Heft 10/2008Missionarische Pastoral

Inhalt

Kaum ein Begriff hat in der theologischen Diskussion der letzten Jahre eine so tur­bulente „Achterbahnfahrt" erlebt wie der Begriff der Mission. Obwohl er in den offiziellen Dokumenten der Kirche im­mer wieder akzentuiert wurde, schien er in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr salonfähig und in der „Mottenkiste theologischer Diskussionen" verschwun­den zu sein. Als es dann so unheimlich still um diesen Begriff geworden ist, er­lebte er eine unvorhergesehene Renais­sance. Einen wesentlichen Beitrag dazu hat sicherlich das zum richtigen Zeit­punkt im richtigen Tonfall veröffenlichte Hirtenwort der Deutschen Bischöfe „Zeit zur Aussaat" geleistet, das die Hand­schrift des Erfurter Bischofs Joachim Wanke trägt und inmitten schwierigster Finanzdiskussionen in der deutschen Ortskirche die Sätze wagt: „Unserer ka­tholischen Kirche in Deutschland fehlt etwas. Es ist nicht das Geld. Es sind auch nicht die Gläubigen. Unserer katho­lischen Kirche in Deutschland fehlt die Überzeugung, neue Christen gewinnen zu können. Das ist ihr derzeit schwerster Mangel."

Diese Sätze haben aufgerüttelt. Und zahlreiche Suchbewegungen ausgelöst, wie die Kirche in Deutschland ihr missi­onarisches Profil wiedergewinnen kann. Das Schwerpunktthema des Anzeiger für die Seelsorge geht auf diese Frage ein. Die Beiträge geben eine Antwort auf die Fra­ge, wie eine missionarische Pastoral heu­te aussehen kann.