Heft 10/2012Jahr des Glaubens

Inhalt

Zu einem Jahr des Glaubens hat Benedikt XVI. eingeladen. Es beginnt am 11. Oktober 2012 anlässlich des 50. Jahrestags des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahr 1962 und endet am 24. November, dem Christkönigssonntag 2013. Dieses Glaubensjahr stellt gerade angesichts des in Deutschland verstärkt um sich greifenden Gefühls einer Kirchenkrise einen wichtigen Akzent dar: Indem es darauf verweist, dass bei aller berechtigten Sorge und Kritik nicht die Kirche, sondern der Glaube an den dreifaltigen Gott, an Jesus Christus und an das verheißene Reich Gottes im Zentrum des Christentums steht. Die Kirche ist nicht der Fixpunkt, sondern hat nur eine dienende Funktion: „Die Mission der Kirche ist wie jene Christi, wesentlich über Gott zu sprechen“, betonte Benedikt XVI. zuletzt.

Der Anzeiger für die Seelsorge greift in diesem Monat das Jahr des Glaubens auf. Die Schwerpunktbeiträge messen den „Puls des Glaubens“ in Deutschland, zeigen Perspektiven für einen zukunftsfähigen, lebenspendenden Glauben auf und setzen sich konstruktiv-kritisch mit dem von der Bischofssynode in Rom in diesem Monat diskutierten Thema der Neuevangelisierung auseinander. In der Rubrik „Im Blick“ geht Walter Kardinal Kasper auf die geistige Situation in Europa ein, und Christian Bauer analysiert die Konzilsrezeption in Deutschland.