Bewegungslandschaften in der Kita

Kinder brauchen Bewegung und zwar mehr als Erwachsene! Bewegung ist der Motor für eine gesunde, ganzheitliche Entwicklung, denn Bewegung schult die Wahrnehmung der Kinder, ihr Körperbewusstsein und damit ihr Ich-Erleben.

Bewegungslandschaften
© zlikovec - iStock

Das Koordinationsvermögen und der Gleichgewichtssinn sind gefragt ebenso wie die Wahrnehmung des Raumes und der eigenen Person mit allen Sinnen.

  • Mit wie viel Kraft muss ich den Ball werfen, damit er im Korb landet?
  • Wie viel Schwung brauche ich, um über das Hindernis zu springen?
  • Was muss ich mit meinem Körper tun, damit ich auf einem Bein stehen kann?

Über solche Fragen denken Kinder vermutlich nicht bewusst nach, aber durch Bewegung und Erfahrung lernen sie, sich selbst, ihre Umwelt und ihren Körper besser einzuschätzen, begreifen Ursache-und-Wirkungszusammenhänge und erfahren: „Das kann ich. So stark bin ich. So hoch kann ich springen.“ Ebenso wie: „Das schaffe ich noch nicht. Das muss ich noch einmal probieren.“

Leider ist Bewegung immer weniger ein natürlicher Bestandteil der Kindheit, denn sie wird zunehmend in geschlossenen Räumen und bei der Nutzung von Medien verbracht. Ein klarer Auftrag also an Kindertagesstätten, Bewegung zu fördern und Bewegungsanlässe zu kreieren. Eine beliebte Form dazu sind Bewegungslandschaften – vielfältige Angebote zur Bewegung, drinnen oder draußen, mit verschiedenen Stationen, an denen die Kinder sich frei bewegen und nach eigener Lust austoben können.
Bewegungslandschaften haben einen hohen Aufforderungscharakter, das bedeutet, dass sie Kinder fast von allein dazu bewegen, loszurennen, zu hüpfen, zu klettern, zu rutschen oder ein Hindernis zu überwinden.

Eine bewusst konstruierte Bewegungslandschaft hat als Vorbild Bewegungsherausforderungen, denen Kinder in der Natur von selbst begegnen würden: auf eine Mauer klettern, über Hindernisse springen, einen kleinen Hügel hinunterrutschen, auf einem Baumstamm balancieren. Dabei geht es um großräumige Bewegungsmöglichkeiten und es entsteht aus verschiedenen Bausteinen ein Abenteuerspielplatz im Turnraum der Kita.

Wer regelmäßig Bewegungslandschaften aufbaut, kann ihnen verschiedene Schwerpunkte geben, sodass eine größere Abwechslung möglich ist:

  • Schwerpunkt Klettern, z.B. eine Bank in einer Sprossenwand einhängen und mit Matten unterpolstern; verschieden hohen Kästen hintereinander aufstellen, vom obersten kann man auf eine Matte hinunterspringen
  • Schwerpunkt Krabbeln und Kriechen, z.B. durch einen Kriechtunnel kriechen oder Reifen zwischen Hindernisse einklemmen und abwechselnd darüber klettern und unten drunter durch kriechen, eine Matte über einen Kasten legen und dann darüber krabbeln
  • Schwerpunkt Schwingen, z.B. schwingen an Schwingringen mit Matten unterlegt, eine Leiter, die auf zwei Kästen liegt, an der man sich entlanghangeln kann, sich an einem Tau von der Decke festhalten und von einem Kasten herunterspringen und hin- und herschwingen.

Solche Aufbauten können nach Belieben ergänzt werden. Oder wie wäre es, wenn es eine Bewegungslandschaft für Fahrzeuge wie Rutschauto, Dreirad und Co. gäbe?

Wichtiger Hinweis: Bewegungslandschaften sind nicht ungefährlich. Planen Sie die Aufbauten sorgfältig, verwenden Sie Turnmatten an den entsprechenden Stellen und prägen Sie den Kindern die Regeln gut ein (z.B.: Jedes Gerät darf immer nur von einem Kind benutzt werden).

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