„Hermetische Semiose“ in diachroner Exegese?

Zusammenfassung / Summary

„Hermetische Semiose“ nennt Umberto Eco eine Interpretation, die von unendlichen Deutungsmöglichkeiten jedes Textes ausgeht und ihm unterstellt, er wolle seine Bedeutung verschleiern. Demgegenüber beharrt Eco darauf, dass nicht jede Interpretation korrekt ist: Die Deutungsmöglichkeiten sind unendlich, aber nicht beliebig.

 Der Artikel sieht die Gefahr hermetischer Semiose nicht nur dort gegeben, wo Texte als homogene Gebilde interpretiert werden, sondern auch dort, wo der Verdacht sich auf die verborgene Heterogenität richtet und darum die diachrone Lesart forciert. Am Beispiel von Spr 26,1-16, einem Text, der als Abschnitt aus den Sentenzensammlungen des Sprüchebuches traditionell als heterogenes Gebilde wahr- genommen wird, wird gezeigt, dass auch die diachrone Wahrnehmung von Texten vor „hermetischer Semiose“ nicht gefeit ist.

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