Heft 6/2006Kirche und Sport

Inhalt

Benedikt XVI. sieht im Fußball eine Bereicherung des Lebens wenn er schreibt: „Fußball ist das Heraustreten aus dem versklavten Ernst des Alltags in den freien Ernst dessen, was nicht sein muss und deshalb so schön ist."

Im Monat der Fußball-WM in Deutschland gilt dem Spiel um das runde Leder die fast ungeteilte öffentliche Aufmerksamkeit. Und auch die Kirche versucht, sich und das eigene religiöse Sinn-Angebot in diesem Umfeld zu platzieren. Doch es scheint, dass die Begeisterung für den Sport und für die körperliche Fitness selbst längst quasi-religiöse Züge angenommen hat. Der Kölner Arzt und Theologe Manfred Lütz weist darauf hin, dass die Zahl der Mit-glieder in Fitness-Studios in Deutschland zwischen 1980 und 2000 von 100.000 auf 4,59 Millionen explosionsartig angestiegen ist, während die Zahl der Gottesdienst-besucher im gleichen Zeitraum auf 4,42 Millionen Katholiken sank.

Diese gesellschaftliche Entwicklung stellt eine Herausforderung an die Gemeinde-pastoral dar. Ein wertvoller Brückenschlag kann von der Sportbegeisterung hin zum Sinnangebot der Kirchen geleistet werden. Indem ein ganzheitliches - körperliches und geistliches - Heilsverständnis ermittelt wird. Die Autoren der Schwerpunktbeiträge in diesem Heft geben Impulse, wie diese Brückenschläge in der Pastoral gelingen können. Im Jahr der Fußball-WM und darüber hinaus.