Heft 11/2012Basisgemeinschaften

Inhalt

Während sich die Kirche hierzulande allmählich in XXL-Pfarreien organisiert, verliert sie dabei ihre Präsenz vor Ort. Anonyme Seelsorgestrukturen ersetzen den Seelsorger vor Ort. Noch ist gar nicht abzuschätzen, welche Konsequenzen dieser pastorale Transformationsprozess nach sich ziehen wird. Absehbar ist aber, dass die Glaubensweitergabe abbrechen und das für die Gläubigen erfahrbare lebendige christliche Zeugnis seltener werden wird. 

Umso wertvoller ist in dieser Zeit, in der die Kirche sich aus der „pastoralen Breite“ zurückzieht, wenn basisorientierte Ansätze entwickelt werden, die in der Lage sind, das entstehende pastorale Vakuum zu füllen. Das ursprünglich in Afrika und Asien entstandene Modell der Kleinen Christlichen Gemeinschaften fällt inzwischen auch in Deutschland auf fruchtbaren Boden: Es zeigt einen Weg auf, wie Gemeinden heute vor Ort präsent sein und Kirche vor Ort überzeugend leben können. Dieser Ansatz wirkt zunächst einmal antizyklisch zu den derzeitigen pastoralen Umstrukturierungen in größere Seelsorgeeinheiten hinein. Doch gerade deshalb ist er interessant. Im Schwerpunktthema zeigen die Autoren auf, inwiefern dieser basisorientierte Ansatz komplementär zu derzeitigen Strukturprozessen gedacht und dabei auch für die Kirche in Deutschland fruchtbar werden kann.