Heft 10/2013Frauen gestalten Kirche

Inhalt

Es ist bemerkenswert, wie sich die Stellung der Frau in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Frauen sind heute selbstverständlich berufstätig, bekleiden wichtige politische Ämter (bis hin zum Amt der Bundeskanzlerin), gewinnen Fußballweltmeisterschaften und übernehmen Verantwortung in der Wirtschaft. Diese Entwicklung ergab sich nicht von selbst, sondern ist das Resultat von langwierigen gesellschaftlichen Lern- und Veränderungsprozessen. Manch einem (vielleicht auch manch einer) mag es dabei schwergefallen sein, sich auf diese Änderungen einzulassen, doch rückblickend zeigt sich, wie wichtig und wohltuend der Aufbruch festgefahrener Gender-Rollen ist. Frauen bringen in vielen Bereichen eine ergänzende Perspektive ein, die Engstirnigkeiten überwindet und neue Horizonte erschließt. Umso wichtiger ist es, dass dieser Prozess auch in der Kirche stattfindet, dass Frauen auch mit ihrem neuen Rollenverständnis eine Heimat in der Kirche finden und dass Frauen das Gesicht der Kirche zukunftsfähig (mit-)gestalten. Die Schwerpunktbeiträge in diesem Heft, das in Kooperation mit dem KDFB entstanden ist, gehen auf die Chancen einer Kirche ein, in denen die Gleichheit gelebt wird, von der Paulus im Brief an die Galater (Gal 3,28) schreibt. In der Rubrik „Im Blick“ geht Hubertus Schönemann auf das Jahr des Glaubens ein, das vor einem Jahr begann und am 24. November enden wird.