Heft 9/2008Schulgottesdienste

Inhalt

Nicht nur in die Welt des Lesens, Schreibens und Rechnens werden Schüler heute eingeführt, wenn sie eingeschult werden. Auch in anderen Lebensbereichen muss die Schule heute aktiv werden, um Schülern einen guten Start in das Leben zu ermöglichen. So fehlt vielen Mädchen und Jungen eine Sozialkompetenz, die früheren Generationen in der Familie vermittelt worden ist. Und auch im Bereich der religiösen Erziehung lässt sich meist ein Vakuum feststellen. Kein Wunder, dass Schüler heute meist auch als „liturgische Analphabeten" eingeschult werden.

Hier anzusetzen, stellt eine Herausforderung für den Bereich der religiösen Erziehung im Schulalltag dar. Denn der Schulgottesdienst hat an vielen Schulen längst seine selbstverständliche Existenzberechtigung verloren. Er vagabundiert dann schnell etwas orientierungslos zwischen einem versteckten Religionsunterricht, einer ungeliebten Pflichtveranstaltung oder einem (aus der Sicht der Schulleitung) willkommenen feierlichen Rahmen für die Höhepunkte im Schuljahr umher. 

Doch der Schulgottesdienst will mehr sein. Tatsächlich kann er einen wertvollen Beitrag dabei leisten, liturgischen Analphabeten das ABC des Glaubens näherzubringen. Und im Schulalltag eine Oase für spirituelle Erfahrungen bereiten. Mit den Chancen von Schulgottesdiensten befasst sich das Schwerpunktthema des „Anzeiger für die Seelsorge" in diesem Monat.