Ideen zur Gestaltung von Familiengottesdiensten rund um Ostern

Die Liturgie rund um das Sterben und die Auferstehung Christi sind in ihrer Form und Tiefe im ganzen Kirchenjahr einzigartig. Es sind zum Teil sehr lange und aufwändige Gottesdienste, die Kinder zwar sehr beeindrucken können, aber auch schnell überfordern. Daher bietet es sich gerade um Ostern herum an, ganz eigene Feiern für Familien neben den großen Liturgien anzubieten.

Das können in den Kartagen zum Beispiel eigene Kreuzweg-Andachten für Familien sein, das können Ölbergstunden am Gründonnerstag-Abend sein. Oder auch eine ganz eigene Auferstehungsfeier in der Osternacht.

Einige Anregungen mit konkreten Beispielen aus der Ideenwerkstatt Gottesdienst möchte ich Ihnen hier gerne anbieten.

Der Ostergarten – Ein Stationen-Weg durch die Karwoche

Die frühere Herausgeberin der Ideenwerkstatt Gottesdienste, Dagmar Keck, hat eine wunderschöne Umsetzung der Passion für Familien und Kinder erarbeitet. Hier erfahren die Eltern und Kinder gemeinsam mit all ihren Sinnen die tiefere Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu bis hin zur Auferstehung an Ostern.

Kinderkirche am Karfreitag

Maria Garsky hat für den Karfreitag eine eigene Kinderkirche konzipiert, die als Alternative zu der für Kinder wirklich sehr anstrengenden und schwer zugänglichen Karfreitagsliturgie angeboten werden kann. Die Form der Kinderkirche kann zum einen als Parallel-Angebot zeitgleich zum Gemeindegottesdienst laufen, man kann die Elemente aber auch wunderbar in einer eigenen Feier für Familien umsetzen. So können Eltern und Kinder gemeinsam das Geheimnis dieses schwierigsten Punktes im Glauben – das Sterben Jesu Christi – erleben und erforschen.

Osternacht

Die offizielle Liturgie der Osternacht ist eine der eindrucksvollsten und schönsten Liturgien im ganzen Kirchenjahr. Die Lichtriten, die Lesungen, in denen die komplette Heilsgeschichte noch einmal erinnert wird, das Feierliche Halleluja zur Auferstehung – es ist eine Liturgie, die man auch Kindern ab einem bestimmten Alter unbedingt „zumuten“ sollte. Allerdings ist sie aufgrund ihrer Länge und der Vielzahl an Lesungen und Gebeten auch durchaus anstrengend für Kinder. In manchen Gemeinden wird daher auch mit verkürzten Formen experimentiert, die alternativ zur Auferstehungsfeier der Gemeinde, speziell auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten, angeboten werden.

In der Osterwoche

Die bessere Wahl für einen Familiengottesdienst ist sicher an einem der folgenden Tage nach dem Ostersonntag. Gerade die Emmausgeschichte, aber auch der zweifelnde Thomas sind zwei Geschichten, die sich sehr gut in der Umsetzung für Kinder und Familien eignen.

Eine ganz schlichte Umsetzung der Emmaus-Geschichte am Ostermontag, die auch für kleine Kinder einfach zu verstehen ist, bietet Maria Garsky in diesen Gestaltungselementen an.

Hier wird einfach nur mit dem Element des Stimmungswechsels gearbeitet – wie aus Traurigkeit zuerst Fassungslosigkeit und Unverständnis und dann große Freude wird. Die Wandlung von der Trauer zur Freude als eine zentrale Botschaft des Glaubens ist für jedes Kind sofort zu erfassen und ein wertvolles Ostergeschenk.

Ebenfalls von Maria Garsky gibt es auch schöne Anregungen für die Thomas-Geschichte.

Auch hier wird mit ganz schlichten und einfach umzusetzenden Mitteln gearbeitet. Es steht das Thema „Begreifen“ durch „Anfassen“ im Mittelpunkt. Und letztlich passiert nicht mehr, als dass durch eine Verehrung des Evangeliars durch Berührung ein ganz einfaches Verständnis für die Botschaft des Evangeliums hergestellt wird: Was wir anfassen können, existiert wirklich, es ist wahr.

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