Heft 10/2007Christlich-islamischer Dialog

Inhalt

Im Zeitalter der Globalisierung lassen sich die unterschiedlichen Kulturen und Religionen nicht mehr in getrennten Hemisphären einschließen. Unsere Welt entwickelt sich zu einem globalen Dorf, in dem das friedliche Miteinander zu einer Über-Lebensfrage wird. Umso wichtiger ist es, dass die Religionen ihren Beitrag zu einer Kultur der Koexistenz bahnen, ohne die eigene religiöse Würde zu einem banalisierenden „alles ist gleich gültig" (oder: alles ist gleichgültig) verkommen zu lassen. Vor einem Jahr erst rief Papst Benedikt die Katholiken dazu auf, sich für den interreligiösen Dialog zu öffnen. Er sagte: „Der interreligiöse und interkulturelle Dialog ist notwendig, um gemeinsam die von allen Menschen guten Willens so sehr ersehnte Welt des Friedens und der Brüderlichkeit zu erbauen. Diesbezüglich erwarten unsere Zeitgenossen von uns ein beredtes Zeugnis, um allen den Wert der religiösen Dimension des Daseins zu zeigen."

Das Schwerpunktthema dieses Heftes geht auf den christlich-islamischen Dialog ein, dem derzeit angesichts der Konflikte im Nahen Osten, einem zunehmenden Islam- ismus und der weltweiten Terrorgefahr eine besondere Bedeutung zukommt. Die Autoren zeigen Wege zum Dialog auf, der sich im Alltag oftmals als ein Dialog des Lebens entwickelt und bewährt. Und sie weisen auf Berührungspunkte zwischen den abrahamitischen Religionen hin, die verbinden und nicht trennen.