Heft 11/2008Heilige

Inhalt

Fast schon sinnbildlich sind die Heiligenfiguren in Kirchen meist so angebracht, dass man den Blick zu ihnen erheben muss. Ganz nah kommt man gar nicht an sie ran: Selbst wenn man sich anstrengt, sich auf die Zehenspitzen stellt, bleibt immer eine unüberwindbare Distanz. Dabei sollen die Heiligen doch gerade zur Gemeinschaft im Glauben einladen. In seiner Predigt zur Amtseinführung knüpfte Benedikt XVI. an die zuvor erfolgte Anrufung der Heiligen an und stellte mit Blick auf die Glaubensgemeinschaft mit den Heiligen aller Zeiten fest: „So darf auch ich wissen: Ich bin nicht allein. Ich brauche nicht allein zu tragen, was ich wahrhaft allein nicht tragen könnte. Die Schar der Heiligen Gottes schützt und stützt und trägt mich."

Wenige Sätze später holte Benedikt XVI. die Heiligen endgültig von zu hoch geratenen, unnahbaren Sockeln, als er fortfuhr: „Zur Gemeinschaft der Heiligen gehören nicht nur die großen Gestalten, die uns vorangegangen sind und deren Namen wir kennen. Die Gemeinschaft der Heiligen sind wir alle, die wir auf den Namen von Vater, Sohn und Heiligen Geist getauft sind."

Das Schwerpunktthema des Anzeiger für die Seelsorge wendet sich im November den Heiligen zu. Und lädt dazu ein, sich von ihrem scheinbar unerreichbaren Vorbild anstecken zu lassen.

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