Heft 2/2010Romano Guardini

Inhalt

Vor 125 Jahren, am 17. Februar 1885, wurde Romano Guardini geboren, einer der größten Theologen des 20. Jahrhunderts, dem die Kirche wichtige Impulse auf den Weg in die Gegenwart und Zukunft verdankt. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagierte Guardini sich in der Jugendbewegung, vor allem im „Quickborn", deren geistliches Zentrum „Burg Rothenfels" er bis zur Konfiszierung durch die Nationalsozialisten leitete. Von den Faschisten zur Emeritierung gezwungen, konnte er seine Universitätslaufbahn erst 1945 wieder aufnehmen. Wertvolle Anregungen auf den Gebieten der Liturgie, Ökumene und Religionsphilosophie verdankt die Kirche Guardini, den die Neigung zur Schwermut nicht daran hindern konnte, zukunftsweisende Perspektiven zu entwickeln. Die Autoren der vier Schwerpunktbeiträge dieses Heftes gehen dem Leben und Wirken des Priesters und Religionsphilosophen nach.

In der Rubrik „Im Blick" geht der Dogmatiker und Priesterseelsorger George Augustin auf die Besonderheit des priesterlichen Dienstes ein und ermutigt in seinem Beitrag dazu, sich auf das Wesen des priesterlichen Dienstes zu konzentrieren. Er schreibt: „In dem Maß, in dem wir Gott als die alle Sehnsucht erfüllende Freude für uns selber entdecken und aus dieser Freude Kraft schöpfen, können wir für die Menschen auch wirklich Helfer zu ihrer Freude sein."