Familiengottesdienst zur Weihnachtszeit im Freien (Innenhof / Kirchplatz / Schulhof)

Die Gottesdienstteilnehmende stehen im Innenhof/Kirchplatz/Schulhof, in der Mitte brennt ein Feuer (vgl. Ostern), daneben eine leere Krippe, in die dann das Jesuskind gelegt wird.

Beteiligte Personen

  • Gottesdienstleitung
  • Für die Mitmachgeschichte:
    • jemand, der die Bewegungen vormacht und das Jesuskind in die Krippe legt
    • jemand, der sie Sätze vorspricht
  • Musikgruppe (Schule/Musikschule-Flötenkinder usw…) oder elektronische Einspielung
  • eventuell zwei MinistrantInnen, die mit Kerzen während der Mitmachgeschichte rechts und links neben dem/der ErzählerIn (Gottesdienstleitung) stehen
  • Ordnerdienste sorgen für die Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften

Benötigte Materialien

  • Krippe und Jesuskind,
  • Lautsprecher und Mikrofon
  • Liedblätter sind nicht nötig, könnten aber als Zählhilfe bei einer begrenzten TN-Zahl hilfreich sein.
  • Um die Stehplätze wegen der Abstandsregel zu markieren, könnte für jede Familie ein Grab/Windlicht auf dem Platz stehen, um das sich gestellt werden kann.

Dauer: max. 30 Minuten

Begrüßung

Herzlich willkommen zu unserem Familiengottesdienst hier im Pfarrinnenhof / auf unserem Kirchplatz von St. N. / Pausenhof der Schule …

Wir sind versammelt um Weihnachten zu feiern. Wir sind in Gottes Namen da: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.- Amen.

Eröffnungslied mit Bewegung: Seht, die gute Zeit ist nah – 1. Strophe
Text und Bewegungen werden kurz eingeübt

Christusrufe

Herr, Jesus Christus, du bist für uns auf die Welt gekommen.
Herr, erbarme dich.

Herr, Jesus Christus, du bist Gottes Sohn, geboren in einem Stall.
Christus, erbarme dich.

Herr, Jesus Christus, du willst heute auch in unser Herz kommen.
Herr, erbarme dich.

Einführung in das Weihnachtsevangelium

Wir sind heute draußen versammelt, um die Weihnachtsgeschichte zu hören. Wie bei den Hirten auf dem Feld brennt bei uns ein Feuer. In der Kälte und (einbrechenden) Dunkelheit erschienen den Hirten die Engel und verkündeten ihnen die Geburt Jesu.
Wir wollen die Weihnachtsgeschichte aber nicht nur hören. Heuer ist leider kein übliches Krippenspiel möglich. Vielleicht hätte das ein oder andere Kind gerne mitgemacht. Darüber muss niemand traurig sein, denn alle dürfen heute mitmachen. Wir brauchen euch alle, damit Weihnachten werden kann. Vielleicht können wir Weihnachten so noch viel intensiver erleben: Wir sind draußen wie die Hirten, wir werden die Geschichte nicht nur hören oder bei einem Krippenspiel zusehen, sondern selbst mitmachen und so ganz dabei sein. Denn wir wollen das Evangelium als Mitmachgeschichte erleben.

Frau/Herr N. macht Bewegungen vor, die alle mitmachen
Frau/Herr N. spricht einen Satz vor, den alle nachsprechen und ich erzähle euch die Weihnachtsgeschichte

Mitmachgeschichte: Herbergssuche (nach Lk 2,1-7) - Weihnachten

ErzählerIn: Vor gut 2000 Jahren war das Land Israel von den Römern besetzt. Der Kaiser Augustus wollte wissen, wie viele Menschen dort wohnten. Deshalb mussten sich alle in Listen eintragen lassen. Und so gingen auch Josef und Maria von Nazaret nach Bethlehem. Denn Josef gehörte zu dem Geschlecht, also der Familie Davids, die aus diesem Ort stammte. Maria war hochschwanger. Die Geburt stand kurz bevor. So war der Weg für sie sehr anstrengend.

Alle gehen langsam und gebeugt.
ErzählerIn: Doch in Bethlehem waren viele Menschen, die ebenfalls zur Volkszählung gekommen waren. Alle suchten nach einer Übernachtungsmöglichkeit, auch Maria und Josef. Und so kommen sie zu einem Haus und klopfen an.
Alle klopfen (an eine Tür/Tisch o.ä.) / stampfen mit einem Fuß.
ErzählerIn: Die Tür geht auf und ein Bewohner schaut heraus.
Alle machen mit einer Handbewegung die Türe auf.
ErzählerIn: Doch der Bewohner winkt ab, als er die beiden sieht.
Mit der Hand abwinken.
ErzählerIn: Er schüttelt den Kopf und sagt: Wir haben keinen Platz.
Alle schütteln den Kopf und sagen: Wir haben keinen Platz.
ErzählerIn: Maria und Josef gehen zum nächsten Haus.
Alle gehen langsam und gebeugt.
ErzählerIn: Doch dieses Mal ist es auch nicht besser: Maria und Josef klopfen an.
Alle klopfen (an eine Tür/Tisch o.ä.) / stampfen mit einem Fuß.
ErzählerIn: Die Tür geht auf und ein Bewohner schaut heraus.
Alle machen mit einer Handbewegung die Türe auf.
ErzählerIn: Doch auch dieser Bewohner winkt ab, als er die beiden sieht.
Mit der Hand abwinken.
ErzählerIn: Er schüttelt den Kopf und sagt: Wir haben keinen Platz.
Alle schütteln den Kopf und sagen: Wir haben keinen Platz.
ErzählerIn: Maria und Josef gehen enttäuscht zum nächsten Haus. Das Gehen fällt ihnen immer schwerer. Sie sind müde und haben keine Kraft mehr.
Alle gehen noch langsamer und gebeugter.
ErzählerIn: Doch dieses Mal ist es auch nicht besser: Maria und Josef klopfen an.
Alle klopfen (an eine Tür/Tisch o.ä.) / stampfen mit einem Fuß.
ErzählerIn: Die Tür geht auf und ein Bewohner schaut heraus.
Alle machen mit einer Handbewegung die Türe auf.
ErzählerIn: Doch auch dieser Bewohner winkt ab, als er die beiden sieht.
Mit der Hand abwinken.
ErzählerIn: Er schüttelt den Kopf und sagt: Wir haben keinen Platz.
Alle schütteln den Kopf und sagen: Wir haben keinen Platz.
ErzählerIn: Es ist schon spät. Maria ist am Ende ihrer Kräfte. Josef sieht es. Er weiß nicht, was er tun soll und sagt verzweifelt: Maria kann nicht mehr weitergehen.
Alle zucken mit den Schultern und sagen: Maria kann nicht mehr weitergehen.
ErzählerIn: Da haben die Leute Mitleid mit den beiden. Sie schütteln den Kopf und sagen: Wir haben wirklich keinen Platz.
Alle schütteln den Kopf und sagen: Wir haben wirklich keinen Platz.
ErzählerIn: Aber sie zeigen Maria und Josef den Weg: Geht zu diesem Stall.
Alle zeigen mit der Hand den Weg und sagen: Geht zu diesem Stall.
ErzählerIn: Und so gehen Maria und Josef sehr langsam zum Stall, weil in keiner Herberge ein Platz für sie war.
Alle gehen ganz langsam und gebeugt.
ErzählerIn: Dort gebar Maria ihren Sohn. (Die Jesusfigur wird in die Krippe gelegt) Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
Alle schaukeln ein Kind sanft in den Armen.
ErzählerIn: In der Nähe waren Hirten auf den Feldern. Sie hielten Nachtwache bei ihren Tieren. Da trat ein Engel zu ihnen. Sein Glanz erschreckte die Hirten.
Alle erschrecken.
ErzählerIn: Doch der Engel sagte: „Fürchtet euch nicht.“
Alle: „Fürchtet euch nicht.“
ErzählerIn: Ich verkünde euch eine große Freude: heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Da freuten sich die Hirten und jubelten.
Alle jubeln.
ErzählerIn: Sie sagen: Kommt wir gehen nach Betlehem.
Alle sagen: Kommt wir gehen nach Betlehem.
ErzählerIn: So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Alle gehen ganz schnell.
ErzählerIn: Sie rühmten Gott und beteten das Kind an.
Alle knien sich hin/machen mit dem Kopf eine kleine Verneigung
MinistrantInnen stellen die Kerzen zur Krippe

Abschluss: Seht die gute Zeit ist nah – 2. Strophe
Friedensgruß nur in Familie geben, ansonsten zunicken/zuwinken
Text und Bewegungen werden kurz eingeübt

Fürbitten

Über unsere Freude, dass Jesus geboren ist, wollen wir nicht die Sorgen und Nöte der Menschen vergessen. Und so bitten wir:

  1. Für alle Menschen, die durch Flucht, Krieg und Vertreibung oder wegen der Pandemie nicht zu Hause Weihnachten feiern können. Dass sie in Liebe mit ihren Familien verbunden bleiben. – Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
  2. Für alle Menschen, die Weihnachten nicht so glanzvoll feiern können. Dass sie Trost und Kraft aus der Frohen Botschaft erhalten. Denn Jesus ist als armes Kind im Stall geboren.- Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
  3. Für alle Menschen, denen es schwer fällt an die Geburt Jesu, Gottes Sohn, zu glauben. Dass sie ihr Herz für Jesus öffnen können.– Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
  4. Für alle Menschen, die alleine, einsam oder krank sind. Dass sie die Nähe Gottes durch die Geburt Jesu spüren. – Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

An Weihnachten dürfen wir deine Geburt feiern. Durch Gott den Vater und den Heiligen Geist bist du auf die Welt gekommen. Auf dich hoffen wir jetzt und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit – Amen.

Vaterunser

Unser Vater im Himmel kennt unsere Freuden und unsere Sorgen. Zu ihm wollen wir beten: Vater unser …

Vermeldungen

Danke, allen, die mitgeholfen haben: Organisation, Mitmachgeschichte, Musikgruppe, MinistrantInnen … und Euch, die Ihr gebetet, gesungen und in der Mitmachgeschichte Weihnachten zu einem Erlebnis habt werden lassen.

Wir wünschen Euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und bitten nun Gott um seinen Segen:

Segen

Die Engel Gottes mögen auch unsere Dunkelheiten hell machen.

Der Stern über Bethlehem zeige uns den Weg zu Jesus, dem Sohn Gottes.

Der Heilige Geist wärme uns mit dem Feuer der Liebe.

Dazu segne uns alle Gott , der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Schlusslied: Stille Nacht

Maria Garsky

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