Erprobung – Neuanfang und Nachhaltigkeit

Seit 1. Advent 2014 gibt es einen Neuanfang, der uns Jahrzehnte begleiten und prägen wird. Die PASTORALBLÄTTER nehmen kreativ an diesem Neuanfang teil.

In einem sehr ausführlichen und in jeder Hinsicht vorbildlichen Prozess sind die Predigttexte, Lesungen, Wochenlieder etc. unserer Agenden überprüft, erweitert und für die Erprobungsphase neu zusammengestellt worden. Die Liturgische Konferenz hat dazu ein übersichtliches, 72 Seiten starkes Heft erstellt, das Sie über Ihr Dekanat, Kirchenamt oder über die EKD erhalten können. Es ist wohl eine „moderate Revision“, aber doch greift sie viel weiter als die bisherigen Perikopen, indem sie vor allem bisher nicht berücksichtigte alttestamentliche (Psalmen!) Bibeltexte aufnimmt, die bisherigen Abgrenzungen moderat ändert und schon bekannte Hinweise der Pfarrerinnen-/Pfarrerschaft berücksichtig.

Die PASTORALBLÄTTER, ihre Autorinnen und Autoren und damit auch die Leserinnen und Leser sind intensiv an der Erprobung beteiligt. („Das Kirchenjahr - Evangelischer Sonn- und Feiertagskalender“ - mit allen Texten, die erprobt werden, kann unter liturgischer-kalender@ekd.de bzw. unter der Tel.nr. 0511/2796-460 bestellt werden.)

Die Texte, die im Rahmen der Revision der Perikopenordnung zur Erprobung freigegeben sind, werden im Jahr 2015 monatlich mit einem Gottesdienstentwurf in den PASTORALBLÄTTERN erprobt (je ein Gottesdienstentwurf zu einem Erprobungstext).

Im April 2015 werden alle Erprobungstexte des Monats für alle Sonntage in ausgearbeiteten Gottesdienstentwürfen umgesetzt.
Die Lesenden werden ausdrücklich gebeten, auf die Erprobungstexte zu reagieren:

  • Zuschnitt des Textes,
  • grundsätzliche Auswahl,
  • Tauglichkeit für kirchenjahreszeitliche Positionierung.

Die Zuschriften werden anonymisiert als Votum der EKD übergeben.
Ein erstes Beispiel für einen Gottesdienst mit einer Perikope „zur Erprobung“ schreibt in diesem Heft Pfarrer Jochen Lenz zum 1. Sonntag nach Epiphanias (Josua 3,5-11.17).

Auch sonst ist die Januar-Nummer der PASTORALBLÄTTER zugeschnitten auf (Neu-)Anfang. Wir werden erleben, wie die Erprobung auf uns wirkt. Ich wünsche mir eine rege Beteiligung an der Kommentierung.

Ein wesentlicher Gesichtspunkt der Redaktionsbeiratssitzung im September in Dielheim waren die „Alternativen Gottesdienste“. Sie werden als Leserinnen und Leser überrascht sein, was unserem Redaktionsbeirat eingefallen ist. Oder hätten Sie im Oktober - lange hin - einen Gottesdienst zum Todestag von Edith Piaf angeboten? Oder im Juni einen Gottesdienst zum Todestag von Jan Hus, oder ebenfalls im Juni einem Gottesdienst zum Thema „175 Jahre Kindergärten“?

Wesentliche Feiertage unserer jüdischen Geschwister werden ebenso mit Gottesdiensten gewürdigt wie Anfang und Ende des Ramadan der muslimischen Gemeinden mit jeweils einem thematischen Beitrag.

Das Themenjahr der EKD mit Blick auf 2017 lautet für 2015: „Bild und Bibel“.
In verschiedenen Variationen (Bildpredigten, Umgang mit Bildern in jeder Form) werden wir jeden Monat darauf Bezug nehmen. In der Januar-Ausgabe erhalten Sie eine Bildpredigt von Pfarrer Johannes Beer aus Herford.

Wir gehen nicht nur als Gliedkirchen der EKD in ein Erprobungsjahr. Wir basteln auch immer wieder neu an dem, was Sie als Leserinnen und Leser interessiert. Dabei sind wir uns bewusst, dass die - vergleichbar - hohe Akzeptanz unserer Monatszeitschrift uns immer wieder neu in die Pflicht nimmt, die Abonnentinnen und Abonnenten neben innovativen Gedanken und überraschenden Praxiseinfällen mit dem Grundstock zu versorgen (Gottesdienst zum jeweiligen Sonntag nach der noch gültigen Perikopenordnung, Kasualansprachen für die verschiedensten Anlässe und thematische Beiträge zur Praxis im Pfarramt).

So gehen wir mutig in den 155. Jahrgang unserer Zeitschrift. 155 Jahre PASTORALBLÄTTER. Das macht uns keiner nach. Muss auch nicht sein. Wir begleiten Sie gerne in ein neues Jahr. Auf der Höhe der Zeit.

Herzlich grüße ich Sie zum neuen Jahrgang und wünsche Ihnen von Herzen ein gesegnetes Tun und ein getrostes Lassen.

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