Konzil von Chalkedon

Das Konzil von Chalkedon (451) entschied den lange und erbittert geführten Streit um das Verhältnis von göttlicher und menschlicher Natur in Jesus Christus zugunsten der Zwei-Naturen-Lehre. In der Folge spaltete sich die orientalisch-orthodoxen Kirchen ab.

Die Darstellung von Jesus Christus als Weltenherrscher soll seine göttliche Natur betonen. Das Konzil von Chalkedon hielt jedoch fest, dass Christus wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich ist.© Pixabay

Chalkedon, kleinasiatische Stadt am Bosporus, in der vom 8.10. bis 1.11.451 das 4. ökumenische Konzil stattfand (aus dem kirchlichen Westen nahmen nur 4 päpstliche Legaten und 2 nordafrikanische Bischöfe teil).

Vom Kaiser einberufen und straff gelenkt, sollte es durch einen Bekenntnistext verschiedene Streitigkeiten autoritativ beenden. Das vom Konzil formulierte christologische Dogma besagt: Jesus Christus, der Mensch gewordene Logos Gottes, ist eine Person in zwei Naturen, die in dieser einen Person unvermischt, unverwandelt, ungetrennt und ungeschieden vereint sind (Hypostatische Union). Darin ist weitgehend die Einungschristologie Kyrills von Alexandrien (†444) übernommen, die in damaliger Zeit die eine biblisch bezeugte Person Jesu Christi in ihrer Herkunft von Gott am besten wiederzugeben schien, gegen den sogenannten Nestorianismus (in Jesus Christus seien zwei Personen miteinander verbunden) und gegen den strikten Monophysitismus (in Jesus Christus seien die zwei Naturen zu einer einzigen vermischt worden). Die typische Kompromissformel umgeht das Problem, das mit der einen geschichtlichen Person in zwei ungeschichtlichen Naturen gegeben ist.

Papst Leo I. bestätigte das Konzil ohne dessen can. 28, der Konstantinopel den Vorrang vor Antiochien und Alexandrien zuerkannte und so an Roms Position annäherte.

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