Tansania

Schätzungen zufolge (seit 1967 wurden die Zahlen offiziell nicht mehr erhoben) bekennen sich in Tansania 40 Prozent der Bevölkerung zum Christentum, 40 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, 20 Prozent dürften Anhänger traditioneller afrikanischer Regionen sein. Ethnisch lassen sich in Tansania 120 Gruppen nachweisen, von denen der überwiegende Teil den Bantu-Stämmen der Sukuma (am Victoria-See), der Nyamwezi (im Hochland), der Makonde (im Südosten), der Haya (westlich des Victoria-Sees) sowie der Dschagga (am Fuße des Kilimandscharo) angehören. 80 Prozent der Bevölkerung Tansanias gehört patrilinearen Gemeinschaften an, während 20 Prozent der Bevölkerung in matrilinearen Traditionen leben. Während einige ethnische Gruppen traditionell Viehzucht betreiben, ernähren sich andere Stämme seit Generationen von der Fischerei. Migrationsbewegungen haben zu einer weiteren Pluralisierung der Bevölkerung Tansanias beigetragen. Neben den Arabern sind es vor allem zahlreiche Inder, die in Tansania eine neue Heimat gefunden haben und dort erfolgreich in die gesellschaftlichen und politischen Strukturen integriert worden sind.

Politisch ist die im April 1964 entstandene tansanische Union zwischen dem Festlandterritorium Tanganjika und Sansibar eine Föderale Republik. Seit 1986 hat sich Tansania nach und nach von seinem ursprünglich von Staatsgründer Julius Nyerere „verordneten“ sozialistischen Weg distanziert und einen wirtschaftsliberalen Weg eingeschlagen.

(Stand: April 2015)