Die Welt nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Weltgeschichte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Wesentlichen durch die Manifestierung der beiden konkurrierenden Machtblöcke innerhalb des Ost-West-Konflikts in Form des Kalten Krieges gekennzeichnet. Im Zentrum dieser globalen Auseinandersetzung stand die Rivalität zweier Systeme: Auf der einen Seite das kommunistische Modell der staatssozialistischen Volksdemokratie und auf der anderen das westliche Modell der liberalkapitalistischen parlamentarischen Demokratie.

Die Welt nach dem 2. Weltkrieg
© PIxabay

Truman-Doktrin bis Ende der Sowjetunion

Der Kalte Krieg wurde 1947 mit der »Truman-Doktrin« faktisch offiziell erklärt und endete im Jahre 1991 mit der Auflösung der Sowjetunion. Zentrales Kennzeichen dieses Konfliktes war die gegenseitige Bedrohung mit Atomwaffen, deren Zerstörungspotential erstmals die komplette Vernichtung der menschlichen Lebensgrundlagen erlaubt hätte. Dies trug insbesondere in der Wahrnehmung der Zeitgenossen den ideologisch-politischen Gegensatz zwischen Ost und West auf eine neue, bislang unbekannte Ebene.

Ostblock gegen Westblock

Im Verlauf dieser im Grundsatz bipolaren Auseinandersetzung ordneten sich nahezu alle Staaten einem der jeweiligen Blöcke zu. Ausnahmen bildeten China, das in den 1960er-Jahren selbst zur Atommacht aufstieg, und die »Blockfreien Staaten«, die ohne eine vertragliche Bindung größtmögliche Freiheit bewahren wollten. In ihrer eigentlichen Rolle als Vertreter des Konzeptes der kollektiven Sicherheit sollten auch die 1945 gegründeten Vereinten Nationen als neutrale Kraft agieren. Als Organisation wurde sie allerdings durch Rivalität und Einfluss der beiden »Supermächte« USA und Sowjetunion nicht selten faktisch außer Kraft gesetzt. Ebenfalls involviert waren verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGOs), sodass der Konflikt letztendlich immer mehr zu einer multipolaren Auseinandersetzung wurde.

Dekolonisierung

Ein weiteres zentrales weltpolitisches Thema war der rapide fortschreitende Prozess der Dekolonisierung. Vor allem Großbritannien und Frankreich hatten mit dem Zerfall ihrer Kolonialreiche zu kämpfen, aber auch die restlichen verbliebenen Kolonialmächte mussten ihre überseeischen Kolonien in die Unabhängigkeit überlassen. Auch bei diesen Prozessen stand oftmals der Kalte Krieg im Hintergrund. Die ehemaligen Kolonien profitierten oft sogar davon, da sie von beiden Machtblöcken mit Entwicklungshilfe umworben wurden, da man sie so nach Osten oder Westen in das entsprechende Lager zu locken versuchte.

Eine vernetzte Welt

In den Beziehungen zwischen den Staaten spielten nach 1945 der quantitativ stark ansteigende Transfer von Gütern, Dienstleistungen und kulturellen Denkmustern sowie das Bewusstsein einer erhöhten Abhängigkeit der Staaten untereinander wesentliche Rollen.

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