Heft 11/2007Sterbende begleiten

Inhalt

Das Fest Allerseelen haucht dem Monat November seinen eigenen, unverwech­selbaren Atem ein. Wie selbstverständ­lich erinnern die Natur und Kultur in diesem Monat daran, dass Tod und Sterben ein Teil des Lebens sind. Für manche Menschen ist es belastend, sich der eigenen Endlichkeit zu stellen. An­dere betrachten sie als unvermeidlichen Teil der eigenen Existenz. In anderen Religionen, beispielsweise im Hinduis­mus, hoffen die Menschen sehnlich auf das Ausscheren aus dem erbarmungs­losen Kreislauf der Wiedergeburt und auf eine erlösende Endlichkeit des Seins.

Unabhängig von den eigenen Jenseits­erwartungen und angesichts des eige­nen eschatologischen Nicht-Wissens hat sich das Thema „Tod und Sterben" zu einem Tabu-Thema in einer jugend­wahnfixierten Spaßgesellschaft entwi­ckelt. Umso wertvoller ist es, dass sich das Zentralkommitee der deutschen Katholiken in seiner Erklärung „Leben und Sterben in Würde" mit dem Aus­klingen des Lebens beschäftigt hat und den Blick auf eine Lebensphase lenkt, die oft ausgeblendet wird. Gerade mit Blick auf die christliche Hoffnungsper­spektive muss die Würde des Menschen auch dann geachtet werden, wenn das menschliche Leben seinen „eigenen No­vember" erlebt: Im Sterben und Tod.

Die Autoren des Schwerpunktthemas betrachten in diesem Heft das Thema aus verschiedenen Perspektiven und la­den dazu ein, sich existentiell mit dem hochemotionalen Thema zu beschäfti­gen.

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