gleitet ihr durch die Luft. Ihr fliegt ein Stück geradeaus, und dann dreht ihr ab. Jetzt fliegt ihr in die entgegengesetzte Richtung, bevor ihr wieder eine Kurve fliegt. In den Kurven liegen die Flügel schräg in der Luft, und das Flugzeug wird in den Kurven langsamer. Passt auf, dass ihr nicht aneinanderstoßt. Jedes Flugzeug muss genug Platz haben.

Jetzt fliegt ihr einen großen Kreis. Der Kreis wird enger, dann wieder weiter, und jetzt fliegt jedes Flugzeug für sich allein, und jedes passt auf, dass es nicht mit einem anderen zusammenstößt. Langsam landen die Flugzeuge wieder, eines nach dem anderen. Wenn sie stehen, klappen die Flugzeuge ihre Flügel wieder herunter."

Die Kinder "landen" nacheinander, breiten eventuell Matten oder Liegedecken aus legen sich auf den Rücken.

"Das war ein anstrengender Flug. Schließt eure Augen und atmet tief ein und aus. Überlegt, was ihr als Flugzeug in der Luft alles erlebt habt. Wie sahen die Häuser und die Leute von oben aus? Atmet ruhig und gleichmäßig."

Trinkhalmrakete

Sie brauchen:

  • pro Rakete eine Plastikflasche mit Schraubverschluss
  • je einen dünnen und dicken Plastiktrinkhalm
  • Knete
  • Fotokarton
  • Bohrer
  • Schere und Kleber

Schrauben Sie die saubere, leere Plastikflasche zu und bohren Sie ein Loch in den Schraubversschluss. Stecken Sie den dünnen Trinkhalm in die Öffnung und kleben Sie ihn dort fest. Schneiden Sie den dickeren Trinkhalm auf etwa 10 cm Länge zurecht, und kleben Sie zwei aus dem Fotokarton geschnittene Dreiecke als Raketenflügel an sein Ende. Verschließen Sie dann die obere Öffnung mit einem Knetekügelchen und stecken Sie den Trinkhalm komplett über den dünnen, in der Flasche steckenden Halm. Wenn nun die Plastikflasche kurz und kräftig zusammengedrückt wird, schießt die Trinkhalmrakete weit davon.

Wattepusten

Material:

  • Watte

Aus der Watte werden kleine, möglichst gleich große Bäuschchen gezupft. Dann teilen sich die Kinder in zwei gleich große Gruppen und setzen sich gegenüber an einen Tisch.

Zunächst pusten sich die einander gegenüber sitzenden Kinder ein Wattebäuschchen zu. So geht es eine Weile hin und her.

Dann wird das Gruppenspiel eröffnet. In die Mitte des Tisches werden mehrere Wattebäuschchen gelegt, und auf ein Kommando hin beginnen alle zu pusten. Jede Gruppe versucht, die Bäuschchen möglichst weit auf die Seite der gegenüber sitzenden Gruppe zu pusten. Fällt ein Bäuschchen auf einer der beiden gegenüberliegenden Seiten vom Tisch, darf es nicht mehr aufgehoben werden.

Das Spiel ist beendet, wenn alle Wattebäuschchen vom Tisch gepustet wurden, wobei die Bäuschchen, die seitlich herunterfallen, immer wieder in die Tischmitte gelegt werden können.

kizz Newsletter

Wir versorgen Sie wöchentlich mit aktuellen Spiel-, Bastel- und Festideen und geben Ihnen hilfreiche Erziehungstipps. Fordern Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter an. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.