Joseph Mayer – Eugenik, Notstand, Euthanasie

Zusammenfassung / Abstract

Joseph Mayer war einer der wenigen katholischen Theologen, der der aufkommenden Eugenik und ihren Auswirkungen auf die katholische Theologie seit den 1920er Jahren gegenüber aufgeschlossen war. In seinen frühen Büchern bezog er sich auf die Idee des gesellschaftlichen "Notstands", die Eugenik und sogar Euthanasie rechtfertigte. Im Jahr 1940 verfasste er ein Dossier für den NS-Führer Albert Hartl über die katholische Position zur Euthanasie. Obwohl das Argument nicht überzeugte, wie die Protestbriefe von Kirchenvertretern gegen die Euthanasie zeigen, war die Idee vom "Notstand" ein häufiges Argument.

Joseph Mayer – Eugenic, state of emergency, Euthanasia – Joseph Mayer has been one of the very few catholic theologians who was quite open towards upcoming eugenics and its impact on the catholic theology since the 1920s. In his early books he referred to the idea of „Notstand“ (state of emergency) for the society justifying eugenics and even euthanasia. In 1940 he wrote a survey for the Nazi leader Albert Hartl about the catholic position to euthanasia. Although the argument was not convincing, as it can be seen in the protest letters of church representatives against euthanasia, the idea of „Notstand“ was a common argument.

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