Die Rule of Rescue wird in diesem Beitrag als kontextuelle Anwendung des allgemeinen Schadensvermeidungsprinzips verstanden. Hierzu werden zentrale Begriffe (Schaden, Bedürfnis, medizinische Bedürftigkeit, Wirksamkeit bzw. Nutzen und Dringlichkeit) und ihr gegenseitiges Verhältnis geklärt. Es wird deutlich gemacht, dass auch ein riskierter Schaden, der sich präventiv hätte vermeiden lassen, zu verantworten ist. Somit ist die Prävention schweren Schadens der umgehenden Vermeidung leichteren Schadens grundsätzlich vorzuziehen. Die Kosteneffektivität einer Maßnahme spielt in der Allokation (Zuteilung) eine zentrale aber keine unmittelbare Rolle.
Amosinternational, Heft 1/2017, 16