BasisBibel - eine Freude

Es ist eine Freude, nach der neuen Lutherbibel von 2017 nun eine Gesamtausgabe der hervorragenden BasisBibel in Händen zu halten. Seit ca. 20. Januar ist diese Gesamtausgabe der Bibelgesellschaft erhältlich.

Es ist eine Freude, nach der neuen Lutherbibel von 2017 nun eine Gesamtausgabe der hervorragenden BasisBibel in Händen zu halten. Seit ca. 20. Januar ist diese Gesamtausgabe der Bibelgesellschaft erhältlich.
Nach Rücksprache mit der Bibelgesellschaft wird es die BasisBibel möglichst zeitnah auch als E-Book sowie als Modul für die Software Bibeldigital geben. Online kann man in ihr schon lesen: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/BB
Da es um eine wichtige Bibel geht und nicht „nur“ um theologische Literatur, wollte ich im Editorial darauf werbend hinweisen.
Ich stelle im Folgenden vier „bekannte“ – und damit sensible – Texte vor, um den Leserinnen und Lesern, die die BasisBibel (noch) nicht kennen, einen Eindruck der Übersetzung zu geben.
Es gibt die BasisBibel in verschiedenen Formaten und Ausgaben, siehe: https://www.die-bibel.de/bibeln/unsere-­uebersetzungen/basisbibel
Die Bibelgesellschaft schreibt:
„Die BasisBibel ist eine neue Bibelübersetzung in zeitgemäßem Deutsch. Sie zeichnet sich in besonderer Weise durch ihre Verständlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Kurze Sätze, eine klare und prägnante Sprache und ihr einzigartiges Design innen und außen sind die Markenzeichen der BasisBibel. Zusätzliche Erklärungen von Begriffen und Sachverhalten, deren Kenntnis nicht vorausgesetzt werden kann, erleichtern das Verständnis der biblischen Texte. Und auch das farbenfrohe Design macht deutlich: Die BasisBibel ist anders als die anderen!“

1. Mose 1,1–8
Die Erschaffung der Welt

Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde.
Die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag über dem Urmeer.
Über dem Wasser schwebte Gottes Geist
Gott sprach: „Es soll Licht werden!“
Und es wurde Licht.
Gott sah, dass das Licht gut war,
und Gott trennte das Licht von der Finsternis.
Er nannte das Licht „Tag“ und die Finsternis „Nacht“.
Es wurde Abend und wieder Morgen – der erste Tag.
Gott sprach:
„Ein Dach soll sich wölben mitten im Urmeer!
Es soll das Wasser darunter
von dem Wasser darüber trennen.“
Und so geschah es.
Gott machte das Dach
und trennte das Wasser unter dem Dach
von dem Wasser über dem Dach.
Gott nannte das Dach „Himmel“.
Es wurde Abend und wieder Morgen – der zweite Tag.

Psalm 1
Die Freude an Gottes Wort

Glücklich ist der Mensch,
der nicht dem Vorbild der Frevler folgt
und nicht den Weg der Sünder betritt.
Mit Leuten, die über andere lästern,
setzt er sich nicht an einen Tisch.
Vielmehr freut er sich über die Weisung des HERRN.
Tag und Nacht denkt er darüber nach
und sagt Gottes Wort laut vor sich hin.
Er gleicht einem Baum,
der am Wasser gepflanzt ist.
Früchte trägt er zu seiner Zeit,
und seine Blätter welken nicht.
Alles, was er tut, gelingt ihm gut.
Anders ist das bei den Frevlern:
Sie gleichen der Spreu,
die der Wind vom Dreschplatz fegt.
Darum können die Gewalttätigen
vor dem Gericht nicht bestehen.
Und für die Sünder ist kein Platz
in der Gemeinde der Gerechten.
Ja, der HERR achtet auf den Weg,
den die Gerechten gehen.
Doch der Weg der Gewalttätigen
führt in den Untergang.

Lukas 2
Jesus wird geboren

Zu derselben Zeit befahl Kaiser Augustus,
im ganzen Römischen Reich eine Volkszählung durchzuführen.
Es war die erste Volkszählung. Sie fand statt,
als Quirinius römischer Statthalter in Syrien war.
Da machten sich alle auf,
um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen –
jeder in seine Heimatstadt.
Auch Josef ging von der Stadt Nazaret in Galiläa
nach Judäa.
Sein Ziel war die Stadt Betlehem, aus der David kam.
Denn er stammte von David ab.
In Betlehem wollte er sich eintragen lassen
mit Maria, seiner Verlobten.
Maria war schwanger.
Während sie dort waren, kam die Zeit der Geburt.
Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt.
Sie wickelte ihn in Windeln
und legte ihn in eine Futterkrippe.
Denn sie hatten in der Herberge keinen Platz gefunden.
Die Engel verkünden die Geburt von Jesus
In der Gegend von Betlehem waren Hirten
draußen auf den Feldern.
Sie hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde.
Auf einmal trat ein Engel des Herrn zu ihnen,
und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie.
Die Hirten erschraken und große Furcht erfasste sie
. Der Engel sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht!
Hört doch: Ich bringe euch eine gute Nachricht,
die dem ganzen Volk große Freude bereiten wird.
Denn heute ist in der Stadt Davids
für euch der Retter geboren worden:
Er ist Christus, der Herr.
Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt:
Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden.
Es ist in Windeln gewickelt
und liegt in einer Futterkrippe.“
Plötzlich war der Engel umgeben
vom ganzen himmlischen Heer der Engel.
Die lobten Gott und riefen:
Gottes Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe!
Sein Friede kommt auf die Erde
zu den Menschen, denen er sich in Liebe zuwendet!“

1. Korinther 13
Das Hohelied der Liebe

Jetzt will ich euch einen Weg zeigen,
der weit über das alles hinausführt.
Stellt euch vor: Ich kann die Sprachen der Menschen sprechen
und sogar die Sprachen der Engel.
Wenn ich keine Liebe habe,
bin ich wie ein dröhnender Gong
oder ein schepperndes Becken.
Oder stellt euch vor:
Ich kann reden wie ein Prophet,
kenne alle Geheimnisse
und habe jede Erkenntnis.
Oder sogar:
Ich besitze den stärksten Glauben –
sodass ich Berge versetzen kann.
Wenn ich keine Liebe habe,
bin ich nichts.
Stellt euch vor:
Ich verteile meinen gesamten Besitz.
Oder ich bin sogar bereit,
mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen.
Wenn ich keine Liebe habe,
nützt mir das gar nichts.
Die Liebe ist geduldig.
Gütig ist sie, die Liebe.
Die Liebe ereifert sich nicht.
Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
Sie ist nicht unverschämt.
Sie sucht nicht den eigenen Vorteil.
Sie ist nicht reizbar und trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht, wenn ein Unrecht geschieht.
Sie freut sich aber, wenn die Wahrheit siegt.
Sie erträgt alles. Sie glaubt alles.
Sie hofft alles. Sie hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.
Prophetische Eingebungen werden aufhören.
Das Reden in unbekannten Sprachen wird verstummen.
Die Erkenntnis wird an ihr Ende kommen.
Denn was wir erkennen, sind nur Bruchstücke,
und was wir als Propheten sagen, sind nur Bruchstücke.
Wenn aber das Vollkommene kommt,
vergehen die Bruchstücke.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind.
Ich urteilte wie ein Kind und dachte wie ein Kind.
Als ich ein Mann geworden war,
legte ich alles Kindliche ab.
Denn jetzt sehen wir nur ein rätselhaftes Spiegelbild.
Aber dann sehen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke.
Aber dann werde ich vollständig erkennen,
so wie Gott mich schon jetzt vollständig kennt.
Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe –
diese drei.
Doch am größten von ihnen ist die Liebe.

Wir ändern ab der Juni-Nummer den Predigt-/Gottesdienst-Teil der PASTORALBLÄTTER: Wenn ich die 161 Jahre Geschichte überblicke, ist das eine ganz wesentliche Änderung. Ich habe viele Anregungen aus der Leserschaft erhalten, die dringend bitten, eine Kurzform – nicht nur in Corona-Zeiten– der sonntäglichen Perikopenpredigt hinzuzufügen. Die Leserinnen und Leser werden ab sofort sowohl für „social media“-Gottesdienste/Andachten, wie auch entsprechend mancher Hörgewohnheiten einfach für kürzere Gottesdienstpredigten eine Kurzform nach der längeren, bislang gewohnten Form und Länge erhalten. Da in der „Langform“ schon zwei Gebete, Bibeltexte und Liedvorschläge enthalten sind, wird bei der Kurzform auf alles Liturgische verzichtet. Dabei bleibt natürlich der Perikopentext. Es veröffentlichen aber zwei verschiedene Autorinnen und Autoren. Ich habe ab Juli/August 2021 so geplant, dass der Langform eines Autors eine Kurzform einer Autorin angefügt ist, und natürlich auch umgekehrt. Wir hoffen, auf diesem Weg den Leserinnen und Lesern noch mehr Unterstützung für ihre Praxis zu geben. Weitere Änderungen (Innenlayout u. a.) werden zu Beginn des Kirchenjahres mit der November- oder Dezember-Nummer folgen.

Ich hatte mit vielen gehofft, dass im späten Frühling und frühen Sommer „Öffnungen“ bzw. „Lockerungen“ aus Corona-Einschränkungen möglich sind. Wohl das unbedarfte, falsche eigene Verhalten einer deutlichen Minderheit, vor allem aber neue, gefährlichere Mutanten des Virus wie auch kaum nachvollziehbare Engpässe an Impfstoff machen Ende Januar bei der Redaktion der Juni-Ausgabe die Hoffnung kleiner, dass „Feste“ gefeiert werden können, normalerweise ein Anlass zur Freude, dem Schwerpunktthema dieser Ausgabe.
Wir bleiben dennoch bei der Veröffentlichung mehrerer Kasualansprachen zum Thema „Festpredigt“ – wohl mit gebremster Hoffnung, dennoch nicht ohne Mut, mit der BasisBibel-Übersetzung aus 2. Tim 1,7: „Denn der Geist, den Gott uns geschenkt hat, lässt uns nicht verzagen. Vielmehr gibt er uns Kraft, Liebe und Besonnenheit.“

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