Zufrieden oder nicht zufrieden – Leserinnen und Leser antworten auf unsere Umfrage

Mit der September-Nummer (Auslieferung Anfang August 2009) hatten wir separat einen Brief mitgeschickt, in dem wir die Leserinnen und Leser unserer Zeitschrift zu ihrer Meinung über die PASTORALBLÄTTER befragten. Etwa 10% unserer gut 4.000 Abonnentinnen und Abonnenten haben sich die Zeit genommen und geantwortet. Allen ganz herzlichen Dank. Man sagt mir, das sei für eine Zeitschrift eine sehr gute Anzahl … Für mich als Schriftleiter, für den Verlag, auch für die Mitglieder des Redaktionsbeirates ist die Meinung der Leserinnen und Leser wichtig. Sie bestimmen durch Akzeptanz oder Nichtakzeptanz das Profil jenseits aller „Moden".

Die erste Frage war die nach der allgemeinen Zufrieden-heit oder Unzufriedenheit mit den PASTORALBLÄTTERN. Hier zeichnet sich schon ein erfreulicher, durchgängiger Trend ab. (Werten Sie bitte in den folgenden Tabellen die jeweils fehlenden Prozente als „Enthaltungen"):

Sehr zufrieden 27,9%
Zufrieden 51,3%
Mal mehr, mal weniger zufrieden 20,5%
Unzufrieden 0,3%
Sehr unzufrieden 0,0%

Dieses Ergebnis überrascht uns positiv. Über drei Viertel unserer Abonnentinnen und Abonnenten sind mit den PASTORALBLÄTTERN zufrieden oder gar sehr zufrieden. Das macht uns Mut, die sorgfältig überlegten und - mehr oder weniger - „deutlich" vorgenommenen Veränderungen in den letzten zehn Jahren so weiterzuführen. Wir scheinen - mehr als andere Publikationen und trotz des enormen Gegenwinds aus dem breiten Internet-Angebot, das allerdings keiner objektivierbaren qualitativen Prüfung unterliegt - für ein Viertel der deutschen Pfarrerinnen und Pfarrer sowie für Prädikantinnen, Prädikanten, Pfarrvikare oder Lektorinnen „praxisrelevant" zu sein. Als ich die Zeitschrift Ende 1999 von Pfarrer Lubkoll als Schriftleiter übernahm, war dies mein wichtigstes Ziel. Die „Quadratur des Kreises" (theoretische wie praktische Aktualität) scheint fürs Erste gelungen.

Wie aber werden die einzelnen Rubriken unserer Zeitschrift gewertet?
Die Einteilung von „sehr zufrieden" bis „sehr unzufrieden" wurden im Folgenden in Noten von 1 - 5 dargestellt. (Ich gehe dabei einmal davon aus, dass eine „6" die Kündigung des Abonnements bedeutet hätte. Da wir aber unsere Zahl an Abonnentinnen und Abonnenten behalten, ja sogar eher steigern konnten, kann die Zahl derer, die uns eine „6" gegeben haben, nicht sehr hoch sein.)

Editorial 2,0
Gottesdienste 2,1
Themengottesdienste 2,1
Alternativpredigten 2,1
Kasualansprachen 2,1
Buchtipps 2,2
Neuerscheinungen 2,2
Monatsspruch 2,2
Wochensprüche 2,2
Spiritualität und Amt 2,3
Predigt im Gespräch 2,4
Gottesdienst im Gespräch 2,4
Seelsorge im Gespräch 2,4
Gemeindeaufbau im Gespräch 2,6

In allen Rubriken liegen wir im Bereich von 2 oder 2-3. Das ist für jeden - na ja, fast für jeden - Examenskandidaten ein Traumergebnis und für jede Zeitschrift ein Hinweis darauf, dass sie „richtig" liegt.

Und doch gibt es eine Reihe mehrfacher wichtiger Verbesserungsvorschläge (nun handelt es sich nicht um Prozentangaben, sondern um absolute Zahlen):

34 Abonnentinnen/Abonnenten wünschen mehr Kasualien
28 Abonnentinnen/Abonnenten wünschen sich mehr liturgische Ergänzungen
12 Abonnentinnen/Abonnenten wünschen mehr Predigten zu Bildern und Symbolen
10 Abonnentinnen/Abonnenten erwarten mehr gesellschaftsrelevante und aktuelle Themen
10 Abonnentinnen/Abonnenten suchen nach mehr Themengottesdiensten
8 Abonnentinnen/Abonnenten wünschen Gottesdienste zu besonderen Anlässen
7 Abonnentinnen/Abonnenten erwarten mehr Familiengottesdienste
7 wünschen eine breitere Auswahl der Autorinnen und Autoren
6 mehr Alternativpredigten
6 mehr Psalmenmeditationen und andere Meditationen
6 mehr Predigten zu Kunstwerken …

Etwas nachdenklich stimmt mich die Nutzung unseres Internet-Angebotes. Jedes Heft steht in der Regel ab dem 5. des Vormonats für Abonnentinnen und Abonnenten zum Download im Netz. (Davon ausgenommen bleiben aus urheberrechtlichen Gründen die „Bausteine".) 38% unserer Leserinnen und Leser nehmen das digitale Angebot monatlich oder gelegentlich wahr, 44% selten, 18% nie.
Vielleicht aber sollten wir an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, auf welche Weise man Zugang zu den Daten bekommt: Sie rufen unsere Webseite „pastoralblaetter.de" auf und geben dort - auf Anfrage wg. des Downloads - Ihre auf dem Print-Exemplar ausgedruckte Kundennummer ein. So einfach geht das, dass Sie alle Texte des Heftes herunterladen, für sich passend formatieren und als Bausteine in Ihre Predigt etc. einfügen können.

Schriftleiter, Redaktionsbeirat und Verlag werden daran arbeiten, diese so positive Einschätzung unserer PASTORALBLÄTTER zu erhalten, die innovativen Vorschläge auf- und die Kritik ernst zu nehmen. Die PASTORALBLÄTTER werden noch praxisnäher werden, ohne dass der theologische Anspruch dabei verloren geht.

Ich wiederhole an dieser Stelle unseren Aufruf, der vor allem den jungen Kolleginnen und Kollegen gilt:
150 Jahre „PASTORALBLÄTTER" - das fordert heraus. Erst recht, weil wir derzeit (wieder) in „Umbrüchen" leben. Der ehrliche Umgang damit ist mir wichtig. Wer will schon feiern, ohne nachzudenken? Doch es gilt ebenso, vorzudenken.

Der Kreuz Verlag lobt im Jubiläumsjahr
(150 Jahre PASTORALBLÄTTER)
einen

Nachwuchs-Predigtpreis der PASTORALBLÄTTER
aus. Diesen „Wettbewerb"-Hinweis sollten Sie als Leserinnen und Leser der PASTORALBLÄTTER insbesondere an junge Kolleginnen und Kollegen weiter geben.

Die PASTORALBLÄTTER im Verlag KREUZ erscheinen im Jahr 2010 im 150. Jahrgang. Sie sind damit die älteste deutschsprachige homiletische Fachzeitschrift.
Die PASTORALBLÄTTER laden Studierende der Theologie, Vikarinnen und Vikare sowie Pfarrerinnen und Pfarrer in den ersten Dienstjahren ein, sich an einem „Nachwuchs-Predigtwettbewerb 2010" zu beteiligen.
Eine Jury um Schriftleiter Pfarrer Gerhard Engelsberger, Wiesloch, Professor Dr. Albrecht Grözinger, Basel, u.a. wird die eingesandten Predigten bewerten. Der Predigtpreis der PASTORALBLÄTTER wird 2011 in Wittenberg vergeben.
Die Gewinnerin/der Gewinner erhält 500,- Euro, ein kostenloses Jahres-Abonnement der PASTORALBLÄTTER und einen Buchgutschein des Verlags. Die Predigt wird in den PASTORALBLÄTTERN veröffentlicht.

Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer senden bis zum 1. April 2010

-

eine Predigt zu Römer 3,21-28.(29-31) (Perikopentext zum Reformationstag) mit maximal 12.000 Zeichen inkl. Leerzeichen etc.,

-

zwei (ein Eingangs-, Buß, oder Tagesgebet, oder Bausteine für ein Fürbittengebet) Gebete aus eigener Formulierung

-

fünf Liedvorschläge aus dem Stammteil des EG
sowie eine Überschrift für das Ganze als Word-Datei
an den Schriftleiter: gerhard.engelsberger@online.de.

Ich danke allen, die sich kritisch an unserer Umfrage beteiligt haben. Alle Voten sind uns Grund zum Nachdenken.
Ebenso lade ich alle erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ein, junge Schwestern und Brüder - ob Vikarinnen und Vikare, Prädikantinnen und Prädikanten oder Pfarrerinnen und Pfarrer in den ersten Dienstjahren - zum Mitmachen an unserem Predigtwettbewerb zu ermutigen.

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